Die Lehmar AG ist behördlichen und militärischen Nutzern im In- und Ausland bestens bekannt: als ein mit allen Wassern gewaschener Anbieter für Mehrzweck- und Spezialboote.

© Lehmar

1990 schlug Marcel Lehmann, Sohn von Hans Rudolf Lehmann, der 1955 die Bootswerft H. Lehmann gegründet hatte, ein bis heute sehr erfolgreiches Kapitel in der Geschichte des Schweizer Bootsbaus auf. Er erwarb damals von seinem Vater zum Selbstkostenpreis die 1988 eingeführte Produktlinie «Patrol Boote» und gründete die Lehmar AG, um Mehrzweck- und Spezialboote für behördliche und militärische Nutzer sowie Rettungs- und Sicherheitskräfte zu entwickeln und zu bauen.

Seit 1990 im Blaulichtsegment aktiv

Kurz nach der Firmengründung erhielt Lehmar ein Patent auf hydrodynamische Rumpf- und Bugklappen für Einsatzschiffe und brachte mit dem für die Berufsfeuerwehr Trier entwickelten Abrollpalettensystem eine bis heute weltweit geschätzte Technik auf den Markt, die es erlaubt, selbst tonnenschwere Schiffe innert weniger Minuten sicher wassern zu können. Bereits 1994 wurde Lehmar zum internationalen Anbieter und lieferte ein Boot mit Bugklappe und Spezial-T-Top an das thailändische Hafendepartement. In der Folge entwickelte und baute die Werft zahlreiche Boote für Polizeien, Feuerwehren und Seerettungsdienste im In- und Ausland. Immer wieder waren sehr spezielle Aufträge darunter, etwa anno 1999 der Bau eines mit Bugklappe ausgerüsteten Tenders für die rund 108 Meter lange private Gigajacht «Le Grand Bleu». Der exklusive Landingcraft Semicatamaran lieferte Lehmar entscheidende Ideen für die bis heute erfolgreiche «Swiss Cat»-Serie.

Systemlieferant der Schweizer Armee

Fast zur selben Zeit bewies Marcel Lehmann einen guten Riecher für zukunftsträchtige Geschäfte: Er kaufte der RUAG die Konstruktionspläne für die berühmten Übersetzboote der Schweizer Armee ab – und ist seither der einzige Anbieter, der diese Boote bauen darf. Ein cleverer Schachzug, wie sich heute zeigt. 2017 gab die Schweizer Armee bei der Lehmar AG den Bau eines Prototyps respektive einer Nullserie in Auftrag. Ende 2018, nach intensiven Tests und Evaluationen, erhielt die Aarewerft den Zuschlag. Sie wird als Systemlieferant 50 Übersetzboote «Lehmar 900/ÜBO» bauen. Die ersten davon werden noch im Mai 2019 an die Armee geliefert.

Spezialboote für die Kampfmittelbeseitigung

Doch nicht nur die Schweizer Armee vertraut auf Boote aus Solothurn. 2001 erwarb die österreichische Armee das erste Lehmar-Entminungsboot und die Oberzolldirektion Bern bestellte nahezu gleichzeitig ein explosionsgeschütztes Spezialboot für die Zollstelle Basel. 2003 baute Lehmar ein weiteres explosionsgeschütztes Mehrzweckboot für die Schifffahrtspolizei Basel, 2017 folgte ein weiteres Spezialboot vom Typ «Swiss Cat 700/HD», ausgerüstet mit Bugklappe und Spezialseilwinde sowie Aluauffahrtrampe für die Kampfmittelbeseitigungskräfte von Niedersachsen. Es wird seither zur Bergung von Bomben und anderen Kampfmitteln aus der Nordsee genutzt.

© LehmarSwiss CatSwiss CatSchwarze Schönheit mit 900 PS

Jüngstes Kind der «Swiss Cat»-Familie ist das Ende Fe­bruar auf der Swiss Nautic 2019 vorgestellte «Swiss Cat 31/HD T-Top». Der 9,5 Meter lange und 2,55 Meter breite Se­mi­katamaran ist laut Marcel Lehmann «das Mehrzweck-Rettungsboot für die Zukunft». Es liegt stabil im Wasser, ist wendig, vielseitig wandel- und einsetzbar und dank drei Aussenbordmotoren mit gesamthaft 900 PS auch pfeilschnell.

Aktuell tüftelt Marcel Lehmann bereits am nächsten Projekt: einem Elektroantrieb für Boote dieses Typs. Damit Retter in absehbarer Zukunft nicht nur schnell und sicher, sondern auch besonders leise und umweltfreundlich übers Wasser gleiten können.

 

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