Ende 2018 haben die EU-Botschafter einen Rechtsakt zur Cybersicherheit gebilligt. Dieser sieht vor, eine ständige EU-Agentur für Cybersicherheit zu schaffen und eine EU-weite Zertifizierung für Cybersecurity zu lancieren.

Quelle: Informationsblatt der EU zur Cybersicherheit 2017Die von der EU für das Jahr 2017 erhobenen Statistiken zur Häufigkeit und den Auswirkungen von Cybercrime haben Brüssel aufgeschreckt. Laut Erhebungen hat sich die Zahl der Ransomware-Angriffe zwischen 2015 und 2017 verdreifacht. Allein 2016 wurden rund 4000 Attacken gemeldet – pro Tag! 2017 waren 80 % der europäischen Unternehmen von mindestens einem Cybersecurity-Vorfall betroffen, darunter zahlreiche Institutionen der öffentlichen Sicherheit wie Spitäler oder Dienstleister des Gesundheits- und Rettungswesens.

Zudem offenbart die Erhebung: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Cyberkriminalität haben sich seit 2013 verfünffacht, bis 2019 sei mit einer weiteren Vervierfachung zu rechnen, warnen die Autoren. In Zahlen bedeutet dies: Laut EU-Schätzungen belasten Cyberangriffe die Weltwirtschaft jährlich mit rund 400 Mrd. Euro und ein einziger gross angelegter Cyberangriff à la «WannaCry», bei dem 2017 an nur einem Tag rund 230'000 IT-Systeme in mehr als 150 Ländern attackiert wurden, könnte einen Schaden von 100 Mrd. Euro verursachen. Amerikanische Forscher gehen gar noch weiter: Sie rechnen mit jährlichen Schäden von bis zu 600 Milliarden Dollar – rund das Dreifache dessen, was Naturkatastrophen in den letzten zehn Jahren anrichteten. Von den möglichen grenzüberschreitenden (politischen) Auswirkungen, etwa dem Vertrauensverlust der Menschen in Online-Zahlungssysteme, öffentliche Verkehrsnetze oder IKT-Netze, ganz zu schweigen.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Erkenntnis, dass zwar 87 % der Europäer Cyberkriminalität als eine bedeutende Herausforderung für die innere Sicherheit der EU erachten, aber 69 % der Unternehmen zugeben, sie hätten «kein oder nur rudimentäres Wissen bezüglich der persönlichen Cybersecurity-Risiken», forderte der Europäische Rat am 18. Oktober 2018 verstärkte Massnahmen für solide Cybersicherheit in der EU.

Am 19. Dezember 2018 billigten die EU-Botschafter den zugehörigen Rechtsakt. Dieser sieht vor, die EU-Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) mit Sitz in Griechenland zu einer «ständigen EU-Agentur für Cybersicherheit» auszubauen. Zudem soll ein (freiwilliges) EU-weites Zertifizierungssystem für Cybersicherheit eingeführt werden – für alle mit dem Internet verbundenen Geräte, also auch für die wachsende Flut von IoT-Geräten.

Europäer hoffen auf Digitalisierung, fürchten aber deren Risiken

Laut einem Informationsblatt der EU zur Cybersicherheit 2017 stehen zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Europäer der Digitalisierung positiv gegenüber. Sie erhoffen sich, dass ein Mehr an Digitalisierung Verbesserungen für die Wirtschaft, die Gesellschaft und die individuelle Lebensqualität bringen wird. Noch mehr Menschen, nämlich 86 %, befürchten aber auch, dass das Risiko, selbst Opfer digitaler Kriminalität oder einer Cyberattacke zu werden, weiter steigen wird. Weniger als jeder Zweite fühlt sich bezüglich der entsprechenden Risiken gut informiert. 51 % geben an, gar nicht oder nur ungenügend über Cybergefahren informiert zu sein.

 

Seit 1970 sitzen Millionen Krimifans am Sonntagabend vor dem Fernseher und glotzen den «Tatort». Am 19. August 2019 flimmerte die 1’100. Folge über den Bild­schirm. Wir ermittelten einige erstaunliche Fakten. Erfunden wurde der «Tatort» von Gunther Witte als ARD-Konkurrenzprodukt zum ZDF-Krimi «Der Kommissar». Die erste Folge vom 29. November 1970 hiess gleich wie die 1’000. «Taxi nach Leipzig»....
Folgende Geschehnisse, bei denen Schweizer Care Teams zum Einsatz kamen, erlangten national wie international grosse Aufmerksamkeit: 2. September 1998 Absturz einer Maschine der Swissair vor Halifax (229 Tote) 11. Januar 1999 Ein Vater erschiesst in St. Gallen den Lehrer seiner Tochter 27. Juli 1999 Canyoning-Unglück im Saxetbach (21 Tote) 10. Januar 2000 Absturz einer Saab 340 der Crossair nahe...
Seit zehn Jahren baut Crosscall in Aix-en-Provence «ruggedized» Handys und Smartphones. Wir haben das für Einsatzkräfte interessante Topmodell Trekker-X4 mit Dash- und Bodycam-Funktionalität ausprobiert. Das nach Mil-Std 810 G und IP68 zertifizierte Crosscall Trekker-X4 hält was aus: Wir schleiften sein Display am Zürichseeufer über den Sand, setzten das Gerät in knietiefem Wasser der Dünung...
Vom 7. bis 11. Oktober 2019 fanden in Frauenfeld die von der Feuer­­wehr Koordination Schweiz (FKS) organisierten Kurse «Führung Grossereignis» und «Ausbildungskurs für Übungsleiter Gross­- ­­­er­eignis» statt. 115 Angehörige verschiedener Behörden und Organi­sa­tionen für Rettung und Sicherheit (BORS) nahmen daran teil. Kommt es zu einem Grossereignis, müssen Feuerwehr­leute, Polizisten,...
Pfarrer Roger Müller betreut Menschen, die Belastendes erlebten, Schlimmes mitansehen mussten oder selbst Leid verursachten. Zudem betreut er jene, die in solchen Fällen jeweils zu Hilfe eilen. Ein Gespräch über die unzähligen Facetten von Leid, Trauer, Hass und Wut sowie Liebe, Vergebung, innere Stärke und Hoffnung. Wenn Gottes schützende Hand weicht, das Schicksal erbarmungslos zuschlägt, die...
IT-Forensiker fahnden nach digitalen Spuren auf IT-Geräten, in der Cloud und im Inter- sowie im Darknet. Mit digitalen Beweisen überführen sie Täter, die in der virtuellen oder realen Welt Straftaten begangen haben. Bei der Luzerner Polizei bilden sie ein sechsköpfiges Team. Dieses gewährte uns exklusive Einblicke. Mehr als 56΄000 Bilder lagern auf dem Smartphone, das ein Mitarbeiter des Teams...
Paul Tedde, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung, betreibt mit den drei Geschwistern Guggenbichler in Pratteln die CSC Desinfektion und Tatortreinigung GmbH. Wir haben ihn gefragt, was einen guten Tatortreiniger auszeichnet, wo die Risiken und Herausforderungen liegen und wie sich Blaulichtkräfte an Tatorten vor unsichtbaren Gefahren schützen können. Herr Tedde, was zeichnet einen guten...
Suizide, Arbeitsunfälle, Gewaltverbrechen, Leichen­fund­orte und Messiewohnungen: Tatort­reiniger putzen, wo es anderen den Magen umdreht. Effizient und nach klaren Regeln. Wir haben sie einen Tag lang begleitet. Frühmorgens läutet das Smartphone. «In einer Stunde. Die Adresse schicke ich dir per SMS», sagt Paul Tedde, Prokurist und Projektleiter der CSC Desinfektion und Tatortreinigung GmbH aus...
Die eigenen Grenzen ausgelotet – und viele andere Grenzen überwunden Seit 2003 kommen beim jährlichen «Kristallschiessen» fast 120 Angehörige von Polizeien, Grenzwachtkorps, privaten Sicherheitsdiensten und dem Militär aus vier Nationen zusammen. Sie loten die Grenzen der persönlichen Schiessfertigkeit aus – und pflegen den Austausch und die Kameradschaft über Korps-, Institutions-, Kantons- und...
Diese Webseite nutzt Cookies & Analytics. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu.