© Panasonic TOUGHBOOKDank mobiler Endgeräte und entsprechender Software-Lösungen können Rettungskräfte bereits heute die komplette Rettungskette digital abbilden.Dank mobiler Endgeräte und entsprechender Software-Lösungen können Rettungskräfte bereits heute die komplette Rettungskette digital abbilden.Rettungskräfte müssen Entscheidungen schnell und sicher treffen – auch unterwegs und unter schwierigen Rahmenbedingungen. Digitalisierung kann dabei helfen – nicht zuletzt in Verbindung mit dem elektronischen Patienten­dossier (EPD), das ab diesem Jahr schrittweise eingeführt werden soll.

Allen Unkenrufen zum Trotz: Digitale Prozesse und leistungs­starke, vernetzte sowie robuste IT-Geräte gestalten komplexe Abläufe effizienter – auch bei den Rettungsdiensten. Zudem erleichtern elektronische Helfer und Datenbanken die Dokumentation, steigern die Transparenz und können helfen, die medizinische Versorgung Betroffener zu optimieren. Nicht zuletzt hilft Digitalisierung dabei, kritische Informationen hochverfügbar zu halten – dank entsprechender Einsatz-Software und mobilen Endgeräten überall, im ­Spital ebenso wie im Rettungswagen, im Helikopter und direkt am Einsatzort. Essenziell dafür sind eine durchgängige, verlässliche Konnektivität und eine hohe Qualität (Korrektheit und Vollständigkeit) der auf den Systemen hinterlegten ­Daten.

Cloud und Tablet sind Standard

Viele Rettungsdienste und andere Institutionen aus dem BORS-Sektor können seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, die gesamte Prozesskette des Rettungseinsatzes mobil abdecken. Dank entsprechender Endgeräte und passender Software-Lösungen gelingt es, alle Schritte abzubilden. Von der Alarmierung über die Einsatz- und Patientendaten, die Erfassung der logistischen Fahrzeug- und Abrechnungs­daten, die ergriffenen Behandlungsschritte (inklusive Entscheidungshilfen und Plausibilitätskontrollen) bis zur transparenten, vollumfänglichen Dokumentation aller ergriffenen Massnahmen.

Dank dedizierten, sicheren Cloud-Plattformen wird die Rettungskette zu 100 Prozent digitalisiert abgebildet und abgearbeitet. Schnell, effizient und sicher. Längst schon werden Details zum Einsatzort und dem dort vorliegenden Szenario nicht mehr telefonisch durchgegeben und hektisch auf ­Papier notiert. Stattdessen erfassen moderne Rettungszentralen die Daten der Person, die den Einsatz anfordert, sowie alle Details zur Situation vor Ort. Diese werden parallel im System erfasst und an die Einsatzkräfte übermittelt. Letztere sind auch während des Einsatzes online und können mancherorts sogar schon Daten der medizinischen Über­wachungsgeräte, etwa für EKG, Blutdruck und Sauerstoffwerte, drahtlos erfassen und ans Spitalteam übermitteln.

© Panasonic TOUGHBOOKKünftig soll die Einbindung der elektronischen Patientenakte dabei helfen, Rettungseinsätze noch schneller und sicherer zu machen.Künftig soll die Einbindung der elektronischen Patientenakte dabei helfen, Rettungseinsätze noch schneller und sicherer zu machen.Zukunftsmusik «E-Health-Akte»

Genau an diesem Punkt soll künftig das elektronische Patientendossier (EPD), also die digitale Gesundheitsakte, für noch mehr Sicherheit und Tempo in der Rettungsprozess­kette sorgen. Dies vor allem dadurch, dass die von den Rettungskräften erfassten Vitalitäts- und Gesundheitsdaten einer Person im mobil verfügbaren System direkt und in Echtzeit mit den in der Akte der Person abgespeicherten Daten verknüpft, abgeglichen und abgespeichert werden.

Befürworter des EPD, das in der Schweiz 2021 schritt­weise eingeführt wird und in Deutschland seit Anfang 2021 bereits gesetzlich verpflichtend ist, erhoffen sich von dieser Verbindung markante Vorteile für das Rettungswesen. Insbesondere trügen die erweiterten Daten dazu bei, dass Rettungs­teams, unterstützt von elektronischen Entscheidungshilfen, dank Verfügbarkeit der aktuellen Gesundheitsdaten sowie der Patientengeschichte schneller und effizienter agieren können – sowohl am Einsatzort als auch bei der Überführung von Personen ins Spital.

Dabei soll die digitale Gesundheitsakte die Erstversorgung nicht nur schneller, sondern vor allem auch sicherer machen – und zwar sowohl für die betroffene Person als auch für die Rettungskräfte. Patientenseitig sinkt das Risiko einer falschen Diagnose respektive Behandlung, weil die Rettungskräfte über Vorerkrankungen sowie zentrale Faktoren wie Medikamentenunverträglichkeiten oder Allergien informiert sind. Aufseiten der Rettungskräfte steigt die ­Sicherheit, weil in der Gesundheitsakte – zumindest in Deutschland – auch Informationen zu vorherigem riskantem oder gar gewalttätigem Verhalten einer Person gelistet werden können. So sind Rettungskräfte vorgewarnt und können entsprechende präventive Massnahmen ergreifen.

Das alles gilt natürlich nur, wenn die elektronischen Dossiers sauber geführt und jederzeit aktuell sind – und für den Zugriff seitens der Rettungskräfte freigegeben wurden. Diesbezüglich orten Datenschützer zahlreiche noch nicht gelöste Probleme und Herausforderungen – in Ländern wie Deutschland, wo die E-Health-Akte bereits gesetzlich vorgeschrieben ist, und erst recht hierzulande, wo das Rollout des EPD gerade erst so langsam Fahrt aufnimmt.

Ins Spital, zum Hausarzt oder nach Hause?

Dennoch dürften die Möglichkeiten der Nutzung von Gesund­heitsdaten künftig europaweit deutlich erweitert werden. Beispielsweise dahin gehend, dass im Bereich der häuslichen Pflege mobile Anwendungen ein engmaschiges Monitoring der Vitalwerte älterer Patienten ermöglichen, wobei automatisch entsprechende Notfall-Benachrichtigungen an Dritte gesendet werden, sobald vordefinierte Alarmwerte erreicht oder gar überschritten werden. Abhängig von der Art des Alarms würden direkt die Rettungskräfte alarmiert oder der behandelnde Arzt oder andere medizinische Fachpersonen würden mit der betroffenen Person via Videocall verbunden. All dies könnte helfen, die Reaktionszeiten zu senken, die Qualität der fachlichen Beratung und Betreuung zu steigern und zugleich die Kosten zu senken.

In England verfrachten die Rettungsdienste bereits heute zunehmend weniger verunfallte Personen «standardmässig» ins Spital. Sie können über eine mobil verfügbare, einfach zu nutzende 2-Wege-Kommunikation direkt mit Spezialisten des Spitals diskutieren und dann entscheiden, ob eine Spitaleinweisung zwingend nötig ist oder ob es ausreicht, die betroffene Person zum Hausarzt oder nach ­Hause zu transportieren, wo dann die ambulante Behandlung fortgeführt wird.

Ob und wann vergleichbare Methoden hierzulande zum Einsatz kommen könnten, steht in den Sternen. Vieles wird davon abhängen, wie gut sich das EPD bewähren wird und wie hoch die Akzeptanz in der Bevölkerung klettern wird. Man darf gespannt sein – nicht nur aufseite der Rettungsdienste.

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