Regelmässig amüsieren wir uns über skurril an­mutende Gesetze im Ausland, vor allem in den USA. Doch auch hierzulande treibt das Bünzlitum die tollsten Blüten und der Amtsschimmel wiehert mancherorts ziemlich lautstark.

Zigtausende Gesetze und Verordnungen auf Bundesebene, etwa in Staatsverträgen und dem Landesrecht, sowie auf kantonaler Ebene und in den Gemeinden regeln das Leben in der Schweiz. Viele davon machen Sinn, ja sind unabdingbar für ein geregeltes Miteinander. Manche aber sind derart himmeltraurig, dass man nicht weiss, ob man lachen oder weinen soll.

Immer auf die Automobilisten

Autofahrer werden vom Staat gerne gemolken – auch für harmlose Taten. Etwa, wenn sie ihr Auto umparkieren, ohne es vorher kurz wieder in den fliessenden Verkehr eingeführt zu haben, beim Verlassen des Wagens den Zündschlüssel nicht abziehen oder von 22:00 bis 7:00 Uhr die Autotür, die Motorhaube oder den Kofferdeckel «zu laut» zuknallen. Überdies darf man mit Flip-Flops, High- Heels oder gar barfuss kein Auto steuern und muss in Basler Tiefgaragen hetzen, weil es verboten ist, dort «unnötig zu verweilen».

Mieter müssen leise und unauffällig sein

Laut Mietrecht und auch mancher Gemeindeverordnung dürfen nachts keine Schuhe mit hohen Absätzen getragen werden. Auch das Betätigen der Klospülung, in manchen Kantonen gar das Pinkeln im Stehen (!) ist nachts untersagt. Sonntags darf zudem keine Wäsche im Freien getrocknet werden.

Nicht jedes Hobby wird geduldet

Tanzen macht Spass – aber bitte nicht an hohen kirchlichen Feiertagen, denn dann sind Tanzveranstaltungen in zahl­reichen Kantonen verboten. In den beiden Appenzell Inner­rhoden und Ausserrhoden dürfen Wanderer nicht nackt sein und in Zürich dürfen Angler gefangene Fische, deren Grösse über dem Mindestmass liegt, nicht wieder in die Freiheit entlassen und sich auch nicht mit dem «Trophäen-Fisch» ablichten lassen. Velofahrer dürfen fotografiert werden – aber sie dürfen niemals die Pedale loslassen oder ohne Veloglocke fahren. Und auch wenn man ab 16 Jahren schon ins Bordell darf, gilt das nicht fürs Solarium. Kunstbräune gibt’s hierzulande nur für Erwachsene.

Essen – oder lieber trinken? Beides kennt Fallstricke

Zuchtreptilien haben es gut in der Schweiz, denn sie sind nicht zur Lebensmittelgewinnung zugelassen. Hunde prinzi­piell auch nicht – doch privat dürfen diese verzehrt werden. Sofern sie tiergerecht geschlachtet wurden und keine nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen anwesend sind oder gar mitessen. Soll es Pilze zum Hund geben, dürfen diese nicht mit «unerlaubten Hilfsmitteln» gesammelt werden. Ebenfalls erlaubt ist der Genuss von Froschschenkeln. Aber nur, wenn diese von der Art «Rana» stammen und «im Querschnitt hinter den Vordergliedmassen abgetrennt, ausgeweidet und enthäutet» wurden.

Wer ob dieser Nachricht das Verlangen nach einem Schnaps verspürt, sollte diesen zu Hause trinken – zumindest nachts in Chur, denn dort ist der Konsum von Alkohol auf öffentlichem Grund im Siedlungsgebiet zwischen 0:30 und 7:00 Uhr verboten.

Noch schlimmer ist’s in Neuenburg. Dort sind Happy Hours nach 19:00 Uhr ebenso untersagt wie jedwede Spiele mit alkoholischen Getränken, beispiels­weise «Beer Pong».

Nur Menschen dürfen Single sein

Laut Tierschutzgesetz müssen Meerschweinchen, Wellensittiche, Goldfische, Pferde und sogar Lamas mit mindestens einem Artgenossen gehalten werden. Artfremde «Kollegen», etwa ein Esel, sind «unzureichend». Raufusshühner indes sind im Kanton Zug gerade als Paare besonders geschützt. Sie dürfen dort nur «zufällig», nicht aber «bewusst» bei der Balz beobachtet werden. Ebenfalls verboten ist in Zug das Füttern von Paarhufern wie Hirschen, welche zudem bei der Hirschjagd nicht mit Scheinwerfern beleuchtet werden dürfen.

Nicht jede Tragetasche taugt für jeden Einkauf

Laut Alkoholgesetz ist Werbung für gebrannte Wasser auf «Packungen und Gebrauchsgegenständen, die keine gebrannten Wasser enthalten oder damit nicht im Zusammenhang stehen», verboten. Heisst konkret: In Tragtaschen mit Spirituosen-Aufdruck dürfen nur Alkoholika, nicht aber Wasser oder andere Dinge transportiert werden.

Bei den Nachbarn ist alles anders …

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn man in fremde Kantone reist, wo das Leben eigene Regeln kennt. So ist im Kanton Genf das Hobbyjagen verboten – und in Bern das «Fracking» zur Gewinnung und Förderung von Kohlenwasserstoffen (Erdöl, Erdgas). Wer dennoch reich werden will, kann sich in Graubünden als Goldwäscher versuchen. Aber nur mit Bewilligung, nicht an Sonn- und Feiertagen, nicht im Winterhalbjahr (16. 09. bis 31. 03.) und nur in Handarbeit mit Schaufel und Pfanne.

Wem das zu anstrengend ist, der kann, eine Städtereise machen. Doch auch die kann tückisch sein: In Urdorf ist «das Schiessen an Hochzeiten» verboten, in Visp dürfen sich Jugendliche unter 16 Jahren nach 23:00 Uhr nicht ohne erwachsene Verantwortliche auf Strassen, Plätzen und öffentlichen Orten aufhalten – und in Glattfelden ist das «Spucken auf öffentlichem Grund im Siedlungsgebiet ohne Not» ebenso strafbar wie das Verrichten der Notdurft «an einem von der Öffentlichkeit einsehbaren Ort». Daher gilt in Glattfelden: Im Zweifels­fall Vorhänge zu beim WC-Gang!

© Jörg RothweilerRisikofaktor Sturmholz: Claude Engeler und die Offiziere der Sirnacher Feuerwehr beim Holzerkurs.Risikofaktor Sturmholz: Claude Engeler und die Offiziere der Sirnacher Feuerwehr beim Holzerkurs.Stürzen Bäume infolge eines Sturms, starker Schnee­­­fälle oder anderer Naturereignisse auf Häuser, Strassen oder Wege, muss oft die Feuer­wehr ran. Welche Gefahren die Beseitigung von Sturm- und Bruchholz birgt und worauf zu achten ist, lernten Offiziere der Feuerwehr Sirnach in einem Pilotkurs bei Revierförster Claude Engeler im Stützpunkt Fischingen.

Holzarbeiter haben einen der gefährlichsten Berufe – und sie zahlen die höchsten SUVA-Beiträge. Allein dies zeigt: Wer Hand respektive die Kettensäge an einen Baum legt, muss wissen, was er tut. Sonst schlägt sein letztes Stündlein vielleicht schneller, als er denkt.

Während mancher Hobbygärtner sein Leben freiwillig riskiert, tun es andere aus Pflichtbewusstsein und mit dem Willen, helfen zu wollen: die Angehörigen der Feuerwehren. Sie nämlich sind es, die meist zuerst gerufen werden, wenn «Not» am Mann ist. Beispielsweise dann, wenn ein abgebrochener oder umgestürzter Baum im Weg liegt.

Allerdings birgt die Beseitigung von Bruch- und Sturmholz ganz besondere Tücken. Spannungen im Holz können sich blitzartig entladen, sobald die Kettensäge ins Holz beisst. Der Baum «keilt» aus – und schwere, bisweilen tödliche Verletzungen können die Folge sein.

Feuerwehrkräfte müssen auch «holzen» können

© Jörg RothweilerTechnikkunde: Claude Engeler erklärt, wie eine Motorsäge auf­ge­baut ist, wie sie funktioniert und wie sie gewartet und einsatzbereit gehalten wird.Technikkunde: Claude Engeler erklärt, wie eine Motorsäge auf­ge­baut ist, wie sie funktioniert und wie sie gewartet und einsatzbereit gehalten wird.Die Wahrscheinlichkeit, als Feuerwehrangehöriger mit Bruch- und Sturmholz konfrontiert zu werden, steigt. Einerseits, weil das Wetter immer wildere Kapriolen schlägt. Andererseits, weil viele Waldbesitzer angesichts erodierender Holzpreise die Pflege der Wälder vernachlässigen.

Revierförster Claude Engeler aus dem thurgauischen Balterswil kennt die Gefahren des Waldes – und Jürg Haldemann, Kommandant der Sirnacher Feuerwehr, bangt um die Unversehrtheit seiner Frauen und Männer. Gemeinsam be­schlossen sie daher: Es braucht verstärkte, fach­ge­­rechte Aus- und Weiterbildung.

Ihr Konzept: ein eintägiger Kurs, in dem Offiziere der Feuer­wehr, namentlich jene der Ersteinsatzgruppe, lernen, wie man richtig mit der Motorsäge arbeitet, worauf beim Einsatz im Sturm- und Bruchholz zu achten ist – und vor allem, wann die Situation es gebietet, die eigenen Segel zu streichen und Spezialisten mit schwerem Holzergerät, etwa einem Zangen­schlepper, herbeizurufen. Auch wenn das bedeutet, dass etwa eine Strasse oder ein Forstweg längere Zeit gesperrt bleiben muss, bis die Gefahr beseitigt werden konnte. Denn Selbstschutz im Einsatz ist bekanntlich das A und O.

Pilotkurs «Kettensägenanwendung» für Feuerwehrkräfte

Mitte November 2019 war das von Claude Engeler und Jürg Haldemann gemeinsam erarbeitete Kurskonzept fertig – und sechs Offiziere der Feuerwehr Sirnach traten im Stützpunkt Fischingen, Kompetenzzentrum für forstliche Ausbildung, zum Pilotkurs an.

© Jörg RothweilerClaude Engeler zeigt den Kursteilnehmern an dieser umgestürzten und stark verspannten Esche die Grenzen auf: «Um diesen Baum sicher zu entfernen, wird schweres Gerät benötigt», sagt er.Claude Engeler zeigt den Kursteilnehmern an dieser umgestürzten und stark verspannten Esche die Grenzen auf: «Um diesen Baum sicher zu entfernen, wird schweres Gerät benötigt», sagt er.Der intensive Tag begann mit einem Film, in dem die Gefahren bei der Sturmholzbeseitigung in eindrücklichen Bildern und Sequenzen vorgeführt wurden. Danach folgte ein «technischer» Teil, in welchem Claude Engeler den Feuerwehrkräften zeigte, wie eine Kettensäge korrekt gewartet, gepflegt, eingestellt und auf Einsatztauglichkeit hin überprüft wird. Dabei zeigte sich: Zwei der sechs mitgebrachten (privaten) Sägen hatten Mängel: «Kette stumpf, Vergaser falsch eingestellt – nicht einsatzbereit», lautete Claude Engelers nüchternes Fazit. Danach ging es in den Wald.

Praktisch üben, was man können muss

Hier zeigte Claude Engeler, wie Bäume korrekt und vor allem sicher gefällt oder, sofern schon gekippt oder gebrochen, vollends umgelegt, zerkleinert, entastet und mithilfe des «Zappi», eines langstieligen Hakenwerkzeugs, dessen gekrümmte Spitze an den Schnabel eines Raubvogels erinnert, bewegt werden können. Verblüffend: Korrekt eingesetzt vermag ein durchschnittlicher Mann mit dem Zappi Lasten von bis zu 1,5 Tonnen zu bewegen!

Am Beispiel eines zielgerichtet «falsch» gefällten Baumes, der sich, anstatt frei zu fallen, im oberen Bereich an anderen Stämmen «anlehnte» und sich in deren Ästen verhedderte, zeigte Claude Engeler auf, wie die Spannung im nur 20 Zenti­meter starken Stamm selbst die schärfste Kettensäge einklemmt – und den Baum geradezu wütend um sich schlagen lässt, falls die Säge von der falschen Seite angesetzt wird.

© Jörg RothweilerLernen am verspannten Objekt: Claude Engeler (rechts) beobachtet mit Argusaugen einen Kursteilnehmer bei einem heiklen Trennschnitt unweit des tonnenschweren Wurzelballens.Lernen am verspannten Objekt: Claude Engeler (rechts) beobachtet mit Argusaugen einen Kursteilnehmer bei einem heiklen Trennschnitt unweit des tonnenschweren Wurzelballens.Am Nachmittag dann ging es verschärft weiter – im Laubholz, welches laut Engeler «ehrlicher» – also gefährlicher – ist als das am Vormittag bearbeitete Nadelholz. «Laubholz hat längere Fasern und kann daher wesentlich mehr Spannung aufnehmen als Nadelholz. Bei Laubholz passiert sehr lange nichts – und dann alles auf einmal. Am gefährlichsten sind Eschen. Sie trachten dem Holzmann nach dem Leben», warnte Engeler die fünf Männer und eine Frau der Sirnacher Feuerwehr. «Lasst wirklich immer und unbedingt die Finger von allem Holz, das grösser und schwerer ist als das, was ihr mit den Händen selbst zu tragen vermögt. Selbstüberschätzung oder falscher Ehrgeiz sind brandgefährlich», mahnte er.

Die verspannte Esche ist ein «Totschläger»

Wie recht er damit hat, zeigte sich schnell. Beim Arbeiten im Laubholz stieg die Zahl der im Holz verklemmten Sägen sprunghaft an. Alle Kursteilnehmer mussten erkennen: Selbst lediglich oberschenkeldicke Stämme dürfen niemals unterschätzt werden. Und bei stark verspanntem Bruch- und Sturm­holz können selbst Profis mit jahrzehntelanger Berufs­­­erfahrung und mehreren Weltmeistertiteln im Holzen wie Claude Engeler niemals mit absoluter Siche­rheit sagen, in welche Richtung Spannung im Holz wirkt.

Um das zu demonstrieren, ging es – Höhepunkt des Kurses – am späteren Nachmittag darum, eine umgestürzte, zwischen zwei anderen Bäumen eingeklemmte, stark verspannte Esche zu zerlegen. Eine Arbeit, welche für die Kursteilnehmer viel zu gefährlich gewesen wäre und die Claude Engeler daher persönlich übernahm. Die Kursteilnehmer erlebten dabei – aus sicherer Entfernung –, wie die sich schlagartig lösende Spannungsenergie den kapitalen Stamm beim Trennschnitt nahezu senkrecht gut einen Meter nach oben katapultierte. Ein ebenso eindrücklicher wie lehr­reicher Schreckmoment. Denn zuvor, als die Kursteilnehmer entscheiden sollten, wo sie den Trennschnitt setzen würden, hätten sie allesamt falsch entschieden. Sie hatten nämlich erwartet, der Stamm würde, in einer Ebene mit seiner ­Biegung, seitlich horizontal wegschnalzen. «Hätte ich da geschnitten, wo ihr es vorhattet, wäre ich jetzt garantiert schwer verletzt», erklärte Claude Engeler.

Im Anschluss wurde der Stamm mit einem Zangenschlepper aus dem Unterholz gezogen und in etwa einem Meter Höhe so in der Luft gehalten, dass erneut eine leichte Spannung im Holz aufgebaut werden konnte. So konnten die Feuerwehrkräfte nochmals üben, wie Trennschnitte im leicht verspannten Holz auch bei dickeren Stämmen korrekt aufgeführt werden – und worauf es dabei ankommt.

Vorsicht und Eigenschutz sind oberstes Gebot

© Jörg RothweilerDa lernen, wo man arbeitet: Kursleiter Claude Engeler (links) erklärt mitten im Wald die nächsten Schritte. Gut zu erkennen ist der «Zappi» auf der Schulter des vordersten Mannes.Da lernen, wo man arbeitet: Kursleiter Claude Engeler (links) erklärt mitten im Wald die nächsten Schritte. Gut zu erkennen ist der «Zappi» auf der Schulter des vordersten Mannes.Nach der Rückkehr ins Ausbildungszentrum und dem Parkdienst an den verwendeten Gerätschaften fasste Claude Engeler bei der Schlussbesprechung nochmals die wichtigsten Erkenntnisse des Tages zusammen: «Überschätzt euch nicht, legt beim geringsten Zweifel nicht selbst Hand an, sondern ruft uns Profis mit dem nötigen schweren Gerät zu Hilfe. Seid im Sturm- und Bruchholz besonders zurückhaltend und vorsichtig, tragt stets die komplette Schutz­bekleidung und arbeitet vor allem immer nur im Binom und mit dem nötigen Abstand. Einer sägt, der Zweite kontrolliert aus mindestens zwei Meter Distanz das Umfeld, die Sicherheit und jeden Handgriff des anderen. Steht dieser gut zum Baum, stabil, sicher und unverkrampft? Trägt er die Schutzkleidung? Hält er die Säge korrekt? Setzt er sie am rechten Ort an? Führt er sie richtig? Wenn ihr all dies beachtet und keine Bäume zu räumen versucht, deren Stämme dicker als eure Oberschenkel sind, schliesst ihr die allergrössten ­Risiken aus.»

Einer der Teilnehmer fasste bei der abschliessenden Rückschau den «Nagel», den er persönlich aus dem Kurs mitnimmt, folgendermassen zusammen: «Kenne und respektiere deine Grenzen, riskiere nicht aus falsch verstandener Heldenhaftigkeit die Gesundheit oder das Leben. ‹Feigheit vor dem Baum› ist nicht nur erlaubt, sondern gefordert – ganz besonders im Bruch- und Sturmholz!»

© Jörg RothweilerInnovatives Duo im Sicherheitsbusiness: Hans-Peter Brauchle agiert als Bereichsleiter Technik, seine Gattin Petra Martin-Brauchle als Geschäftsführerin der WSH GmbH.Innovatives Duo im Sicherheitsbusiness: Hans-Peter Brauchle agiert als Bereichsleiter Technik, seine Gattin Petra Martin-Brauchle als Geschäftsführerin der WSH GmbH.Die WSH GmbH mit Hauptsitz in Singen am Hohentwiel vertraut zugunsten schnellerer Reaktionszeiten und höherer Effizienz seit Kurzem auf künstliche Intelligenz bei der Auswertung von Überwachungsvideos. Zudem entwickelt sie neuartige Video­überwachungsservices für Private und die öffentliche Hand.

Die 2019 umfassend erweiterte und modernisierte Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) der WSH GmbH, welche im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland rund 15‘000 Kunden betreut, ist nicht nur schön und praktisch, sondern vor allem hocheffizient. Pro Jahr laufen hier, im Industriegebiet von Singen am Hohentwiel, rund 25 Millionen Meldungen ein. Entsprechend stark beschäftigt sind die aktuell 28 Mitarbeitenden, welche in der NSL während 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr Dienst tun. «Pro Jahr müssen mehr als 600‘000 Anrufe beantwortet werden. Hinzu kommen gegen 400‘000 Alarme, welche manuell bearbeitet werden müssen», erklärt Geschäftsführerin Petra Martin-Brauchle. Besonders gefordert, erklärt sie, sei die NSL an schönen Wochenenden in den Sommermonaten. «Dann wird der Durchschnitt von 1‘000 Alarmen pro Tag deutlich überschritten, weil viele unserer Privatkunden dann ausser Haus sind. Allerdings handelt es sich bei sehr vielen eingehenden Alarmen um Fehlmeldungen, ausgelöst beispielsweise durch Hitzeflimmern, Spiegelungen oder sich bewegende Büsche, Sonnensegel oder Bäume.»

Kameratechnik mit grossen Fortschritten

Da aufgrund der jüngsten Fortschritte im Bereich Kameratechnik auch im Privatkundensegment zunehmend mehr Einbruchschutz-Systeme mit bewegungsgesteuerten Videokameras kombiniert sind, stieg in den vergangenen Jahren die Belastung der Alarm-Operatoren der WSH GmbH konti­nuierlich. «Bei videogekoppelten Alarmsystemen wird jeder Alarm zusammen mit einem etwa zehn Sekunden langen Video an uns übermittelt. Dieses Video muss umgehend gesichtet werden, um sicher beurteilen zu können, ob ein effektives Alarmereignis oder ein Fehlalarm vorliegt», erklärt Petra Martin-Brauchle. «Das führte zu einer stetig steigenden Belastung unserer Kräfte, auf die wir reagieren mussten.»

Hinzu kam, dass die 1980 eingerichtete und 1998 mit der damals erfolgten Eingliederung der WSH GmbH in die Schweizer SECURITAS-Gruppe bereits einmal erweiterte Leitstelle bezüglich der Bearbeitung von Videoalarmen limitiert war.

KI-Lösung von Bremer Spezialisten

© WSH GmbHDie neue, kreisförmige Notruf- und Serviceleitstelle der WSH GmbH ist mit künstlicher Intelligenz für Videoauswertungen bestückt.Die neue, kreisförmige Notruf- und Serviceleitstelle der WSH GmbH ist mit künstlicher Intelligenz für Videoauswertungen bestückt.Daher begann Petra Martin-Brauchle anno 2018 mit der Suche nach einer Lösung, welche die Firma bezüglich Video­aufschaltung und Videoanalyse fit machen sollte für die Zukunft. Fündig wurde sie dabei eher zufällig: «Bei einer Veranstaltung kam ich mit einem Experten für Deep Learning der Universität Bremen in Kontakt, welcher im dortigen KI-Cluster neue Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz erforscht. Er gab mir die Antwort auf eine Frage, die ich so konkret eigentlich noch gar nicht gestellt hatte: «höhere Effizienz und mehr Geschwindigkeit bei der Auswertung bewegter Bilder mittels künstlicher Intelligenz.»

Das Thema faszinierte Petra Martin-Brauchle – und auch ihren Mann Hans-Peter Brauchle, Bereichsleiter Technik der WSH GmbH. Beide waren von den eminenten Vorteilen, welche Deep Learning gerade im Bereich Videoüberwachung bietet, begeistert, erklärt Hans-Peter Brauchle: «Uns war verhältnismässig rasch klar: Das ist die Zukunft.» Daher beschloss das Paar mit Unterstützung und Zustimmung der Unternehmensleitung der SECURITAS-Gruppe, deutlich mehr als ursprünglich geplant in die Zukunft zu investieren und, anstatt nur zu modernisieren, gleich eine ganz neue, hochmoderne NSL mit Schwerpunkt «Videoaufschaltung» zu errichten.

KI für die neue Notruf- und Serviceleitstelle

Kernstück der im Herbst 2019 in Betrieb genommenen, 300 Quadratmeter umfassenden, in einem fensterlosen Neubau angesiedelten Notruf- und Serviceleitstelle ist, neben aktuellster Videotechnik, ein gemeinsam mit Experten der Bremer JUST ADD AI GmbH (JAAI) entwickeltes Assistenzsystem. Dieses kann eingehende Videoalarme mithilfe von künstlicher Intelligenz deutlich schneller auswerten als ein Mensch und dabei Falschmeldungen mit hoher Wahrscheinlichkeit identifizieren und aussortieren.

«Der bisherige Aufwand für das manuelle Sichten sämtlicher Alarmvideos konnte dank der neuen Technologie bereits deutlich reduziert werden – auch wenn wir zugunsten maximaler Zuverlässigkeit der Alarmverarbeitung dabei betont konservativ agieren», erklärt Hans-Peter Brauchle. Heisst im Klartext: Nur dann, wenn die Software absolut sicher ist, dass ein Fehlalarm vorliegt, wird die Falschmeldung nicht an einen Alarm-Operator weitergereicht, wohl aber protokolliert. Beim geringsten Zweifel aber – etwa dann, wenn die Software in ihrer Datenbank kein vergleichbares Ereignis finden kann – wird das Video zur manuellen Prüfung an einen Mitarbeiter weitergeleitet.

Dank des Deep-Learning-Prinzips steigt dabei die Akkuratesse des Systems mit jedem ausgewerteten Videoalarm, erklärt Petra Martin-Brauchle: «Die Software lernt selbstständig und mithilfe einer stetig wachsenden Datenbank, welche Kriterien für Fehlalarme und welche für echte Alarme typisch sind. So kann die künstliche Intelligenz mit steigender Einsatzdauer das eine immer besser vom anderen unterscheiden – und wird kontinuierlich genauer und noch schneller.»

Sechsmal schneller als der Mensch

© WSH GmbHAuch der Besprechungsraum ist topmodern ausgerüstet – inklusive eines riesigen Bildschirms, der auch als «White Board» genutzt werden kann.Auch der Besprechungsraum ist topmodern ausgerüstet – inklusive eines riesigen Bildschirms, der auch als «White Board» genutzt werden kann.Dabei ist Hans-Peter Brauchle schon jetzt begeistert vom Tempo, welches das System an den Tag legt: «Das Programm benötigt für die Analyse eines 10-Sekunden-Videos nur 1,5 Sekunden – ist also rund sechsmal schneller als der Mensch.» Das ist ein entscheidender Vorteil, denn je kürzer die Reaktionszeit im Ernstfall ist, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass die herbeigerufenen Einsatzkräfte im Fall eines Einbruchs die Täter noch vor Ort antreffen und dingfest machen können. «Aber natürlich ist auch bei Brand-, Wasser- oder anderen Alarmen jeder Zeitgewinn wertvoll», ergänzt Petra Martin-Brauchle.

Neben der höheren Geschwindigkeit sorgt das System aber auch für mehr Sicherheit. «Fehlalarme, vor allem wenn sie wiederholt vorkommen, lassen die Mitarbeitenden abstumpfen. Dadurch steigt das Risiko, dass nach dem x-ten Fehl­alarm ein tatsächlicher Alarm nicht erkannt oder gar ignoriert wird. Die Vorsortierung der Alarme durch die KI-Lösung mindert dieses Risiko», weiss Petra Martin-Brauchle. «Zudem», sagt sie, «sorgt die generell sinkende Belastung der Mitarbeitenden für höhere Zufriedenheit, bessere Konzentration und mehr Freude an der Arbeit.»

Der Mensch steht im Fokus der Betrachtung

Das aber war eines der wichtigsten Ziele des gesamten Projektes, bekräftigt Hans-Peter Brauchle. «Um gute Leistungen erbringen zu können, muss man sich wohlfühlen. Daher haben wir bei der Errichtung der neuen NSL auch Wert auf ein betont offenes Raumkonzept mit dialogfreundlicher Kreisstruktur gelegt. Beleuchtung und Klimatisierung der Räume können von den Mitarbeitenden selbst reguliert werden. Und damit sie trotz fehlender Fenster jederzeit wissen, wie es draussen aussieht, haben wir riesige Videobildschirme platziert, auf die per Aussenkamera Livestreams der Umgebung projiziert werden. So wird, in Kombination mit einer elektronisch gesteuerten Lichtdecke, die Tageszeit auch in der fensterlosen Leitstelle jederzeit erlebbar.»

Weitere Besonderheiten sind die kleinen Arbeitsplatzkörbe, in denen jede respektive jeder Mitarbeitende ihre oder seine Unterlagen sowie ihr oder sein persönliches Headset, eine eigene Tastatur und PC-Maus sowie einen Nackenstützenüberzug für die hochwertigen Einsatzstühle verstauen kann. «Alles, was direkten Kontakt mit dem Körper hat, besitzen alle Mitarbeitenden persönlich. Das ist hygienischer und angenehmer», sagt Petra Martin-Brauchle.

Freie Kapazitäten ermöglichen zusätzliche Services

© WSH GmbHAlle Mitarbeitenden haben ein Körbchen für die persönlichen Utensilien wie Headset, Tastatur, Maus und Nackenbezug für den Dienststuhl.Alle Mitarbeitenden haben ein Körbchen für die persönlichen Utensilien wie Headset, Tastatur, Maus und Nackenbezug für den Dienststuhl.Die gelebte Wertschätzung gegenüber dem Personal hat gute Gründe, wie Petra Martin-Brauchle erklärt: «Unsere Mitarbeitenden sind unser wichtigstes Kapital. Es lohnt sich daher, ihnen Sorge zu tragen.»

Entsprechend soll das neue System auch keinesfalls für einen Stellenabbau genutzt werden. Vielmehr nutzt die WSH GmbH die frei werdenden Kapazitäten für neue, zusätzliche Dienstleistungen. «Einerseits wollen wir künftig mehr Hot­line-­Dienste anbieten. Beispielsweise können wir für ­Betriebe, welche Sicherheitstechnik einrichten, die Bereitschaftszeiten übernehmen, damit sich ein Kunde bei Pro­blemen ausserhalb der Geschäftszeiten des Errichter­­Betriebs­ direkt an uns wenden kann. Zudem planen wir für diverse Segmente wie etwa Immobilienverwaltungen oder Facility-Management-Anbieter die Übernahme von Ruf­bereit­schaftszeiten.»

Aber auch in puncto Videoaufschaltung hat die WSH GmbH bereits neue Serviceideen parat. «Konkret angedacht ist unter anderem ein «Bring- me- home»-Service, mit dem wir Privatpersonen, die sich auf einem bestimmten Weg allein nicht sicher genug fühlen, per Videounterstützung begleiten», erklärt Petra Martin-Brauchle. Und Hans-Peter Brauchle verweist auf das grosse, derzeit noch weitgehend ungenutzte Potenzial von Videoüberwachungsservices für die öffentliche Hand, Immobilienbesitzer oder Anlagenbetreiber: «Macht man regelmässige Areal-Rundgänge mit Videokameras statt mit Menschen, spart man Ressourcen, Zeit und Geld – und wird zugleich maximal unberechenbar, weil man einfach jederzeit auf Knopfdruck nach dem Rechten schauen kann. Dank Lautsprechern und Mikrofonen in den Videokameras ist dabei eine direkte Kontaktaufnahme möglich. So kann man beispielsweise auf einem gesperrten Areal herumlungernde Jugendliche darauf aufmerksam machen, dass sie gefilmt werden – und geduldet sind, solange sie die Regeln respektieren, aber blitzschnell festgesetzt werden, falls sie sich danebenbenehmen sollten.» Dieses Prinzip, ist Brauchle überzeugt, sei preiswert, effizient und ganz generell überall dort anwendbar, wo «Loitering» ein zunehmendes Problem darstelle: auf öffentlichen Plätzen, Schul- und Firmenarealen, in Industriegebieten, Bahnhöfen und an Tramstationen, aber auch auf Entsorgungsplätzen oder in den SB-Bereichen von Banken und anderen Dienstleistungsbetrieben.

Der Mensch bleibt weiterhin unverzichtbar

Für all diese Services braucht es zwingend den Menschen vor dem Bildschirm. Denn auch wenn künstliche Intelligenz zwischenzeitlich schon so weit gediehen ist, dass sie unterscheiden kann, ob ein Eindringling oder nur ein sich im Wind bewegender Busch einen Alarm ausgelöst hat: Die Frage, ob auf einem Platz respektive in einem Gebäude befindliche Personen die jeweilige Areal- beziehungsweise Hausordnung respektieren oder nicht, überfordert derzeit noch jede Software. Deswegen bleiben erfahrene Operator, welche eine individuelle Situation sicher und korrekt beurteilen und im Bedarfsfall den Sicherheitsdienst, die Polizei oder die Feuerwehr auf den Plan rufen können, unverzichtbar – zumindest für die mittelfristige Zukunft.

© Pixabay: Lukasz DylkaIn einem im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums 2020 in Davos vom WEF und der «Nuclear Threat Initiative» publizierten Bericht fordern Biotechnologiespezialisten die Schaffung eines weltweiten Rahmenwerks zum Screening künstlicher DNA mit dem Ziel, katastrophale Bio-Unfälle oder gar gezielten Bio-Terror zu verhindern.

Seit die Genforschung im Jahr 2002 erstmals aufzeigte, wie es gelingt, ein vollständiges Virusgenom herzustellen, erlebt die moderne Biotechnologie einen weltweiten Boom, ja geradezu eine Revolution. Seither trugen unzählige Forschende, aber auch private Unternehmen weltweit zu immer besseren Technologien für die DNA-Synthese bei. In der Folge wurde die einst wenigen Spezialisten vorbehaltene Technologie einer stetig wachsenden Zahl von Wissenschaftlern und Ingenieuren auf der ganzen Welt zugänglich.

Wundern darf das globale Interesse an der DNA-Synthese nicht. Moderne DNA-Synthese-Technologien – etwa zur Herstellung von Gensequenzen für die klinische Diagnose und Behandlung – eröffnen zahlreiche Chancen, einerseits für die Medizin und die Gesundheitsindustrie, andererseits aber auch für die Energie-, Lebensmittel-, Landwirtschafts- und Fertigungsindustrie.

Hilfreich, sicher. Aber auch gefährlich!

Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: Bereits die aktuell verfügbaren Möglichkeiten der DNA-Editierung und DNA-Synthese bergen enorme Risiken für die biolo­gische Sicherheit, denn sie ermöglichen es, biologische Wirkstoffe und Biosysteme so zu manipulieren, zu verändern oder überhaupt erst in der Retorte zu erzeugen, dass diese auch als Waffen eingesetzt werden könnten. Werden solche DNA-Produkte – etwa eine virale Erreger-DNA oder eine hochgiftige Toxin-DNA – versehentlich oder absichtlich freigesetzt, drohen biologische Katastrophen bisher unvorstellbaren und in ihrer Reichweite sowie Dauer unbekannten Ausmasses.

Seriöse Forscher sind sich dieser Risiken bewusst – und einige warnen gar selbst vor der drohenden Gefahr. So enthüllten Forscher bereits anno 2018 in einer in Expertenkreisen viel beachteten Arbeit, wie sie mithilfe synthetischer, von einem kommerziellen Anbieter zugekaufter DNA-Fragmente das Pferdepockenvirus herstellen konnten. Dieses gilt in der Natur als ausgestorben, ist aber eng mit dem «klassischen» Pockenvirus verwandt – und daher potenziell gefährlich.

Mit dieser warnenden Arbeit wollten die Forscher aufzeigen, wie vergleichsweise einfach es sei, an die für synthetische Viren benötigten Grundsubstanzen zu kommen, und wie gross bereits heute das Potenzial sei, möglicherweise hochgefährliche Viren auf Basis kommerziell verfügbarer Technologien zu produzieren.

Spezialisten fordern zeitnahes Handeln

Vor diesem bedrohlichen Hintergrund publizierten das Weltwirtschaftsforum und die «Nuclear Threat Initiative» im Januar 2020 den Bericht «Biosicherheitsinnovation und Ri­s­i­kominderung: Ein globales Rahmenwerk für zugängliche und sichere DNA-Synthese». In diesem mahnen globale Experten aus dem öffentlichen und privaten Sektor die weltweite Etablierung und Durchsetzung standardisierter Screening-Praktiken an. Ein solches Rahmenwerk sei unabdingbar, um potenziellen Missbrauch von synthetischer DNA zu verhindern und die rasante Entwicklung der Biotechnologie in sichere Bahnen zu lenken.

Gesetze statt Freiwilligkeit müssen es richten

Zwar setzen viele DNA-Anbieter bereits heute solche Screening-Verfahren ein, um den Missbrauch von synthetischer DNA zu verhindern. Allerdings tun sie dies bis dato einzig auf freiwilliger Basis – und diese beginnt zu bröckeln. Schuld daran sind einerseits die hohen Kosten für die Screenings und andererseits der wachsende Konkurrenzdruck in der Branche. Die DNA-Synthese wird immer billiger und einfacher zugänglich. Das ruft Mitbewerber aus aller Herren Länder auf den Plan, welche mit Kampfpreisen agieren, um sich ihr Stück vom Kuchen zu sichern. «Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die freiwillige Allianz gegen den Missbrauch bröckelt und ausgehöhlt wird», sind sich die Experten einig. Zudem befürchten sie, dass im Fahrwasser neuer Methoden zur enzymatischen DNA-Synthese bis etwa 2023 eine neue «Benchmark»-Generation von DNA-Synthesegeräten auf den Markt kommen wird, die noch viel mehr Firmen den Einstieg ebnen dürfte. Frei von jedweder Regulierung und ohne verbindliche Normen, welche Missbrauch verhindern könnten.

Die globale Gemeinschaft ist gefordert

Der von einer internationalen Expertenarbeitsgruppe erstellte Bericht empfiehlt daher dringend die Schaffung eines globalen Systems für das Screening synthetischer DNA-Produkte. Dazu müssten international gültige und anerkannte, kosteneffiziente und nachhaltige Mechanismen zur Verhinderung der illegalen DNA-Synthese und des Missbrauchs künstlicher DNA entwickelt und etabliert werden, fordern die Autoren. Ein solches neues Rahmenwerk biete markante Verbesserungen gegenüber den bestehenden freiwilligen Richtlinien, da es die Screening-Prozesse standardisieren würde, auch für neue Marktteilnehmer von Beginn an zugänglich wäre und zudem wertvolle Feedback-Daten zur Bewertung des Screenings liefern würde – und zwar zu deutlich niedrigeren Kosten als bisher.

Der Bericht mahnt überdies dazu, dass Unternehmen, internationale Organisationen und Regierungen zeitnah wirksame Optionen zur Überwachung der Einhaltung des Rahmenwerks für das DNA-Screening aufzeigen müssten. Es brauche für die DNA-Synthese, ebenso wie für andere neuartige Technologien, ein System gemeinsamer globaler Life-Science-Normen, überwacht und durchgesetzt von einer weltweit anerkannten Institution. Interessierte finden den Bericht auf www.weforum.org/reports.

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat 2019 die IT-Systeme ihrer Helikopter-Einsatzleit­zentrale (HEZ) umfassend erneuert. Weshalb die Umstellung nötig war, wer welchen Teil zum Projekt beigetragen hat und weshalb die Frauen und Männer «an der Front» dabei eine zentrale Rolle spielten, klärt dieser Bericht.

© RegaSchnell und sicher retten: Dank modernster Technologie in der neuen HEZ können die Einsatzleiter der Rega die jährlich rund 12‘000 Helikoptereinsätze effizient und sicher koordinieren.Schnell und sicher retten: Dank modernster Technologie in der neuen HEZ können die Einsatzleiter der Rega die jährlich rund 12‘000 Helikoptereinsätze effizient und sicher koordinieren.Leistungsstarke und absolut zuverlässige Informations- und Kommunika­tionsmittel (ICT) sind für die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega – wie generell für alle Blaulichtkräfte – unverzichtbar. Einerseits basiert die gesamte Rettungskette (Lagebild, Alarmierung, Einsatzplanung und -steuerung) auf IT- und Kommunikationslösungen (Leit­sys­tem, VoIP- und Mobil­telefonie, Rega-App und Sprechfunk). Andererseits sind IT-Lösungen aber auch für die «nach­geschalteten» Prozesse wie Einsatz-Dokumentation und -Ab­rechnung längst unverzichtbar geworden. Daher investiert nicht nur die Rega in die Aktualität und Optimierung der ICT-Infrastruktur ihrer Einsatz­zentrale (EZ) und der Leitsysteme für die Rettungshelikopter- und Ambulanzjet-Einsätze.

2018, fünf Jahre nachdem die Telefonie-Infrastruktur der Rega-EZ auf ISDN/VoIP umgestellt worden war (siehe Box Seite 13), sah sich die Rega aufgrund des «End of Life» von Microsoft Windows 7 und der definitiven Abschaltung der ISDN-­Systeme neuerlich zu Modernisierungsmassnahmen gezwungen. Dieses Mal allerdings unter besonderen Bedingungen. Denn anders als beim Grossprojekt «Rega Mission Control – ­REMICO», bei dem Komponenten schrittweise ersetzt worden waren, mussten dieses Mal gleich drei der sechs grundlegenden IT-Lösungen gleichzeitig erneuert werden: das Helikopter-Einsatzleitsystem (ELS), das Kommunikations­system und die Anbindung ans öffentliche Telefonnetz.

Drei Basis-IT-Lösungen mussten ersetzt werden

Das bedeutete für Lukas Müller, IT-Leiter der Rega, das, was jeder CIO vorzugsweise vermeidet: einen «Big Bang». «Dieser aber war unvermeidlich», erinnert sich Lukas Müller. «Immer häufiger provozierten nötige Sicherheitsupdates mögliche Instabilitäten auf Applikationsebene, der Schutz gegen Cyberattacken entsprach nicht mehr den eigenen Anforderungen. Aufgrund von Applikationsänderungen und Infrastrukturanpassungen, aber auch angesichts von Überlastungsszenarien wollten wir etwas ändern.»

All dies führte ihn und sein Team zum Entschluss: Ein sauberer Schnitt ist nötig, wir müssen die massgeblichen ­Komponenten der ICT-Umgebung «auf einen Schlag» aktualisieren. Dabei – darauf legte Lukas Müller besonderen Wert – sollte insbesondere die Benutzerebene gebührend be­rück­sichtigt werden. «Hohe Usability steigert die Akzeptanz für den Wandel – und hilft, die Aus- und Weiterbildung im Rahmen zu halten. Beides ist zentral für den Erfolg», ist Lukas Müller überzeugt.

Lösungen für alle Herausforderungen gefunden

© RegaDas GIS-zentrierte Einsatzleitsystem mit integriertem Kommunikationssystem unterstützt die Rega-Ein­satz­leiter, welche eng in den Entwicklungsprozess eingebunden wurden, optimal.Das GIS-zentrierte Einsatzleitsystem mit integriertem Kommunikationssystem unterstützt die Rega-Ein­satz­leiter, welche eng in den Entwicklungsprozess eingebunden wurden, optimal.Zugunsten maximaler Resistenz gegen Elementarereignisse setzt die Rega auf Redundanz und ein wohldurchdachtes Rückfallebenen-Management. Dazu wurde der einst «on premises» geleistete Betrieb der ICT-Systeme in zwei mehr als 100 Kilometer voneinander entfernte Rechenzentren (RZ BE und RZ ZH) ausgelagert. Diese sind über mehrfach redundante Highspeed-Leitungen miteinander sowie jeweils mit der EZ der Rega verbunden. Lukas Müller sagt dazu: «Die Herausforderungen für den RZ-Betrieb sind für uns selbst nicht mehr zu stemmen. Daher haben wir externe Dienstleister verpflichtet.» Diese agieren strikt nach den Vorgaben der Rega und sind zuständig für den Betrieb bis «Oberkante Betriebssystem». Zudem, erklärt Lukas Müller, sei natürlich sichergestellt, dass die Provider über die nötige Erfahrung und entsprechende Zertifizierungen bezüglich Datenschutz verfügten. «Wir arbeiten mit sensiblen Patientendaten und haben punkto Datenschutz besonders strenge Richtlinien und Vorgaben», betont Lukas Müller.

Zum Schutz gegen Risiken durch Überlastung und Defekte setzt die Rega auf standortübergreifende Vollvirtualisierung. «Zahlreiche Lasttests haben deren Zuverlässigkeit nachgewiesen. Selbst wenn eine Seite komplett ausfallen sollte, bleiben wir einsatzfähig», erklärt Lukas Müller – und verweist auf die Tatsache, dass in beiden RZ jeweils getrennte Test-, Integrations- und Produktionsinfrastrukturen mit Deployment Toolchain vorhanden sind. «Somit stellen heute auch Applikations- und Infrastrukturänderungen kein wirkliches Problem mehr dar», sagt er. «Systeminterne Tests laufen auf der Ebene ‹Test›, Integrations-, Last- und Redundanztests auf Ebene ‹Integration› und Smoke Tests nach jedem Deployment auf Ebene ‹Produktion›».

Eine komplette Zweiwegerschliessung sowie die vollvirtualisierte und geore­dun­dante Kommunikationsinfrastruktur bieten maximale Sicherheit. Hinzu kommt eine weitere unabhängige Rückfallebene in Form von Nottelefonen an allen Arbeitsplätzen, welche im Falle eines Versagens der Kommunikationsplattform über das öffentliche Telefonnetz mittels dynamischer Leitweglenkung die Erreichbarkeit gewährleistet, zählt Lukas Müller auf. Und natürlich sind – zugunsten bestmöglicher IT-Sicherheit und zum Schutz gegen Cyberattacken – die Datennetze für die Anwendungen auf Ebene ELS strikt getrennt von jenen für die Business-Applikationen à la Office oder SAP.

Getrennte Netze, getrennte Beschaffungswege

© RegaSämtliche Spitäler der Schweiz sind mit ihren Schwerpunkten in den Geodaten erfasst. So kann der Einsatzleiter die Crew bei der Wahl des am besten geeigneten Spitals für den Patienten unterstützen.Sämtliche Spitäler der Schweiz sind mit ihren Schwerpunkten in den Geodaten erfasst. So kann der Einsatzleiter die Crew bei der Wahl des am besten geeigneten Spitals für den Patienten unterstützen.Ebenfalls «getrennte Wege» beschritt die Rega bei der Beschaffung. Während sie das Helikopter-Einsatzleitsystem als Standardlösung bei Branchengrösse Hexagon zukaufte, setzt sie beim Kommunikationssystem auf eine von Supercomputing Systems AG (SCS) aus Zürich entwickelte Individuallösung.

Für diesen Entscheid waren laut Lukas Müller vier Faktoren ausschlaggebend: erstens die Integration aller benötigten Funktionen. Zweitens die Maturität kommerzieller Lösungen, also deren Standardfunktionalitäten. Drittens die Benutzerfreundlichkeit, welche für die nötige Akzeptanz seitens der Anwender eminent ist. Viertens die Zuverlässigkeit des Anbieters, sowohl in der Entwicklung als auch im Betrieb, also während des gesamten Lifecycles.
Beim Helikopter-Einsatzleitsystem konnte Hexagon laut Lukas Müller in allen vier Kriterien überzeugen. «Das System erlaubt eine flexible Anbindung an alle unsere Umsysteme, erfüllt bereits standardmässig sämtliche Anforderungen bezüglich Funktionalität und bietet aufgrund des GIS-zen­trischen Ansatzes markante Vorteile bei der Usability. In Zukunft werden standardisierte Schnittstellen noch wichtiger, welche den Datenaustausch zwischen uns und anderen Organisationen (Sanitätsnotrufzentralen, Spitäler etc.) vereinfachen und die Komplexität solcher Prozesse für alle Beteiligten reduzieren. Zu guter Letzt waren die Kompetenz und der hohe Marktanteil von Hexagon speziell im BORS-Sektor nicht von der Hand zu weisen. Entsprechend erschien uns der Kauf eines standardisierten Hexagon-Systems als die zielführendste Variante.»

Anders präsentierte sich die Situation hinsichtlich der Kommunikationslösung. Da die Rega sowohl Festnetz- und Mobiltelefonie als auch Funk und Sprachrecording benötigt, war die Zahl kommerzieller Lösungen überaus eingeschränkt. «Asterisk bietet eine stabile Basislösung – doch die Rega hat eine hohe Komplexität bezüglich der Servicedienste. Daher entschieden wir uns zur Entwicklung einer auf unsere Bedürfnisse massgeschneiderten Lösung», sagt Lukas Müller. Als Partner fiel die Wahl auf die Supercomputing Systems AG. «SCS hat im Rahmen des Projektes REMICO bereits zu grossen Teilen das heutige Funknetz entwickelt. Diese Erfahrung sowie die Tatsache, dass die neue Kommunikationslösung ja auch wieder mit diesem Funknetz integriert werden musste, waren natürlich ein Vorteil. Entscheidend war aber vor allem, dass SCS bereit war, unsere Einsatzleiter eng und unmittelbar in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen. Das war für mich zentral, denn wir wollten nicht einfach eine neue, zeitgemässe Lösung, sondern vor allem eine, welche die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeitenden erfüllt», erklärt Lukas ­Müller.

Einsatzleiter waren direkt involviert

Einsatzleiter in der IT-Entwicklung einsetzen? Individuelle Bedürfnisse der Mitarbeitenden erfüllen? Das klingt nach Wunschkonzert. Kann das wirklich zielführend sein? Oder verderben viele Köche sprichwörtlich nicht meist den Brei?

«Nein», ist Lukas Müller überzeugt. «Der klassische Weg, dass Einsatzleiter formulieren, was sie brauchen, und die IT-Abteilung dann mit dem Lösungsanbieter basierend auf einem zig oder gar Hunderte Seiten dicken Spezifikationskatalog entwickelt, sind passé. Das ist zu ineffizient und fehlerbehaftet. Viel besser ist es, die Anwender direkt und über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg mit an Bord zu holen.»

Die Rega band dazu fünf Einsatzleiter ein, veranstaltete mit diesen und dem Team von SCS eintägige Meetings im 14-Tages-Rhythmus. «Alle Anwendungen wurden als vertikale Prototypen realisiert, eingehend von den Anwendern getestet und so lange optimiert, bis alle zentralen Anforderungen zur Zufriedenheit der Einsatzleiter erfüllt waren. So gelangten wir innerhalb von nur neun Monaten zu einer Lösung, die tadellos funktioniert und die Mitarbeitenden begeistert», freut sich Lukas Müller.

Vom Wunschkonzert über das Machbare zum Sinnvollen

© RegaKonferenzschaltungen ermöglichen eine direkte Kommunikation zwischen Einsatzleiter, Pilot und Notrufendem. So kann Letzterer den Piloten direkt mit wichtigen Hinweisen zum Einsatzort versorgen.Konferenzschaltungen ermöglichen eine direkte Kommunikation zwischen Einsatzleiter, Pilot und Notrufendem. So kann Letzterer den Piloten direkt mit wichtigen Hinweisen zum Einsatzort versorgen.Ungeachtet der zunächst enorm umfassenden Wunschliste der Einsatzleiter verfügt die Rega heute über ein erstaunlich schlankes und dennoch effektives Kommunikationssystem. Festnetz- und Mobiltelefonie, Funksystem und Voice Recording sind perfekt integriert und im Zusammenspiel mit dem GIS-zentrierten ELS können die Einsatzleiter alle Schritte der Rettungskette sicher, schnell und mit intuitiver ELS-Unterstützung abwickeln. Notrufe können sicher empfangen und aufgezeichnet werden. Die Lokalisierung des Einsatzortes erfolgt über umfassende Geodaten, die in zahlreichen, individualisierbaren Ebenen angezeigt werden und sich auf eine parallel zum Projektverlauf programmierte, ständig aktuell gehaltene Datenbank abstützen. Nötigenfalls kann eine Handyortung durchgeführt werden oder die vom Smartphone des Notrufenden übermittelten Koordinaten werden via Funk ans Navigationssystem des Helikopters weitergeleitet.
Der Kontakt zum Piloten wird via Funk gehalten, kann aber auch über das Crew Mobile laufen. Zudem sind Konferenzschaltungen möglich, etwa zwischen dem Einsatzleiter, dem Piloten und dem Notrufenden, damit Letzterer den Heli­kopte­r­­piloten direkt mit wichtigen Hinweisen zum Einsatzort und der dortigen Situation versorgen kann.

Sämtliche Spitäler der Schweiz sind mit ihren Schwerpunkten in den Geodaten erfasst und der Einsatzleiter kann im Bedarfsfall die Crew bei der Wahl des am besten geeigneten Spitals für den Patienten unterstützen. Ist ein Einsatz be­endet, können alle einsatzbezogenen Daten direkt ins (netzgetrennte) SAP-System übermittelt und zu Dokumentations- und Abrechnungszwecken weiterverarbeitet werden.

Wenn das Horrorszenario zum Erfolgsmodell wird

«Alles in allem haben wir mit dem gleichzeitigen Ersatz der grundlegenden IT-Systeme nur gewonnen», sagt Lukas­ ­Müller im Rückblick. «Wir blieben ‹on time› und ‹on budget›, ­­haben massiv mehr Sicherheit gewonnen und wurden zugleich noch effektiver und schneller.» Bei diesen Worten ist spürbar, wie glücklich er ist, dass das anfängliche Horror­szenario vom «Big Bang» innerhalb von lediglich neun Mona­ten zum Erfolgsmodell mutierte.

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