Wer mit der Kettensäge arbeitet, ist verpflichtet, geeignete Schutzausrüstung zu tragen.Wer mit der Kettensäge arbeitet, ist verpflichtet, geeignete Schutzausrüstung zu tragen.Schlaue Köpfe schützen sich – vor allem, wenn sie im Rettungseinsatz mit scharfem Gerät hantieren, namentlich mit einer Motor- oder Rettungssäge. Schnittfeste Kleidung, Sicherheitsstiefel, Handschuhe sowie Helm und Gehörschutz sind Pflicht.

Kein Mitglied eines Sondereinsatzkommandos würde ohne Schutzweste zu einem Einsatz eilen, kein Feuerwehrmann sich getrauen, eine Glasscheibe mit blossen Fäusten einzuschlagen, und keine Rettungssanitäterin einen stark blutenden Patienten versorgen, ohne Einweghandschuhe zu tragen.

Eigenschutz ist für alle Blaulichtkräfte oberstes Gebot – das wissen alle. ­Allerdings wird just im Umgang mit besonders gefährlichem Gerät wie Ketten­sägen dieses Gebot oft leicht­fertig ignoriert. Meist geht alles glatt. Doch was, wenn nicht? Dann drohen schwerste Verletzungen, lebenslange Narben und Behinderung – und schlimmstenfalls der eigene Tod.

Daher ist es eminent und gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) sowie Art. 8 der Verordnung über die Unfallverhütung (VUV) gesetzlich vorgeschrieben, dass Personen, die im Rettungseinsatz scharfes Gerät wie eine Motorsäge führen, geeignete Schutzkleidung tragen müssen. Diese hat ihnen der Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen (VUV, Art. 5).

Die obligatorische persönliche Schutz­ausrüstung für Motorsägeführer (Wald­arbeit) umfasst laut den Richt­linien der SUVA Helm, Gehörschutz, Gesichtsschutz/Augenschutz, signalfarbenes Oberteil (mit Schnittschutz), Arbeitshandschuhe (schnittsicher), Arbeitshose mit Schnittschutz sowie Sicherheitsschuhe oder -stiefel mit Stahlkappe, Schnittschutz und rutschhemmenden Sohlen. Wichtig: Die Kleidung soll – ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken – möglichst eng anliegen, damit sie beim Sägen nicht stört. Ideal sind zudem Signalfarben, um jederzeit schnell gesehen zu werden, insbesondere bei Dunkelheit, Rauch- oder Staubentwicklung.

Was gute Schutzausrüstung auszeichnet und worauf Sie achten sollten, zeigen wir am Beispiel von Produkten aus dem Hause Stihl, seit 1926 anerkannte Spezialistin für Kettensägen und entsprechendes Zubehör.

Komfortabel und sicher: das Helmset «ADVANCE X-Vent» mit integrierten Ge­hör­schützern und Visier.Komfortabel und sicher: das Helmset «ADVANCE X-Vent» mit integrierten Ge­hör­schützern und Visier.Schutz für Kopf, Gesicht und Augen

Beim Einsatz einer Motorsäge wird so einiges aufgewirbelt – vor allem Späne und Fragmente des zersägten Materials. Daher müssen Kopf, Gesicht und Augen geschützt werden. Idealerweise wird ein Helmset wie das Stihl ­«ADVANCE X-Vent», bestehend aus Helmschale, Gesichtsschutzgitter und Gehörschutz, getragen. Entwickelt für den professionellen Einsatz kann dieses Helmset, das 120 Franken kostet, per Drehverschluss optimal an die persönliche Kopfgrösse angepasst werden – auch während des Tragens. Lüftungsöffnungen sorgen für Komfort, der stabile Schirm und das Federmetallvisier mit elastischer Visierdichtung für besten Schutz sowie jederzeit beste Sicht. Die integrierten Gehörschutzkapseln können individuell eingestellt und einfach ab- oder weggeklappt werden. Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Helm für den Einsatz mit Motorsägen zertifiziert ist, das Visier das Sichtfeld nicht einschränkt und hoch lichtdurchlässig ist. Der Gehörschutz sollte einen Dämmwert (SNR) von mindestens 27 bis 30 dB aufweisen. Denn Ketten­sägen sind laut. Richtig laut! Die Profi-Kettensäge Stihl MS 462 C-M beispielsweise erzeugt einen Schalldruckpegel von 108 dB(A) und einen Schallleistungspegel von 119 dB(A). Die Schallintensität liegt damit knapp unterhalb der Schmerzgrenze (120 dB[A]) und übertrifft den laut SUVA maximal zulässigen chronischen Schallwert von 85 dB(A) um das bis zu 1000-Fache. Nur mit einem Gehörschutz, der 27 bis 30 dB Dämmleistung aufweist, werden die maximal erlaubten 85 dB(A) eingehalten.

Bietet guten Grip und guten Schutz: der Schnittschutzhandschuh «DYNAMIC Protect MS»Bietet guten Grip und guten Schutz: der Schnittschutzhandschuh «DYNAMIC Protect MS»Schutz für die Gliedmassen

Beim Hantieren mit der Motorsäge sind auch die Hände gefährdet. Hand­schuhe sind daher ein Muss. Perfekt sind sie, wenn sie einen sicheren Griff bieten – auch bei Nässe oder Kälte – und schnitt­­sicher ausgerüstet sind. Wie ein guter Schnittschutzhandschuh aufgebaut ist, zeigt der Stihl «DYNAMIC ­Protect MS» mit Schutzniveau Klas­se 1, der vor Schnitten einer bis zu 20 m/s schnell laufenden Motorsägenkette schützt. Der Handschuh bietet dank er­go­nomischer Vorformung und Rinds­­­leder-Innenhand optimalen Grip, wobei elastisches Textilmaterial am Handrücken und an den Finger­seiten für Bewegungsfreiheit sorgt. Der Knöchelbereich ist gepolstert, ein elastischer Bund stützt das Hand­gelenk und verhindert, dass Schmutz oder Späne in den Handschuh gelangen. Zudem erleichtert ein Klettverschluss das
An- und Ausziehen. Der Preis ist klein: 77 Franken.

Sicherheitsschuhe wie der «DYNAMIC S3» sorgen für sicheren Stand und schützen vor Verletzungen.Sicherheitsschuhe wie der «DYNAMIC S3» sorgen für sicheren Stand und schützen vor Verletzungen.Ebenfalls geschützt werden müssen die Füsse. Immerhin lauern am Ein­satz­ort oft spitze Gegenstände und auch der versierteste Retter kann einmal mit der Säge abrutschen. Gegen beide Risiken schützen Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz wie der Stihl «DYNAMIC S3» (CHF 290,–).

Der aus wasserabweisendem Nubuk-Leder gefertigte Stiefel ist widerstandsfähig, aber bequem, lässt sich mit seinen Leichtlaufösen und Tiefzieh­haken perfekt schnüren und schützt rundum. Eine Stahlzwischensohle sorgt für Durchtrittschutz und indirekten Schnittschutz. Überdies verfügt der Stiefel über einen integrierten Schnittschutz über den gesamten Vorderfuss einschliesslich der Zunge, einen verschleiss- und abriebfesten Spitzenschutz sowie eine dämpfende PU-Zwischensohle und eine rutsch­feste Profilsohle.

Gut zu wissen für Feuerwehrleute ist, dass es auch schnittfeste Gummistiefel gibt. Beispielsweise den Stihl-Motorsägen-Gummistiefel «Special» mit grobstolliger, selbst reinigender Gummiprofilsohle (Spikes-tauglich), Gummischaft mit Schnürung, Reflex­streifen und komplettem, hochwertigem Vorderfuss-Schnittschutz auf Schutzniveau 3 (Kettengeschwindigkeit 28m/s). Dieser Stiefel kostet 135 Franken.

Die Jacke und die Hose «DYNAMIC» sind körperbetont geschnitten und kombi­nieren Schnittschutz mit hohem Trage­komfort.Die Jacke und die Hose «DYNAMIC» sind körperbetont geschnitten und kombi­nieren Schnittschutz mit hohem Trage­komfort.

Schutz für den Körper

Normalerweise tragen Einsatzkräfte Uniform. Doch ist diese schnittfest? Falls nicht, sind mindestens schnittsichere Überzieh-Beinschützer Pflicht. Besser freilich ist schnittsichere Spezia­lklei-
dung. Stihl bietet einer­seits die Warnschutzkleidung «Protect MS» an, in Warnorange und mit integriertem ADVANCE-Schnitt­schutz­ (Schutz­­niveau 1; bis 20 m/s) im Brust-, Schulter-, Arm- und Bauch­bereich sowie für die Beine. Zudem bietet Stihl für besondere Einsatzzwecke, namentlich bei der Feuerwehr oder beim Zivildienst, spezielle Schnittschutzjacken und -hosen an.

Fazit

Ein Satz hochfunktionale, für den professionellen Einsatz entwickelte persönliche Schutzausrüstung für Einsatzkräfte, die Motorsägen bedienen müssen, kostet deutlich unter 1.000 Franken. Das ist weniger, als ein eintägiger Arbeitsausfall den Arbeitgeber kostet – und ein Klacks im Vergleich zu den Kosten, die nur schon eine geringfügige Schnittverletzung mit einer ­Motorsäge verursacht.

Zudem sollten Arbeitgeber, da selbst die beste persönliche Schutzausrüstung keinen absoluten Schutz vor Verletzungen garantiert, die Einsatzkräfte hinsichtlich der sicheren Arbeitstechnik mit der Motorsäge schulen und dafür Sorge tragen, dass die im Einsatz verwendeten Geräte jederzeit im tadellosen technischen Zustand sind.

Mehr Informationen und individuelle Beratung erhalten Blaulichtkräfte beim STIHL Fachhandel sowie im Internet auf www.stihl.ch

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Schlaue Köpfe schützen sich – vor allem, wenn sie im Rettungseinsatz mit scharfem Gerät hantieren, namentlich mit einer Motor- oder Rettungssäge. Schnittfeste Kleidung, Sicherheitsstiefel, Handschuhe sowie Helm und Gehörschutz sind Pflicht. Kein Mitglied eines Sondereinsatzkommandos würde ohne Schutzweste zu einem Einsatz eilen, kein Feuerwehrmann sich getrauen, eine Glasscheibe mit blossen...
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