sirmed logo rgb desirmed logo rgb de

Zum Jahresstart 2019 hat die Rega 50 Prozent der Anteile am Schweizer Institut für Rettungsmedizin SIRMED, einer Tochtergesellschaft der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, übernommen.

© Sirmed

Durch die gleich beteiligte Kooperation der beiden grössten Gönnerorganisationen der Schweiz sollen im Bereich der Aus-, Fort- und Weiter­bildung in der Notfall- und Rettungsmedizin Synergien genutzt und neue Angebote aufgebaut werden. Der Kernauftrag von SIRMED, mit Bildungsangeboten die Notfallversorgung im Land kontinuierlich zu verbessern, bleibt ebenso unverändert wie der Hauptsitz auf dem Campus Nottwil. Auch wird Helge Regener SIRMED-Geschäftsführer bleiben.

SIRMED nahm seinen Betrieb 2002 mit vier Mitarbeitern auf. Von der ursprünglichen Idee eines Instituts, das Retter optimal auf die Unfallbergung von Rückenverletzten vorbereiten soll, entwickelte sich SIRMED, das seit 2008 auch als höhere Fachschule anerkannt ist, zu einem führenden Zentrum für Ausbildungen im Bereich der Notfall- und Rettungsmedizin.
Neben Kursangeboten für Profis aus dem Bereich der Rettungs- und Notfallmedizin, zum Beispiel angehende diplomierte Rettungssanitäter HF oder Transportsanitäter mit eidgenössischem Fachausweis, erteilt SIRMED auch praxisnahe Erste-Hilfe-Ausbildungen für Personen ohne medizinische Kenntnisse – in allen vier Landessprachen.

2018 nutzten rund 10'000 Personen die Bildungsangebote des Instituts, welches aktuell 23 Festangestellte und rund 230 Personen im Stundenlohn beschäftigt und im September 2018 einen Neubau mit zwei topmodernen Simulationsräumen auf dem Campus Nottwil eröffnete.

Zwei Simulationsräume für modernste Ausbildung

© SirmedDie Simulationsräume des SimCenter können variabel als Operationssaal, Intensivstation oder Schockraum eingerichtet werden. Spitäler können die Infrastruktur für Simulationstrainings für das eigene Personal mieten oder entsprechende Kurse bei SIRMED buchen. Zudem werden die Räumlichkeiten für die Ausbildung von Rettungskräften genutzt, wozu überdies das 1:1-Modell eines Rettungshelikopters und ein Ambulanzfahrzeug zur Verfügung stehen.

Im Bestreben, nicht nur medizinische Fertigkeiten, sondern auch die zur Bewältigung von Krisensituationen wichtigen Faktoren Koordination, Kommunikation und Kooperation im Team realitätsnah üben und die gesamte Rettungskette durchspielen zu können, beginnen viele Übungen im Freien, etwa auf der Sportanlage, in der Tiefgarage oder im Wald und ziehen sich durch bis in den Schockraum respektive den Operationssaal.

Für die Übungen stehen hochmoderne Simulationspuppen zur Verfügung. Diese können schwitzen, atmen, bluten und sprechen, verfügen sogar über lichtempfindliche Pupillen. Während der Übung kann ein hinter einer Spiegelscheibe «versteckter» Übungsleiter die Szenarien im Übungsraum beeinflussen – und die Puppen fernsteuern. So kann er bei diesen beispielsweise eine allergische Reaktion oder Symp­tome eines Herzinfarkts auslösen. Die Fachkräfte müssen dann umgehend reagieren, die korrekte Diagnose stellen und entsprechend handeln. Mehr Praxisnähe in der Ausbildung wird derzeit landesweit nirgends geboten.

 

Der Waffenplatz in Thun ist wichtig für das Schweizer Militär. Er ist aber auch ein bedeutsames Naturschutzgebiet, die «grüne Lunge» der Stadt Thun und Ort zahlreicher Grossanlässe. Zudem bietet er Geschichte zum Anfassen. Der Waffenplatz als Naturpark Seit 15 Jahren (2004) ist der Waffenplatz Thun ein zertifi­zierter Naturpark. Zwar hinterlässt der Ausbildungs- und Übungsbetrieb unvermeidbare...
Das Mechanisierte Ausbildungszentrum (MAZ) in Thun ist Teil des Kommandos Waffenplatz Thun und eines der europaweit modernsten militärischen Ausbildungszentren. Ein Überblick. Das Mechanisierte Ausbildungs­zen­trum (MAZ) in Thun gehört zu den europa­weit modernsten Zentren für simulationsgestützte militärische Ausbildung. Es vereint alle für die umfassende Ausbildung von Truppen und Stäben...
1500 PS stark, gut 56 Tonnen schwer, 3,74 Meter breit und mit vorwärtsgerichteter Kanone fast 10 Meter lang. Der Panzer 87 Leopard WE ist ein Gigant. Doch wie reagiert das Monster auf ungeübte Dompteure? Gibt es sich handzahm oder zeigt es seine Krallen? Ein Selbstversuch. «Könnte ein Laie einen Panzer entführen?» Diese Frage stellte ich Stabsadjutant Markus Werren, Chef Fahrausbildung FASPA Leo...
Früher war man im Krisenfall auf sich allein gestellt. Heute gibt es Hilfe – zivil, im Beruf, im Militär sowie im Dienst der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit (BORS). Wie wichtig dies ist, zeigte sich bei der 5. Internationalen Fachtagung Psychosoziale Notfallversorgung in Sursee. Im Mittelpunkt: Der Vierfachmord von Rupperswil. Georg Metger verlor am 21. Dezember 2015 seine...
In Thun befindet sich eines von fünf landes­weiten Armeelogistikcentern (ALC). Einge­bet­tet in die Logistikbasis der Armee (LBA) ist auch die Be­triebs­feuerwehr VBS, die auf rund 130 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Zur Logistikbasis der Armee (LBA) gehören landesweit fünf Armeelogistikcenter (ALC) in Thun, Hinwil, Grolley, Othmar­singen und Monteceneri. Die fünf ALC betreiben zum Schutz...
Der Kanderdurchstich von 1713 war eigentlich ein Desaster. Dennoch hat er dazu geführt, dass die Aare in Thun zwei Arme bildet, dass das Bälliz eine Insel ist und dass auf den einst sumpfigen Kander-­Allmenden der Waffenplatz Thun ent­stehen konnte. Der vor 306 Jahren vollzogene Kanderdurchstich war die erste Gewässerkorrektur grösseren Umfangs – und ver­änderte Land und Leben der Region...
Guillaume Henri Dufour ist eine der berühmtesten Figuren der Schweizer Geschichte. Er machte sich als Kartograf eben­so einen Namen wie als Buch­autor und – natürlich – als erster General der Armee des Schweizer Bundes­staats sowie als Gründer und erster Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes. Guillaume Henri Dufour wurde am 15. September 1787 in Konstanz geboren. Wenig später übersiedelten...
Zur Zeit der Gründung der Zentral-Militärschule Thun waren Pferde das wichtigste und leistungs­stärkste Transportmittel. Entsprechend bedeutsam waren Pferde auf dem Waffenplatz Thun. Nach der Gründung der Zentral-Mili­tär­­­schule kamen rasch immer mehr Pferde nach Thun. Anfangs wurden diese eher unstrukturiert untergebracht. Erst 1841 errichtete die Bürgergemeinde Thun im Auftrag der...
Von 1915 bis 1943 wurden in Thun von der «Abteilung Flug» der Eidgenössischen Werkstätten K+W Flugzeuge gebaut und auf dem Werksflugfeld getestet. Lange vertraute die Schweiz punkto «Luftwaffe» einzig auf die in Bern stationierten Ballontruppen. Erst 1914 wurde auf Beschluss des damaligen Bundesrats Motta in Thun mit dem Bau eines Flugfeldes begonnen und die «Abteilung Flug» von K+W ins Leben...
Diese Webseite nutzt Cookies & Analytics. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu.
Weitere Informationen Ok