© Compliant TechnologiesJeff Niklaus, US-Veteran, Helikopterpilot und Erfinder, will den Markt für nicht-letale Einsatzmittel mit allerlei Stromschläge austeilenden Geräten aufmischen.Jeff Niklaus, US-Veteran, Helikopterpilot und Erfinder, will den Markt für nicht-letale Einsatzmittel mit allerlei Stromschläge austeilenden Geräten aufmischen.Jeff Niklaus, US-amerikanischer Daniel Düsentrieb für Einsatzmittel, macht einfach jeden platt. Geht es nach dem US-Kriegs­veteranen, kriegen Aggressoren oder «nicht kooperativ agierende Verdächtige» kurzerhand ordentlich was auf die Ohren, die Augen oder werden mit Stromschlägen gebändigt.

Jeff Niklaus kennt sich mit Militärausrüstung und aggressiven Gegnern ebenso gut aus wie mit moderner Technik. Der in Dover, Delaware, geborene Endfünfziger studierte Forstwirtschaft, Business Management und Luftfahrt – und diente ab 1985 während rund zwei Jahrzehnten in der US-Armee. Ab 1989 flog er als Angehöriger des 160. Special Operations Aviation Regiment (SOAR) einen MH-60-Black-Hawk-Hubschrauber. Im Herbst 1993 nahm er als Mitglied der Task Force Ranger in der Mission «Gothic Serpent» in Somalia teil. Dort sass er am Steuerknüppel eines Black- Hawk-Hubschraubers mit der Funkkennung «Super 67» – und war mit diesem am 3. Oktober 1993 in die tragische Schlacht von Mogadischu involviert, welche 2001 im Blockbuster «Black Hawk Down» verfilmt wurde.

Zurück aus Somalia diente er zwei Jahre lang als Verbindungsoffizier der 160. SOAR zur «Delta Force» in Fort Bragg, NC, war bei den US-amerikanischen Operationen «Iraqi Freedom» im Irak und «Enduring Freedom» in Afghanistan aktiv, amtete als Ausbilderpilot, Instrumentenflugprüfer und Standardisierungsoffizier. Nach seinem Austritt aus der Armee unterstützte er im Auftrag des US State Department als Pilot das Programm zur Vernichtung des Mohnanbaus in Afghanistan. Heute arbeitet Niklaus als Pilot eines EMS-Hubschraubers für das «Air Evac Lifeteam» in Danville, Kentucky – und entwickelt mit seiner 2018 gegründeten Firma «Compliant Technologies LLC» nicht-letale Einsatzmittel für die Strafverfolgung und den Strafvollzug. Und die sind alles andere als konventionell.

G.L.O.V.E – der Handschuh mit Taser

© Compliant TechnologiesDie Handschuhe G.L.O.V.E. verpassen auf Knopfdruck jeder Person, die man damit an der nackten Haut festhält, einen zünftigen Stromstoss.Die Handschuhe G.L.O.V.E. verpassen auf Knopfdruck jeder Person, die man damit an der nackten Haut festhält, einen zünftigen Stromstoss.Der von Jeff Niklaus entwickelte «G.L.O.V.E» (Generated Low Output Voltage Emitter) ist ein Handschuh mit integriertem Tasermodul. Mehrere Metallplatten im Bereich der Handinnenseite erlauben es, einem Kontrahenten, so man diesen an der nackten Haut zu packen bekommt, bis zu 380 Volt starke Stromschläge beizubringen. Diese versetzen das Gegenüber in einen Schockzustand, stören dessen Konzentration und sorgen vor allem dafür, dass dessen Muskelkontraktionen nicht mehr koordiniert ablaufen, da sich die Muskeln verkrampfen. So soll es laut Niklaus «Mitarbeitenden der Strafverfolgungsbehörden leichter fallen, nicht kooperativ agierende Personen schnell und einfach zu sichern, ruhigzustellen und in Gewahrsam zu nehmen». Für die Energieversorgung sind 3.7-Volt-Lithium-Ionen-Akkus verbaut, aktiviert wird das System über einen Ein-/Ausschalter auf dem Handrücken. Laut Hersteller schränken die auch als Motorradhandschuhe erhältlichen G.L.O.V.E den Träger bei der Handhabung anderer Ausrüstung wie Handfeuerwaffe, OC-Spray oder Mehrzweckstock ebenso wenig ein wie beim Steuern eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von ITC-Devices. Zudem funktionieren sie unabhängig voneinander. Es genügt, wenn nur an einer Hand ein G.L.O.V.E getragen wird.

Taser-Fussfessel, Taser-Stock und Stromschlagwest

Nach demselben Prinzip funktionieren der von Compliant Technologies vertriebene «E-Band-Restriktor» und die «E-Vest». Ersteres ist ein mit einem Zahlenschloss gesichertes Band, welches um die Hand- oder Fussgelenke gelegt wird und via Fernbedienung aus bis zu 300 Meter Entfernung gesteuert Stromschläge austeilt. Letzteres ist eine analog funktionierende Weste mit zwei Taser-Polstern im Schulterbereich. Das E-Band empfiehlt Niklaus für «den Transport gerade inhaftierter Personen, Gefangenentransporte, Gerichtsverhandlungen und medizinische Besuche oder Krankenhausaufenthalte», die Weste zur Bändigung «gewalttätiger, aggressiver oder anderweitig hochgradig gefährlicher Personen».

Um diese von Anfang an gleich auf Distanz zu halten, gibt es zudem den «E-Baton», einen in vier Längen (600 bis rund 1200 mm) erhältlichen Aluminiumschlagstock mit eingebautem Taser. Dessen zwei nadelförmige Elektroden befinden sich an der Stockspitze, können auch etwas festere Kleidung durchdringen und werden per Knopfdruck mit Strom von bis zu 380 Volt Spannungsstärke versorgt.

Abwehrschild mit Sound, Licht und Taser

© Compliant TechnologiesWas aussieht wie das neue Schild von Captain America, ist ein Polizeischild mit eingebautem Taser und LED-Stroboskop.Was aussieht wie das neue Schild von Captain America, ist ein Polizeischild mit eingebautem Taser und LED-Stroboskop.Zum Schutz von Einsatzkräften gegen Wurfgeschosse und körperliche Attacken (bewaffneter) Angreifer bei Demonstrationen, zivilen Unruhen und anderen Operationen bietet Compliant Technologies Schilde in diversen Formen und Grössen an. Deren Besonderheit: Die Schilde können als Taser genutzt werden, senden auf Knopfdruck hochfrequenten Schall oder desorientierende, stark pulsierende grüne LED-Lichtimpulse (532 nm) aus. Das «E-Shield» kombiniert Taser und LED-Stroboskop, das «Sound-Shield» trägt 33 mit je 130 dB(A) pfeifende Lautsprecher. Beide Schilde sind rund, messen 58 cm im Durchmesser, wiegen rund 4 kg und bestehen aus hochfestem Polycarbonat. Das rechteckige «Riot-Shield» ist mit 950 x 492 mm deutlich grösser und, da aus hochfestem Flugzeugbaualuminium gefertigt, auch schwerer (5,25 kg). Es verfügt über ein LED-Stroboskop und einen grossen HF-Lautsprecher.

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