«Biwak#23 – Die weisse Gefahr: Umgang mit Lawinen in der Schweiz» lautet der Titel einer aktuellen Ausstellung im Alpinen Museum der Schweiz. Diese dauert noch bis 21. April 2019 und hat es in sich.

© Alpines Museum der SchweizIm Vallé de la Sionne wird die Dynamik von Lawinen eingehend erforscht.Im Vallé de la Sionne wird die Dynamik von Lawinen eingehend erforscht.

Kaum ein Land hat den Lawinenschutz so weit entwickelt wie die Schweiz. Die Ausstellung «Biwak#23 – Die weisse Gefahr: Umgang mit Lawinen in der Schweiz» im Alpinen Museum der Schweiz in Bern gibt Einblick in die Strategien, mit denen die Menschen in der Schweiz der Bedrohung durch Lawinen seit Generationen begegnen. Dabei wird das jahrhundertealte Wissen über Lawinen ebenso beleuchtet wie die Entwicklung des Rettungshundewesens oder der Nutzen aktuellster Technik wie WhatsApp für den Austausch in der Tourengruppe oder die vom weltweit einzigartigen WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos entwickelte Lawinen-App «White Risk».

1421 Lawinen in einem Winter

Während heute 94 Prozent der bei Lawinenunfällen zu beklagenden Todesopfer Freizeitsportlerinnen und -sportler sind, fielen früher viele Menschen in Dörfern, Weilern und Bergstrassen dem «weissen Tod» zum Opfer. Besonders schlimm war der «Lawinenwinter» 1950/1951. In diesem rissen 1421 Lawinen 98 Menschen in den Tod!
Danach setzte ein Umdenken beim Lawinenschutz ein. Detaillierte Gefahrenkarten wurden erarbeitet, Schutzwälle gebaut und Zigtausende Bäume gepflanzt. Heute stehen mehr als 500 Kilometer Stützverbauungen in den Schweizer Alpen, es gibt gut 300 fest ­installierte Sprenganlagen und rund 40 Prozent der gesamten Wald­fläche sind als Schutzwald ausgewiesen.

Von «Barry» zu «Barryvox»

Wie der moderne Lawinenschutz über die Jahrzehnte realisiert und verbessert wurde und weshalb dabei Aufzeichnungen in Talbüchern, Kirchenrodeln, Gemeindearchiven, umgangssprachliche Orts- und Flurnamen wie «Schusslauinen» und «Roti Loiwina» sowie Schilderungen und Überlieferungen der Bergbevölkerung eine massgebliche Rolle spielten, erläutert die Ausstellung ebenso wie die Entwicklung des Rettungshundewesens vom echten «Barry» über das heute gebräuchliche Suchgerät «Barryvox» (Barrys Stimme) hin zum elektronischen «Rettungshund 2.0». Zudem wird erklärt, weshalb trotz des Lawinenbulletins des SLF, Lawinenforschung und Hightech das «Bauchgefühl» und viel Erfahrung für Sicherheit in den winterlichen Bergen unabdingbar sind und wohl auch noch lange bleiben werden.

Sieben Kapitel gilt es zu entdecken

Sieben Themenfelder – Verbauung, Raum­planung, Forschung, Risikoeinschätzung, Rettung, Erinnerung, Erzählung – eröffnen mit Film, Bild, Text und Objekten aus der Sammlung des Alpinen Museums der Schweiz emotionale und wissensorientierte Zugänge zu einem Naturphänomen zwischen Furcht und Faszination.

Alpine Rettung Schweiz: immer mehr Bergrettungseinsätze

Die Schweizer Bergretter leisteten 2018 rund 850 Einsätze. Das ist neuer Rekord. Insgesamt leistete die Alpine Rettung Schweiz vergangenes Jahr 861 terrestrische Rettungseinsätze – mehr als doppelt so viele wie noch 2004 (381 Einsätze).
Parallel dazu stiegen auch die Einsatzzahlen der Helikopter-Organisationen. So flog die Air Zermatt 2018 insgesamt 1950 Rettungseinsätze – fast 300 mehr als 2017. Auch die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega meldet für 2018 einen neuen Rekord. Sie organisierte vergangenes Jahr erstmals in ihrer Geschichte mehr als 17'000 Einsätze (+ 7,3 %) und betreute dabei 11'579 Patientinnen und Patienten.

Ursächlich für die stark steigenden Einsatzzahlen sind laut den Rettern drei Dinge: Immer mehr Menschen sind in den Bergen aktiv – auf Wanderwegen, Biketrails und Skipisten. Zudem war der Winter 2017/18 eine Supersaison mit sehr viel Schnee, gefolgt von einem sensationell guten Sommer. In Letzterem rückten die Helikopter der Rega häufiger aus als sonst. 12'573 organisierte Einsätze in den Sommermonaten entsprechen einem Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zu 2017.

Am häufigsten ausrücken müssen die Bergretter wegen verunfallter Wanderer, gefolgt von verunglückten Hochtourengängern und Skitourenfahrern. Die weitaus häufigste Unfallursache waren (Ab-)/Stürze. Deutlich seltener sind Lawinenrettungen. Pro Jahr ereignen sich in den Schweizer Bergen rund 200 Lawinenunfälle. Im Schnitt jeder fünfte von ihnen endet tödlich.

© Air ZermattBergretter der Air Zermatt üben regelmässig die Rettung Verunfallter per Winde...Bergretter der Air Zermatt üben regelmässig die Rettung Verunfallter per Winde...© Air Zermatt...oder aus Gletscherspalten....oder aus Gletscherspalten.© Air GlaciersAuch die Bergretter der Air Glaciers sind immer öfter gefordert.Auch die Bergretter der Air Glaciers sind immer öfter gefordert.

 

 

 

Seit 1970 sitzen Millionen Krimifans am Sonntagabend vor dem Fernseher und glotzen den «Tatort». Am 19. August 2019 flimmerte die 1’100. Folge über den Bild­schirm. Wir ermittelten einige erstaunliche Fakten. Erfunden wurde der «Tatort» von Gunther Witte als ARD-Konkurrenzprodukt zum ZDF-Krimi «Der Kommissar». Die erste Folge vom 29. November 1970 hiess gleich wie die 1’000. «Taxi nach Leipzig»....
Folgende Geschehnisse, bei denen Schweizer Care Teams zum Einsatz kamen, erlangten national wie international grosse Aufmerksamkeit: 2. September 1998 Absturz einer Maschine der Swissair vor Halifax (229 Tote) 11. Januar 1999 Ein Vater erschiesst in St. Gallen den Lehrer seiner Tochter 27. Juli 1999 Canyoning-Unglück im Saxetbach (21 Tote) 10. Januar 2000 Absturz einer Saab 340 der Crossair nahe...
Seit zehn Jahren baut Crosscall in Aix-en-Provence «ruggedized» Handys und Smartphones. Wir haben das für Einsatzkräfte interessante Topmodell Trekker-X4 mit Dash- und Bodycam-Funktionalität ausprobiert. Das nach Mil-Std 810 G und IP68 zertifizierte Crosscall Trekker-X4 hält was aus: Wir schleiften sein Display am Zürichseeufer über den Sand, setzten das Gerät in knietiefem Wasser der Dünung...
Vom 7. bis 11. Oktober 2019 fanden in Frauenfeld die von der Feuer­­wehr Koordination Schweiz (FKS) organisierten Kurse «Führung Grossereignis» und «Ausbildungskurs für Übungsleiter Gross­- ­­­er­eignis» statt. 115 Angehörige verschiedener Behörden und Organi­sa­tionen für Rettung und Sicherheit (BORS) nahmen daran teil. Kommt es zu einem Grossereignis, müssen Feuerwehr­leute, Polizisten,...
Pfarrer Roger Müller betreut Menschen, die Belastendes erlebten, Schlimmes mitansehen mussten oder selbst Leid verursachten. Zudem betreut er jene, die in solchen Fällen jeweils zu Hilfe eilen. Ein Gespräch über die unzähligen Facetten von Leid, Trauer, Hass und Wut sowie Liebe, Vergebung, innere Stärke und Hoffnung. Wenn Gottes schützende Hand weicht, das Schicksal erbarmungslos zuschlägt, die...
IT-Forensiker fahnden nach digitalen Spuren auf IT-Geräten, in der Cloud und im Inter- sowie im Darknet. Mit digitalen Beweisen überführen sie Täter, die in der virtuellen oder realen Welt Straftaten begangen haben. Bei der Luzerner Polizei bilden sie ein sechsköpfiges Team. Dieses gewährte uns exklusive Einblicke. Mehr als 56΄000 Bilder lagern auf dem Smartphone, das ein Mitarbeiter des Teams...
Paul Tedde, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung, betreibt mit den drei Geschwistern Guggenbichler in Pratteln die CSC Desinfektion und Tatortreinigung GmbH. Wir haben ihn gefragt, was einen guten Tatortreiniger auszeichnet, wo die Risiken und Herausforderungen liegen und wie sich Blaulichtkräfte an Tatorten vor unsichtbaren Gefahren schützen können. Herr Tedde, was zeichnet einen guten...
Suizide, Arbeitsunfälle, Gewaltverbrechen, Leichen­fund­orte und Messiewohnungen: Tatort­reiniger putzen, wo es anderen den Magen umdreht. Effizient und nach klaren Regeln. Wir haben sie einen Tag lang begleitet. Frühmorgens läutet das Smartphone. «In einer Stunde. Die Adresse schicke ich dir per SMS», sagt Paul Tedde, Prokurist und Projektleiter der CSC Desinfektion und Tatortreinigung GmbH aus...
Die eigenen Grenzen ausgelotet – und viele andere Grenzen überwunden Seit 2003 kommen beim jährlichen «Kristallschiessen» fast 120 Angehörige von Polizeien, Grenzwachtkorps, privaten Sicherheitsdiensten und dem Militär aus vier Nationen zusammen. Sie loten die Grenzen der persönlichen Schiessfertigkeit aus – und pflegen den Austausch und die Kameradschaft über Korps-, Institutions-, Kantons- und...
Diese Webseite nutzt Cookies & Analytics. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu.