© https://commons.wikimedia.orgSeit 1970 sitzen Millionen Krimifans am Sonntagabend vor dem Fernseher und glotzen den «Tatort». Am 19. August 2019 flimmerte die 1’100. Folge über den Bild­schirm. Wir ermittelten einige erstaunliche Fakten.

Erfunden wurde der «Tatort» von Gunther Witte als ARD-Konkurrenzprodukt zum ZDF-Krimi «Der Kommissar». Die erste Folge vom 29. November 1970 hiess gleich wie die 1’000. «Taxi nach Leipzig». Sie hatte eine Einschaltquote von 61 Prozent und begann mit Günter Lamprechts Worten: «Herr Landsberger? Motor abstellen!»

© NDRHauptkommissar Trimmel (Walter Richter, links) und sein Mitarbeiter Höffgen (Edgar Hoppe) waren 1970 die ersten Ermittler der heutigen Kultserie «Tatort».Hauptkommissar Trimmel (Walter Richter, links) und sein Mitarbeiter Höffgen (Edgar Hoppe) waren 1970 die ersten Ermittler der heutigen Kultserie «Tatort».Eklat gleich nach der ersten Folge

Erster «Tatort»-Kommissar war Walter Richter. Dessen Verkörperung von Ermittler Paul Trimmel sorgte für einen Eklat: Die Hamburger Polizei, deren Streifenwagen beim Dreh genutzt wurden, fürchteten aufgrund Trimmels Flüche­n und Trinkgelagen einen Imageverlust. Der aber blieb aus und Trimmel zwölf Jahre im Dienst. Skurril: Der 1969 ausgestrahlte Krimi «Exklusiv», in dem Trimmel erstmals auftrat, wurde 1971 als 9. «Tatort»-Folge nochmals gesendet.

Legendär und enorm preiswert: der Vorspann

Für den ikonischen «Tatort»-Vorspann gab Horst Letten­meyer­ Augen und Beine her – für 400 D-Mark Gage. Spätere Versuche, auf dem Rechtsweg ein Wiederholungs­honorar durchzusetzen, scheiterten. Klar besser weg kam Filmkomponist und Jazzmusiker Klaus Doldinger, der für die «Tatort»-Melodie 7’500 ­D-Mark kassierte. Die Musik wurde 1978 und 2004 modifiziert, wobei unter anderem das Schlagzeugspiel von Udo Lindenberg geändert wurde.

Kritische Politiker und skandalöse Nackt­szene

© NDREine Szene, in der Nastassja Kinski im «Tatort: Reifezeugnis» für einige Sekunden ihre Brüste entblösst, sorgte anno 1977 für einen veritablen Shitstorm.Eine Szene, in der Nastassja Kinski im «Tatort: Reifezeugnis» für einige Sekunden ihre Brüste entblösst, sorgte anno 1977 für einen veritablen Shitstorm.1975 opponierte die bayerische Politik-Grösse Franz Josef Strauß gegen den «Tatort». Er bezeichnete die Folge «Tod im U-Bahnschacht» als «Banditenfilm aus Montevideo mit Bordell­einlage» und forderte den SFB-Intendanten auf, «diesen Unfug einzustellen». Doch der «Tatort» blieb – und sorgte weiter für Skandale und glänzende Karrieren. Bestes Beispiel: Die Folge «Reifezeugnis» (1977), in der Regisseur Wolfgang Petersen («Troja») ein amouröses Schüler-Lehrer-Verhältnis skizziert und die damals 15-jährige Nastassja Kinski die Brüste entblösste. Ein Skandal fürs Fernsehen – und für Kinski und Petersen das Ticket nach Holly­wood.

Filme im «Giftschrank» und Aleviten auf der Strasse

«Der gelbe Unterrock» (1980) lagerte wegen perverser Gewalt- und Sex-Fantasien eines psychisch gestörten Klei­derfetischisten 35 Jahre im «Giftschrank». Heute gilt er als «Zeitdokument», während «Krokodilwächter» (1996) noch immer gesperrt ist, nachdem Hans-Otto Wilhelm, damals Medienbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die Folge als «brutal, sexistisch und menschenverachtend» verurteilt hatte. Noch mehr Ärger gab es 2007, als nach Ausstrahlung der Folge «Wem Ehre gebührt», in der eine junge Alevitin von ihrem Vater geschwängert wird, in Köln rund 20’000 Menschen demonstrierten und der Dachverband der Aleviten in Deutschland gegen Drehbuchautorin Angelina Maccarone Strafanzeige wegen Volksverhetzung einreichte.

Unvergessen: Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski

© ORF, Uwe StratmannGötz George alias Kriminal­haupt­kommissar Horst Schimanski hatte mehrere Markenzeichen: einen alten Citroën als Dienstwagen, eine M65-Feldjacke der US-Armee, ein grosses Herz, viel Fluchen, Schnauben und Prusten und etwas «unkonventionelle» Methoden im Umgang mit Verdächtigen.Götz George alias Kriminal­haupt­kommissar Horst Schimanski hatte mehrere Markenzeichen: einen alten Citroën als Dienstwagen, eine M65-Feldjacke der US-Armee, ein grosses Herz, viel Fluchen, Schnauben und Prusten und etwas «unkonventionelle» Methoden im Umgang mit Verdächtigen.1981 begann die Ära von Götz George (✝ 2016) als Duisburger Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski. Dessen erster Satz lautete «Hotte, du Idiot, hör auf mit der Scheisse!» und sein letztes Wort beim Abschied 1991 lautete ebenfalls «Scheisse». Dennoch: Der Mann mit der Ruhrpott-Schnauze, der immer schnaubte und prustete, ein grosses Herz hatte und eine M65-Feldjacke (1965 bei der US-Army eingeführt) trug, sorgte in 27 Folgen und zwei Kinofilmen für Rekorde: «Unter Brüdern» wurde Dutzende Male wiederholt, «Der Fall Schimanski» ist mit rund 16,7 Millionen Zuschauern eine der erfolgreichsten Folgen aller Zeiten. Von 1997 bis 2013 trat Götz George in der Serie «Schimanski» auf – und in Duisburg gibt es seit 2014 die «Horst-Schimanski-Gasse».

Prominente und skurrile Mordmethoden

Viele Prominente wie Roger Moore, Helene Fischer, Dieter Bohlen und Ex-BILD-Chefredaktor Kai Diekmann hatten Gastauftritte im «Tatort». Die waren teils so skurril wie die Morde, bei denen die Opfer nicht nur erschossen oder erschlagen wurden, sondern bisweilen durch einen mit Zyankali getränkten Tampon oder einen Kuss (Opfer hatte Nussallergie) getötet, zu Schnaps gebrannt, aufgespiesst, gehäckselt oder gefriergetrocknet wurden. Dabei stieg die Zahl der Opfer stetig. 2016 gab es mit 162 Leichen nur drei weniger als in allen 107 Folgen von 1970 bis 1979 zusammen und der Wiesbaden-«Tatort» «Im Schmerz geboren» zählte rekordverdächtige 51 Tote.

Die erste «Tatort»-Frau

© SWRUlrike Folkert alias Lena Odenthal spielt seit 1989 im «Tatort» mit. Einst blutjunge Ermittlerin, ist sie in den letzten 30 Jahren zur erfahrenen Kommissarin gereift.Ulrike Folkert alias Lena Odenthal spielt seit 1989 im «Tatort» mit. Einst blutjunge Ermittlerin, ist sie in den letzten 30 Jahren zur erfahrenen Kommissarin gereift.Der «Tatort» war bis 1987 Männersache – dann trat Nicole Heesters als erste Kommissarin auf. 1989 stiess Ulrike Folkerts, damals 28 Jahre jung, als Lena Odenthal hinzu, die heute «dienstälteste» «Tatort»-Kommissarin ist. Der erste Schweizer «Tatort», in dem Matthias ­Gnädiger alias Wachtmeister Walter Howald aus Bern Ermittler und zugleich Täter war, wurde 1990 ausgestrahlt. Im Nachgang klagten viele Norddeutsche, Untertitel wären schön gewesen. Die aber gab es einzig 1982, als ein «Tatort» komplett in Plattdeutsch gedreht wurde.

Die Serie als Vorbild für Straftäter

Ebenso einmalig blieb, dass der «Tatort» Kriminelle inspirierte: Zwei Wochen nachdem Manfred Krug 1984 in «Haie vor Helgoland» im ersten Einsatz als Paul Stoever einen Raubüberfall auf eine zwischen Helgoland und Cuxhaven verkehrende Fähre aufklärte, überfielen echte Räuber in Bremerhaven das Seebäderschiff Roland von Bremen. Sie erbeuteten 60’000 D-Mark, entkamen unerkannt – und im Gegen­satz zum Film wurde niemand
getötet.

Seit zehn Jahren baut Crosscall in Aix-en-Provence «ruggedized» Handys und Smartphones. Wir haben das für Einsatzkräfte interessante Topmodell Trekker-X4 mit Dash- und Bodycam-Funktionalität ausprobiert.

© Jörg RothweilerDas Trekker-X4 von CrossCall ist ein besonders robustes Smartphone mit Bodycam-Funktion.Das Trekker-X4 von CrossCall ist ein besonders robustes Smartphone mit Bodycam-Funktion.Das nach Mil-Std 810 G und IP68 zertifizierte Crosscall Trekker-X4 hält was aus: Wir schleiften sein Display am Zürichseeufer über den Sand, setzten das Gerät in knietiefem Wasser der Dünung aus, welche es gegen die Steine am Grund schlug, liessen es mehrfach aus Brusthöhe auf Asphalt fallen und legten es unter den Wasserstrahl eines Brunnens. Fazit: Nach zwei Stunden Folter zeigte der mit glasfaserverstärktem Kunststoff gepolsterte Metallrahmen nur mini­male Kratzer, das Gorillaglas 5 über dem 5,5-Zoll-Tourchscreen-Display sah aus wie neu und das Gerät funktionierte tadellos.

Hochwertige Ausstattung

Neben diesen Nehmerqualitäten bietet das rund 16 x 8 Zentimeter grosse, fast 13 Milli­meter dicke und 250 Gramm schwere Smartphone modernste Technik. Es läuft unter Android 8 Oreo (ab Herbst 2019: Android 9), angereichert mit Google-Services und einigen firmeneigenen Apps. 4 GByte RAM und ein guter Chipsatz (Qualcomm Snapdragon 660) sorgen für Power, ein 4400-mAh-Akku für Durchhaltekraft (32 Stunden bei 4G-Verwendung, 11 Stunden bei GPS-Einsatz). Optional gibt’s eine Ladestation mit externem 5000-mAh-Akku sowie für Teams und Einsatzkräfte
(u. a. nutzen Polizei-Spezialeinheiten aus Frankreich und der Romandie die Geräte) eine Ladebank, um bis zu zehn Geräte gleichzeitig zu laden. Der interne Speicher fasst 64 GByte und kann um bis zu 512 GByte erweitert werden. Dann muss wegen des Hybrid-Slots aber auf eine zweite SIM-Karte verzichtet werden.

Dashcam- und Bodycam-Funktionalität

© Jörg RothweilerDas Gehäuse trotzt Wasser bis zu zwei Meter Tiefe und Stürzen aus bis zu zwei Meter Höhe.Das Gehäuse trotzt Wasser bis zu zwei Meter Tiefe und Stürzen aus bis zu zwei Meter Höhe.Ein Highlight ist die auffällige Kombination von zwei 12-MP-Kameras. Dank dieser dreht das Trekker-X4 Videos in 4K-Qualität, bietet Zeitraffer, Zeitlupe (bis 120 Bilder/­sec.), Fischauge sowie Bild- und Horizontstabilisierung und – pfiffig – eine Dash­cam-Funktion. Ist diese aktiviert, zeichnet die Kamera kontinuierlich auf, was in ihrem 170-Grad-Blickfeld geschieht. Auf Knopfdruck speichert sie die Echtzeitbilder – und zudem das, was sie bis zu 30, 60 oder 90 Sekunden zuvor aufgenommen hat.

Zweites Highlight ist die X-Link-Schnittstelle auf der Geräterückseite. Sie dient drei Zwecken: Erstens haftet das Gerät dank Magnet (ggf. ergänzt um den Sicherungsclip X-Blocker) sicher auf Adaptern für Schreibtisch, Autocockpit, Arm- oder Brustgurt, Selfiestick oder Stativ. Zweitens dient X-Link dem induktiven Laden und drittens dem schnellen Datentransfer.

Abgerundet wird die Ausstattung durch Be­schleunigungs-, Licht- und Annäherungs­sen­soren, Gyroskop, Kompass, Baro­meter, Alti­meter, Thermometer und Hygrometer.

Verschmerzbare Schwäche

© HerstellerFür Einsatzteams gibt es eine Ladebank zum Laden von bis zu zehn Geräten.Für Einsatzteams gibt es eine Ladebank zum Laden von bis zu zehn Geräten.Eine Schattenseite des Trekker-X4 ist, neben seinem Gewicht, das Display. Zwar sind Betrachtungswinkel und Farbwiedergabe gut, doch bei Sonne ist die Anzeige etwas zu dunkel. Zudem wirkt der relativ breite Rand antiquiert. Doch er dient, wie das vom Gehäuse rundum leicht überragte Gorillaglas, dem Schutz des Gerätes. Und der ist, wie unser Test zeigte, top.

Fazit

Das Crosscall Trekker-X4 ist hart im Nehmen und bietet gerade für Einsatzkräfte nützliche Features wie Dashcam/Bodycam-Funktion oder X-Link. Die gebotene Leistung sowie Videofunktionalität, Akkulaufzeit und Displayqualität sind mehr als ausreichend, der Preis (ab 649 Franken) ist noch verschmerzbar.

Mehr Infos gibt’s auf www.crosscall.com oder beim Schweizer Distributer Autronic AG, www.autronic.ch.

Pfarrer Roger Müller betreut Menschen, die Belastendes erlebten, Schlimmes mitansehen mussten oder selbst Leid verursachten. Zudem betreut er jene, die in solchen Fällen jeweils zu Hilfe eilen. Ein Gespräch über die unzähligen Facetten von Leid, Trauer, Hass und Wut sowie Liebe, Vergebung, innere Stärke und Hoffnung.

© SRZRoger MüllerRoger MüllerWenn Gottes schützende Hand weicht, das Schicksal erbarmungslos zuschlägt, die Flügel des stärksten Schutz­engels brechen und Augenzeugen, Angehörige, Betroffene oder auch Retter geschockt und sprachlos zurückbleiben, schlägt die Stunde der Care Teams. Deren Spezialisten, aufgeboten von den Blaulichtkräften, leisten psychologische Nothilfe und spezifische Massnahmen des Beistandes.

Pfarrer Roger Müller ist einer von ihnen. Nach seinem Theologiestudium wurde er Armeeseelsorger, durchlief diverse Kurse in der Schweiz sowie eine Weiterbildung der NATO für Armeeseelsorge und Psychotraumatologie in Oberammergau. Dort eignete sich Müller, der seit rund 17 Jahren in der Notfallseelsorge tätig ist, wertvolles Wissen für die Betreuung potenziell traumatisierter Menschen an. Dieses Wissen und seine Erfahrung nutzt er selbst im Einsatz, vermittelt es aber auch in Kursen an der Höheren Fachschule für Rettungsberufe sowie bei Fortbildungen für Angehörige von Care Teams und für Peers.

Herr Müller, einerseits organisieren Sie seit 2013 als operativer Gesamtleiter der NFSZH die Betreuung von Angehörigen, Augenzeugen und Opfern und sind Vorstandsmitglied von Care Teams | Notfallseelsorge Schweiz (CNS). Andererseits sind Sie seit 2015 Seelsorger für Rettungskräfte bei SRZ. Wie gut geht das zusammen?

Sehr gut. Bei SRZ begleite ich Rettungskräfte und kooperiere eng mit dem 34-köpfigen Peer-Support-Team für die Mitarbeitenden von Feuerwehr, Einsatzleitzentrale und Rettungsdiensten. Auch wenn ich nicht bei SRZ angestellt bin und kein Büro vor Ort habe, bin ich jederzeit für die Mitarbeitenden da – nach Einsätzen ebenso wie bei privaten oder beruflichen Problemen. Dabei stosse ich auf grosse Offenheit und Wohlwollen.

Bei der NFSZH kümmere ich mich um Leitungs-, Koordinations- und Ausbildungsbelange. Während drei Wochen Pikettdienst jährlich betreue ich Menschen, die durch Suizide, Unfälle, Gewaltverbrechen oder sonstige aussergewöhnliche Todesfälle, Brände oder andere Schicksalsschläge potenziell traumatisiert wurden.

Was sind die häufigsten Gründe dafür, dass Blaulichtkräfte Notfallseelsorger beiziehen?

© NFSZH«Als Notfallseelsorger agiere ich mit der Haltung des barmherzigen Samariters: Ich bin für den Menschen da, der Unterstützung braucht – unvoreingenommen und offen.»«Als Notfallseelsorger agiere ich mit der Haltung des barmherzigen Samariters: Ich bin für den Menschen da, der Unterstützung braucht – unvoreingenommen und offen.»In etwa jedem vierten Einsatz geht es um Angehörige, die einen Menschen durch Suizid verloren haben. Statistiker reden landesweit von rund 1’000 erfolgreichen und 15’000 versuchten Suiziden jährlich. Zahlen, die sprachlos machen. Rund die Hälfte der gut 300 Einsätze pro Jahr sind durch aussergewöhnliche Todesfälle bedingt. Die restlichen Einsätze betreffen Unfälle, insbesondere Verkehrs- und Arbeitsunfälle.

Wie hoch ist die Akzeptanz, die Ihnen entgegengebracht wird?

In aller Regel sind wir willkommen. Die aufbietenden Einsatzkräfte fragen die Betroffenen ja, ob sie den Beizug einer Fachperson wünschen. Ganz generell wächst die Akzeptanz und mit ihr die Einsatzzahlen. 2014 leisteten wir bei 177 Einsätzen 527 Mannstunden. 2018 leisteten wir bei 338 Einsätzen 953 Stunden und betreuten fast 1’200 Personen. Immer mehr Blaulichtkräfte wissen, dass wir bedeutende Entlastung bieten – und ziehen uns öfter bei.

Selbstverständlich ist das nicht. Die Geschichte der Notfall­seelsorge hierzulande ist 21 Jahre jung.

Richtig. Das erste Care Team in der Schweiz wurde nach dem Absturz der Swissair-Maschine am 2. September 1998 bei Halifax mit 229 Todesopfern eingesetzt. Seither wurden in allen Kantonen Care Teams ins Leben gerufen. Leider sind die Strukturen bisher eher uneinheitlich, nicht zuletzt aufgrund des «Kantönligeistes». Aber ein Streben nach Standardisierung und Vereinheitlichung ist erkennbar.

Was ist diesbezüglich konkret angedacht und welche Vorteile erwachsen daraus?

Im Kanton Zürich beschloss der Regierungsrat im April 2019, dass es künftig eine kantonale Care-Organisation geben soll. NFSZH soll für die Alltagsereignisse verantwortlich bleiben, bei Grossereignissen oder Katastrophen sollen beim Zivilschutz eingeteilt Care-Personen eingesetzt werden. Auch arbeitet der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) im Sinne der Förderung der interkantonalen Zusammenarbeit an einem Konzept, das Nomenklatur, Strukturen und Prozesse vereinheitlichen und als landesweite «Unité de doctrine» zur Bewältigung von Grossereignissen dienen soll. Das Papier wurde am 31. Oktober 2019 im Rahmen der Tagung «Interkantonale Zusammenarbeit von Care Teams» des Nationalen Netzwerks Psychologische Nothilfe (NNPN) intensiv diskutiert.

Ich begrüsse diese Entwicklungen. Es ist wichtig, dass Care Giver und Fachpersonen nach einheitlichen, bewährten und etablierten Richtlinien und Standards ausgebildet werden und handeln. Wir von der NFSZH tun dies, sind seit 2012 von der NNPN zertifiziert und unsere Erfahrungen zeigen, dass das stringente Vorgehen die Effizienz unserer Tätigkeit steigert.

Apropos Vorgehen: Was tun Sie, wenn Sie zum Einsatz gerufen werden? Wie bereiten Sie sich vor?

© Pixabay«Damit Hilfe gelingen kann, benötige ich das Vertrauen der Menschen – und das Zutrauen, dass ich wirklich helfen kann.»«Damit Hilfe gelingen kann, benötige ich das Vertrauen der Menschen – und das Zutrauen, dass ich wirklich helfen kann.»Vorbereiten kann man sich nicht. Ich sage immer: «Erwarte das Unerwartete.» Jeder Einsatz ist anders, folgt individuellen Wegen. Patentrezepte nutzen wenig. Man braucht wirksame Einzelrezepte, aus denen man bedarfsgerecht auswählt. Das bedingt neben viel Erfahrung und fundierter Ausbildung vor allem Offenheit, Flexibilität und die Fähigkeit, aktiv zuhören zu können. Ein Helfersyndrom ist dabei aber kontraproduktiv.

Meine Erfahrung zeigt: Fragen stellen ist eminent. Die richtigen Fragen zur rechten Zeit nötigen das Gegenüber zum Nachdenken, holen es aus der Schockstarre, der Sprach­losigkeit zurück in die «reale» Welt. Fragen zu beantworten, stoppt den Wirbel der im Kreis rasenden Gedanken. Oft beginne ich mit «geschlossenen», also simplen «Ja/Nein-Fragen» und öffne diese dann sukzessive. So initiiere ich ein Gespräch. Ist dieses in Gang, genügt es meist, zuzuhören, zu schweigen, zu ertragen, auszuhalten. So können Lasten über- und weggenommen werden.

Womit werden Sie in solch schwierigen Gesprächen, die Fingerspitzengefühl, Empathie, aber auch Klarheit erfordern, konfrontiert?

Mit Schmerz, Fassungslosigkeit und Verständnislosigkeit, aber auch mit Scham- und Schuldgefühlen. Etwa, wenn jemand glaubt, persönlich versagt zu haben, etwas nicht verhindert oder mit seinem Verhalten gar erst ausgelöst zu haben. Manchmal spüre ich auch Wut oder gar Hass, wie damals, als ein Mitglied einer Rettungsorganisation, die immer wieder zu Suizidfällen am selben Ort aufgeboten wurde, wütend darauf reagierte, dass die Menschen sich «regelmässig genau hier das Leben nehmen». Die Person empfand dies als Respektlosigkeit seiner Einsatzorganisation gegenüber ...

Auffallend ist, dass nicht immer das aktuelle Ereignis der Grund ist, dass Menschen meinen Beistand suchen. Manchmal wird Vergangenes durch das nun Geschehene oder Erlebte getriggert und wieder hervorgeholt. Dann spüre ich: Da existiert etwas Unbewältigtes, das nie aufgearbeitet wurde und nun unvermutet wieder hochkocht.

Das belegt, wie wichtig es ist, dass potenziell traumatisierte Menschen stets sofort Unterstützung und Begleitung erfahren. Wir aktivieren dabei ihre Ressourcen, die ihnen helfen, Extremsituationen auszuhalten und zu verarbeiten. Diese Ressourcen, sowohl persönliche als auch solche aus ihrem sozialen Umfeld, können sie dann aktivieren, wann immer sie eine belastende Situation erfahren. In diesem Sinn ist unsere Arbeit, auch wenn wir nur während der Akutphase für zwei bis vielleicht sechs Stunden zum Einsatz kommen, sehr nachhaltig. Allein deshalb ist es für mich erfreulich, dass der Beizug von Care Teams immer öfter zum Standard wird.

Stellen Sie bei Ihrer Tätigkeit auf gesellschaftlichen Entwicklungen fussende Veränderungen fest?

Ja. Unsere Gesellschaft wird anonymer, die Grösse und Güte des persönlichen Umfelds schrumpfen. Das beobachte ich mit Sorge. Früher wurden Menschen in Extremsituationen viel besser und wirkungsvoller durch ihr familiäres Umfeld und echte Freunde aufgefangen. Heute begegne ich immer öfter Einzelpersonen, die niemand haben, dem sie sich im persönlichen Gespräch anvertrauen und mit dem sie das Erlebte teilen, besprechen, diskutieren können. Systemische Familienprobleme nehmen zu – und damit die Bedeutung und Notwendigkeit unserer Arbeit.

Aber es hat sich auch manches zum Positiven verändert. Einsatzkräfte werden psychologisch geschult, gehen behutsamer vor als früher. Bestatter zeigen Verständnis, sargen ein Opfer nicht mehr einfach ein, sondern geben Angehörigen die Möglichkeit, Abschied zu nehmen. Dennoch ist es natürlich eine sehr belastende Situation, wenn ein Mensch nach einem plötzlichen Ereignis, das ihn in tiefste Verwirrung, Trauer und Schmerz stürzt, mit dem kompletten «Rösslispiel», also Polizei, Sanität, Staatsanwaltschaft oder Bezirksarzt, konfrontiert wird.

Was können Sie tun, wenn Sie merken, dass Überforderung passiert?

Ich kann vermitteln, die Geduld und Zeit einfordern, die es braucht, bis Betroffene überhaupt wieder klar denken und vernünftige Antworten auf allfällige Fragen geben können. Oft genügt es schon, den unmittelbaren Ort des Geschehens vorübergehend zu wechseln, einige Schritte zu gehen, um den nötigen Abstand zu gewinnen.

Sie sind ja Angestellter der Landeskirche. Spielen religiöse Gedanken bei Ihrer Arbeit eine Rolle?

Nur für mich persönlich, nicht aber im Umgang mit jenen, die ich betreue und begleite. Ich komme zuallererst als Mensch zum Einsatz und erst in zweiter Linie, wenn überhaupt, als Pfarrer. Nur wenn ich im Gespräch spüre, dass religiöse Ressourcen vorhanden sind, gehe ich auf diese ein. Dabei spielt die Glaubensrichtung keine Rolle. Ich entzünde mit einer christlichen Familie ebenso selbstverständlich eine Kerze, wie ich mit einer muslimischen Person ein Gebet spreche oder mit Menschen hinduistischen, buddhistischen oder jüdischen Glaubens eine Handlung oder ein Ritual abhalte. Wichtig ist, was für das Gegenüber Bedeutung hat und hilft, das Geschehene zu verarbeiten.

Was ist für Sie persönlich jeweils besonders belastend – und wie schaffen Sie es, mit dem, was Sie erleben und hören, umzugehen?

Besonders schlimm sind Geschehnisse, in die Kinder involviert sind. Bei der Arbeit als Seelsorger für Rettungskräfte erzeugen vor allem Todesfälle oder schwere Verletzungen aufseiten der Einsatzkräfte grosse Belastung. Aber auch damit muss ich umgehen können, damit ich helfen und unterstützen kann.

Gottlob verfüge ich über eine stabile mentale Belastbarkeit und eine «Gedankenschublade», von der ich weiss, dass sie nicht plötzlich aufspringen wird. Ich lasse traurige Gedanken zu, kann diese aber auch ordnen und ablegen. Und es freut mich immer, wenn ich am Einsatzende von der betreuten Person ein Dankeschön höre. Nach einem Einsatztag rede ich mit vertrauten Personen über das Erlebte – und in meiner Freizeit lüfte ich Kopf und Seele mit Lesen und Kochen.

Erinnern Sie sich an einen besonderen Einsatz, den Sie niemals vergessen werden?

Ja. Einmal merkte ich bei der Betreuung einer leitenden Person einer wichtigen Institution, dass das Licht, das sie repräsentierte, zu erlöschen drohte. Wäre das geschehen, wäre der Bestand der gesamten Institution gefährdet gewesen. Mir war klar: Das darf und will ich nicht zulassen. Gott sei Dank gelang es mir, das Erlöschen dieses Lichts zu verhindern. Dafür bin ich sehr dankbar! Aus den mit diesem Einsatz verbundenen Erinnerungen schöpfe ich bis heute Kraft und Energie, um weiterzumachen. Das damals Erlebte und Bewältigte zeigt mir, wie wertvoll, sinnstiftend und unverzichtbar die Arbeit der Notfallseelsorge ist – und immer sein wird.

Logo NFSZHLogo NFSZHDie Notfallseelsorge Kanton Zürich (NFSZH)

Die Notfallseelsorge Kanton Zürich (NFSZH) wird von der katholischen und der reformierten Kirche des Kantons Zürich getragen. Das aktuell 68 Personen starke Care Team wurde am 20. November 2012 vom Nationalen Netzwerk Psychologische Nothilfe (NNPN) als Einsatzorganisation zertifiziert und steht seit unter der operativen Gesamtleitung von Pfarrer Roger Müller. Die NFSZH ist an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden einsatzbereit und deckt mit vier Regionalteams den ganzen Kanton Zürich ab. Die Alarmierung erfolgt über die Einsatzleitzentrale (ELZ) von Schutz & Rettung Zürich (SRZ).

Das Nationale Netzwerk Psychologische Nothilfe (NNPN)

Das Nationale Netzwerk Psychologische Nothilfe (NNPN) ist eine im Auftrag des Beauftragten des Bundesrates für den Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) eingesetzte ständige Fachgruppe für die psychologische Nothilfe. Das NNPN hat verschiedene Fachgremien und koordiniert in Kooperation mit den Kantonen und anderen Organisationen die psychologische Nothilfe für den Bund und die Partner des KSD. Es erlässt Einsatzrichtlinien und Ausbildungsstandards. Per Ende 2018 waren 36 Einsatzorganisationen und 17 Ausbildungsorganisationen, 193 Fachpersonen der Psychologischen Nothilfe sowie 42 Supervisoren NNPN-zertifiziert.

Vom 7. bis 11. Oktober 2019 fanden in Frauenfeld die von der Feuer­­wehr Koordination Schweiz (FKS) organisierten Kurse «Führung Grossereignis» und «Ausbildungskurs für Übungsleiter Gross­-
­­­er­eignis» statt. 115 Angehörige verschiedener Behörden und Organi­sa­tionen für Rettung und Sicherheit (BORS) nahmen daran teil.

© FKSDer Blick aus der Vogelperspektive auf den Aussenbereich des Kurs­geländes zeigt, wie zahlreich die vertretenen Institutionen waren.Der Blick aus der Vogelperspektive auf den Aussenbereich des Kurs­geländes zeigt, wie zahlreich die vertretenen Institutionen waren.Kommt es zu einem Grossereignis, müssen Feuerwehr­leute, Polizisten, Rettungssanitäter, Angehörige von Zivilschutzorganisationen, Armee und zivilen Führungsstäben sowie Fachstellen Seite an Seite arbeiten, denn sie alle sind Partner des Bevölkerungsschutzes. Um die verschiedenen Fachbereiche übergeordnet führen zu können, sind entsprechende Führungsfähigkeiten und vor allem profundes Wissen um die Besonderheiten der Partner essenziell. Dafür braucht es adäquates Training und eine gezielte Ausbildung.

Fokus auf die Kooperation aller Beteiligten

Der von der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) organisierte Fachausbildungskurs «Führung Grossereignis» wurde genau zu diesem Zweck konzipiert, erklärt Kursleiter Toni Käslin, Feuerwehrinspektor der Kantone Ob- und Nidwalden: «Zentrales Ziel des Kurses ist die Förderung der Zusammenarbeit aller im Bevölkerungsschutz kooperierenden Institutionen und Partner im Rahmen realistischer Szenarien. Daher richtet sich der Kurs nicht nur an das höhere Feuerwehrkader, die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes und andere Partner, sondern auch an alle Personen, die im Fall eines Grossereignisses mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem bestimmten Bereich als Führungskraft mit Gesamteinsatzleiter-Funktion zum Einsatz kämen.»

Theorie und Praxis

Die Kursmethodik basiert einerseits auf in der Klasse durchgeführten Arbeiten, andererseits auf im Gelände durchgeführten Szenarien. In beiden Fällen müssen alle Teilnehmenden einen aktiven Beitrag zum Aufbau der Führung bei einem Grossereignis leisten.

Vor der Praxis steht wie immer die Theorie. Im Unterricht werden die verschiedenen Elemente des Führungsrhythmus trainiert: Die Problemerfassung, die Lagebeurteilung, die Entschlussfassung und natürlich die Einsatzplanung bis hin zur konkreten Umsetzung mittels Befehlsgebung sowie die Einsatzsteuerung und -kontrolle. Weitere Übungsinhalte sind die Absprache für eine Unterstützung der Armee, die Schadenplatzorganisation mit den sechs Absprachepunkten, das Ausarbeiten von Konzepten, welche der Gesamteinsatzleitung als Entscheidungshilfe dienen, und die Medienarbeit. Kurz: Thema ist die Arbeit innerhalb der Einsatzführung bei Grossereignissen in ihrer gesamten Komplexität.

Die Partner besser kennenlernen

Damit die Zusammenarbeit aller Fachbereiche trainiert  werden kann, sind in jeder Klasse Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Sanität und Zivilschutz oder anderen Organisationen vertreten. Sie alle werden im Rahmen von Referaten über die Aufgaben, die Struktur und die Organisation der Partner, mit denen sie Krisensituationen bewältigen müssen, aufgeklärt. Zudem ist der bilaterale Austausch unter den Teilnehmenden essenzieller Bestandteil der Kurse.

Führungstätigkeit praktisch üben

© Byline: FKSDie Führung bei Grossereignissen bedingt eine enge Kooperation unterschiedlichster Blaulicht­organisationen und ziviler Kräfte. Genau das wurde bei den FKS-Kursen gelernt und praktisch geübt.Die Führung bei Grossereignissen bedingt eine enge Kooperation unterschiedlichster Blaulicht­organisationen und ziviler Kräfte. Genau das wurde bei den FKS-Kursen gelernt und praktisch geübt.Das in den ersten beiden Tagen erworbene oder aufgefrischte Wissen wurde an den darauffolgenden Tagen bei Praxisübungen in der Stadt Frauenfeld und der Umgebung trainiert. In verschiedenen Übungen konnten die Teilnehmenden die Aufgaben der gemeinsamen Führung und der Stabsarbeit konkret anwenden.

Das Szenario «MURGO» beinhaltete einen Unfall, in den ein Betonmischer und ein Tanklastwagen involviert waren. Der Unfall hatte nicht nur Verletzte zur Folge, sondern auch ein sich ausbreitendes Feuer sowie Verschmutzungen durch aus dem Tanklastwagen auslaufenden Treibstoff. «CITTA VECCHIA» simulierte einen Brand in einem Altstadtgebäude, der sich rasend schnell auf verschiedene umliegende Gebäude ausbreitete. «FERROVIA» simulierte die Kollision eines Personenzugs mit einem Güterzug im Bahnhof – inklusive Feuer in einem mit verschiedenen Chemikalien, darunter Ammoniak, beladenen Zisternenwagen. Und bei «VENTO» wurde ein Unwetterszenario mit besonders vielen Verletzten trainiert: Plötzliche heftige Winde brachten die Hauptbühne und eine Videowand am Open Air Frauenfeld zum Einsturz, wobei zahlreiche Personen von Trümmern verletzt oder unter diesen begraben wurden. Zudem verursachte das Unwetter zahlreiche Brände im Bereich des Campingplatzes sowie des Parkplatzes, durch welche die Einsatzkräfte zusätzlich gefordert wurden.

Separater Kurs für «Übungsleiter für Grossereignisse»

Feuerwehr-Instruktoren, welche die Instruktoren-Ausbildungen «Einsatzführung» und «Führung Grossereignis» erfolgreich abgeschlossen haben, können ihre Fachkenntnisse komplettieren, indem sie am FKS-Fachausbildungskurs für Übungsleiter von Übungen des Kursstabs und an Übungen für das Kursstab-Kader für die Führung von Gross­ereignissen teilnehmen.

Dies war das Ziel des zweiten Kurses, der in Frauenfeld parallel zum Kurs «Führung Grossereignis» durchgeführt wurde. Diese Ausbildung ermöglichte es den sieben Teilnehmenden, die diversen Komponenten einer auf die Handhabung eines Grossereignisses ausgerichteten Übung zu verstehen, Szenarien moderner Übungen zu interpretieren, anzupassen und anzuwenden. Zudem lernten sie, Übungen für die Schulung der Stabsarbeit sowie die Gesamteinsatzleitung bei einem Grossereignisse zu erarbeiten und umzusetzen und im Abschluss an die Übung die richtigen Lehren zu ziehen.

In diesem Zusammenhang entwickelten die Teilnehmenden die komplette Übung «OSPEDIALE», welche am Freitag durch die deutschsprachigen Klassen des Ausbildungskurses «Führung Grossereignis» durchgespielt wurde.

Von den involvierten Partnern profitieren

Beide Kurse in Frauenfeld profitierten von der Unterstützung durch Fachberater von Polizei, Rettungsdiensten und Zivilschutz, welche während der gesamten Woche zusätzliches Wissen aus ihren jeweiligen Spezialgebieten einbrachten. Sie beteiligten sich zudem gemeinsam mit den Kursteilnehmenden an der Entwicklung und Präsentation von für ihre jeweilige Ausrichtung spezifischen Konzepten.

Am letzten Kurstag konnten die Teilnehmenden mit 17 von diversen Feuerwehr- und Kantonspolizeikorps zur Verfügung gestellten Einsatzleitfahrzeugen sowie einem mobilen Führungsstandort der Schweizer Armee arbeiten. Ergänzend erhielten sie durch die eigens dafür aufgestellte Sanitätshilfsstelle (SanHist) des Sicherheitsverbundes Region Wil einen Überblick über die Einsatzmittel der Sanität.

IT-Forensiker fahnden nach digitalen Spuren auf IT-Geräten, in der Cloud und im Inter- sowie im Darknet. Mit digitalen Beweisen überführen sie Täter, die in der virtuellen oder realen Welt Straftaten begangen haben. Bei der Luzerner Polizei bilden sie ein sechsköpfiges Team. Dieses gewährte uns exklusive Einblicke.

© Jörg RothweilerDie Mitarbeitende der Abteilung IT-Forensik der Luzerner Polizei verbindet einen zu durchsuchenden PC via «Write Blocker» mit dem Laborcomputer.Die Mitarbeitende der Abteilung IT-Forensik der Luzerner Polizei verbindet einen zu durchsuchenden PC via «Write Blocker» mit dem Laborcomputer.Mehr als 56΄000 Bilder lagern auf dem Smartphone, das ein Mitarbeiter des Teams für IT-Forensik der Luzerner Polizei gerade auswertet. «Das ist noch gar nichts», erklärt Fachbereichsleiter Daniel Sémon. «Bei Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kinderpornografie sind Bildmengen im Millionenbereich, die gesichert und durchforstet werden müssen, keine Seltenheit.»

Wo wir bereits beim ersten Problem wären: der schieren Datenmenge, welche insbesondere im Bereich der Mobilgeräte-Forensik steigt und steigt. Bot das iPhone 8 anno 2017 noch 128 GB Speicherkapazität, waren es beim Samsung Note 9 (2018) bis zu 512 GB und das Samsung Galaxy S10+ knackt gar die Marke von 1 TB Nutzerspeicher.

Immer mehr Daten provozieren steigende Kosten

Dieses Wettrüsten schafft Probleme. Die IT-Forensiker benötigen immer mehr Speicherkapazität, um sichergestellte Daten zu lagern, und immer mehr Zeit für deren Sichtung. Zwar nutzen sie dazu technologische Hilfsmittel, dennoch werden zunehmend personelle Ressourcen gebunden und Ermittlungen dauern länger. Das kann kritisch sein, etwa, wenn Beweise ausgelesen werden müssen, die einen Antrag auf Haftverlängerung oder gar Untersuchungshaft begründen sollen.

Andererseits bringen steigende Speicherkapazitäten und die Bequemlichkeit der Nutzer auch Vorteile. «Kaum jemand löscht noch Daten vom Smartphone. Vor allem bei jungen Menschen erzählt dieses das gesamte Leben – und liefert entsprechend oft verwertbare Spuren und Beweise», berichtet die einzige IT-Forensikerin in Daniel Sémons Team. Diese entschied sich nach ihrer Informatikausbildung für eine Laufbahn bei der Polizei. Nach der Grundausbildung eignete sie sich im regulären Dienst die für IT-Forensiker unabdingbaren Kenntnisse bezüglich Fahndung, Ermittlung und Rechtsprechung an und stiess dann zur IT-Forensik. Nachdem sie erste Erfahrungen gesammelt hatte, absolvierte sie berufsbegleitend ein Fernstudium für IT-Forensik und Cyber Investigation in Dublin.

Ein spannender, aber auch belastender Job

© Jörg RothweilerDieses Mobilgerät wurde von der verdächtigten Person weggeworfen, wobei das Display zu Bruch ging. Dieses wird nun ausgetauscht, damit das Gerät wieder bedient und analysiert werden kann.Dieses Mobilgerät wurde von der verdächtigten Person weggeworfen, wobei das Display zu Bruch ging. Dieses wird nun ausgetauscht, damit das Gerät wieder bedient und analysiert werden kann.«Der Job ist spannend und vielfältig, weil kein Fall dem anderen gleicht», sagt sie. Zudem finde sich immer etwas Verwertbares. Der vom französischen Arzt Edmund Locard schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts formulierte Satz «Jeder und alles am Tatort nimmt etwas mit und lässt etwas zurück» gilt eben auch in der digitalen Welt.

Allerdings weiss die IT-Forensikerin auch um die hohe Belastung ihres Jobs. «Wir sehen immer nur das Negative, Böse und Schlechte. Das kann auch an Grenzen führen.» Sie selbst erreichte diese, nachdem sie während Monaten intensiv mit (Kinder-), Pornografie befasst war. «Irgendwann wollte und konnte ich das alles nicht mehr sehen», erinnert sie sich. Statt davonzulaufen, suchte sie die Veränderung innerhalb des Teams. Seither betreut sie vermehrt Drogen- und Vermögensdelikte, wertet Computer statt Mobilgeräte aus. «Hier sind die Datenvolumina zwar noch grösser und wir kämpfen öfter mit stark verschlüsselten Geräten. Doch der Zeitdruck ist kleiner und ich habe es eher mit Texten als Bildern zu tun.»

Akribie und Hartnäckigkeit zahlen sich aus

Ihr Team und auch der Leiter KK I sind froh, dass sie geblieben ist. «Unsere Kollegin ist nicht nur sehr versiert im Umgang mit Geräten und Tools, sondern hat auch ein phänomenales Gedächtnis und den für Fahndungserfolge so wichtigen Riecher», lobt ein Kollege – und erzählt drei Beispiele. «Einmal stach ihr bei der Auswertung von Telefonverbindungen eine Nummer ins Auge, die sie schon einmal gesehen hatte. Innert Kürze eruierte sie, wo das war – und konnte nachweisen, dass ein bereits aktenkundiger Straftäter auch im aktuellen Fall involviert war. Ein anderes Mal fand sie auf dem Gerät einer wegen Drogendelikten verhafteten Person Fotos, welche diese bei Sprayereien zeigten. Anhand gewisser Bildinhalte konnte sie den Ort eruieren, dank der Metadaten die genaue Tatzeit. Ein Abgleich mit vorliegenden Anzeigen gegen unbekannt ergab einen Treffer. So wurde die Person nicht nur punkto Drogendelikten, sondern auch betreffend Sachbeschädigungen überführt und dann auch verurteilt. Und in einem dritten Fall konnte sie sehr schnell nachweisen, dass ein von seiner eigenen Firma beschuldigter Mann definitiv unschuldig war.»

Nicht immer gelingen Nachweise so schnell und effizient. «Kürzlich fand eine Verhandlung statt, für die ich Beweise sicherte – was rund zweieinhalb Jahre dauerte, weil ein grosses Social-Media-Unternehmen involviert war. Es war mühsam, komplex und langwierig, via internationalen Rechtsweg an die belastenden Daten zu gelangen. Aber letztlich hat es sich gelohnt», berichtet ein anderer Mitarbeiter von Sémons Team – und freut sich über den Erfolg.

Wenn Fitnesstracker auch Beweise sammeln

© Jörg RothweilerIn einem gesicherten Raum lagern zahlreiche Geräte, deren Daten die IT-Forensiker noch auslesen und durchforsten müssen.In einem gesicherten Raum lagern zahlreiche Geräte, deren Daten die IT-Forensiker noch auslesen und durchforsten müssen.Neben Mobilgeräten, Laptops und Computern können auch IoT-Geräte wie Fitnessarmbänder oder Smart Watches Täter entlarven, erklärt ein weiteres Mitglied von Daniel Sémons Team: «Einmal konnten wir einen Einbruch aufklären, weil das Fitnessarmband der verdächtigen Person just zum Zeitpunkt, als der Einbrecher laut Zeugenaussagen davon­rannte, eine kurze, intensive Laufaktivität aufgezeichnet hatte. Diese fiel auf, weil das Gerät sonst immer nur normales Gehen detektierte. Die Auswertung der GPS-Daten des Smartphones und die Videoaufnahmen einer ÖV-Kamera ergaben zudem, dass die Person in unmittelbarer Nähe des Tatorts war. Damit war der Fall gelöst.»

Vorsicht und modernste Technik sind die Basis des Erfolgs

Für Erfolge wie diese müssen IT-Forensiker sehr exakt arbeiten. Bereits beim Sicher­stellen von Geräten drohen Datenverluste. «Beschlagnahmte Mobilgeräte müssen sofort gegen mögliche Internet-Verbindungen und damit eine Datenlöschung per Fernbefehl geblockt werden. Früher nutzten wir Faraday-Bags, heute gibt’s gottlob den Flug­modus», erklärt ein Mitarbeiter.

Die Dame im Team indes fügt an: «USB-Sticks dürfen nie einfach mit dem Computer verbunden werden. Sie könnten Schadsoftware enthalten.» Nicht zuletzt deshalb sind die Laborcomputer der IT-Forensiker physisch vom Netzwerk der Luzerner Polizei isoliert und auch nicht mit dem Internet verbunden.

Spezialtools und das ständige Wettrennen um Angriff und Verteidigung

Alle beschlagnahmten IT-Geräte werden typ- und hersteller-­spezifisch mit spezieller Hard- und Software ausgelesen, wozu die Luzerner Polizei unterschiedliche Tools diverser internationaler Hersteller nutzt. Welche das sind? Das verrät Daniel Sémon verständlicherweise nicht.

Kein Geheimnis indes ist, dass immer bessere Ver­schlüs­se­lungs­techniken sowie die zunehmende Verbreitung biometrischer Zugangssperren die Arbeit der IT-Forensik erschweren. «Diese drei Rechner liegen seit zwei Jahren hier, weil der beschuldigten Person die Zugangscodes ‹leider entfallen› sind. Wir haben versucht, die Verschlüsselung zu knacken – und dabei die Kühlung eines Hochleistungsrechners zerstört. Bisher leider ohne Erfolg», erklärt die Kollegin.

Das allerdings ist ein Einzelfall. Prinzipiell kann, die richtigen Ressourcen vorausgesetzt, jedes Gerät ausgelesen werden. Notfalls wird es dazu zerlegt, etwa, um die Speichermedien auszubauen (sog. Chip-off). Manchmal kommen auch Verfahren wie JTAG (Joint Test Action Group) oder ISP (In-System Programming) zum Einsatz. Und wenn ein Smartphone nicht mehr bedient werden kann, weil der Besitzer bewusst den Touchscreen zerstört hat, bauen die IT-Forensiker kurzerhand ein neues Display ein.

Neue Technologien erfordern neue Methoden

Ebenfalls spezifische Mittel und Methoden werden genutzt, um Daten von in Fahrzeugen eingebauten Systemen (Navigation, Telematik, Infotainment, Fahrzeugassistenz-, Sensorik- oder Steuerungssysteme) sowie von Konten auf Social-Plattformen auszulesen. Denn auch hier finden die IT-Forensiker häufig wertvolle Beweise, nicht zuletzt bezüglich potenzieller Mittäter, Mitwisser oder Auftraggeber.

Insbesondere im Drogenmilieu spielen Chatverläufe eine grosse Rolle. «Bei Straftaten im Bereich der Kinderporno­grafie sind Bilder und Videos wichtig, bei Drogen- und Vermögensdelikten hingegen sind es die Nachrichten auf den zahlreichen verwendeten Mobilgeräten», erläutert Sémon. «Die Schwierigkeit bei deren Durchforstung besteht darin, dass selten Klartext geschrieben wird, sondern Codewörter benutzt werden. Diese herauszufinden, ist essenziell für den Ermittlungserfolg.»

Auch am digitalen Tatort gilt: Nichts berühren oder verändern!

Ebenso wichtig ist, dass alle Arbeitsschritte korrekt ausgeführt und dokumentiert werden. «Allein das Ein- oder Ausschalten eines Geräts, das Entfernen eines Datenträgers oder eine Eingabe über die Tastatur kann Spuren kontaminieren und Beweise vernichten. Das ist fatal, denn neben der vollumfänglichen Datensicherung ist oft auch eine lücken­lose Rekonstruktion der Abläufe in IT-Geräten für die schlüssige und gerichtsverwertbare Beweissicherung unab­dingbar», erläutert einer der Luzerner Spezialisten.

Er weiss: Jeder kleinste Ermittlungs- oder Verfahrensfehler wird von der «Gegenseite» gnadenlos ausgenutzt. «Häufig stehen vor Gericht nicht mehr die Delikte, sondern mögliche Fehler bei Beweissicherung im Vordergrund», kritisiert ­Daniel Sémon.

Daher achten die Luzerner IT-Profis stets auf eine lupen­reine Beweismittelkette (Chain of Custody). Diese beginnt damit, dass beim Erstellen der forensischen Kopie jedes Datenträgers (es wird nie auf den Originaldaten gearbeitet) ein «Write Blocker» eingesetzt wird, der nur das Lesen, nicht aber das Schreiben von Daten erlaubt. Zudem (neben vielen anderen Massnahmen) wird ein Hashwert erstellt – sowohl vom Original als auch von der Kopie –, um lückenlos nachweisen zu können, dass der Datenträger zu keinem Zeitpunkt verändert werden konnte. Erst die so abgesicherte forensische Version wird dann ausgewertet, wobei mittels spezieller Tools (sog. File Carving) unter gewissen Umständen auch gelöschte Dateien wiederhergestellt und geborgen werden können. «Oft genug sind es genau diese vom Täter vermeintlich vernichteten Daten, die ihn letztlich der Tat überführen», wissen die IT-Forensiker.

Ausbildungsmöglichkeiten für IT-Forensiker

Lange Zeit konnte man das Fach «Digitale Forensik» nur in Norwegen, Irland und Süddeutschland studieren. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, etwa eine Auto­stunde nördlich von Konstanz gelegen, bietet seit 2011 den berufsbegleitenden Master-Studiengang «Digitale Forensik» an. Unter den Studierenden fanden sich so regelmässig auch Schweizer, die bei unterschiedlichen Strafverfolgungsbehörden arbeiten, dass die Dozierenden gar auf die Besonderheiten des Schweizer Rechts eingingen.

Mittlerweile können an der IT-Forensik Interessierte auch in der Schweiz studieren. Die Hochschule Luzern bietet den CAS-Lehrgang «Cyber Investigation and Digital Forensics» an, die Berner Fachhochschule den CAS-Kurs «Digital Forensics & Cyber Investigation Fundamentals» sowie – ab April 2020 – neu auch den MAS-Studiengang «Digital Forensics & Cyber Investigation»

Mehr Infos finden Interessierte auf: www.hs-albsig.de, www.hslu.ch und www.bfh.ch

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