Liechtenstein verfügt seit Ende 2018 über eine eigene Rettungshelikopterbasis. Die AP3 Luftrettung hat dort am 19. Dezember den Helikopter «Christoph Liechtenstein» in Dienst gestellt. Dieser steht seither während 24 Stunden täglich für Einsätze bereit.

© Jörg RothweilerOffizieller Roll-out: Pilot Anton Rainer zieht «Christoph Liechtenstein» aus dem Hangar.Offizieller Roll-out: Pilot Anton Rainer zieht «Christoph Liechtenstein» aus dem Hangar.

Mit der neuen Basis im liechtensteinischen Balzers weitet die AP3 Luftrettung ihr Einsatzgebiet auf Liechtenstein aus – und verstärkt so gezielt ihre Präsenz im Vierländereck. Eingesetzt wird dazu ein moderner Helikopter des Typs Eurocopter EC135 (auch: Airbus Helicopter H135), ausgerüstet mit Rettungswinde und besetzt mit Pilot/in, Notarzt/Notärztin sowie einem Rettungssanitäter als HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Service Technical Crew Member). Der Helikopter steht während 24 Stunden für Einsätze bereit. Zudem wird auf dem Heliport Balzers ein Noteinsatzfahrzeug stationiert.
Der auf den Funknamen «Christoph Liechtenstein» getaufte Rettungshelikopter wird für Rettungs-, Such- und Bergungseinsätze, in der Alpinrettung und bei Verkehrsunfällen, aber auch für Interhospitaltransfers und Organtransporte eingesetzt. Ausgestattet ist er mit Rettungswinde, invasivem Monitoring, Beatmungsgerät, mechanischer Reanimationshilfe, Swiss ToxBox und einem Videolaryngoskop zur Kehlkopfspiegelung. Sein 15-Minuten-Flugzeitradius erstreckt sich dank bis zu 250 km/h Höchstgeschwindigkeit von Balzers bis nach Lindau im Norden, bis in die Arlbergregion im Osten sowie bis St. Moritz im Süden und fast bis nach Schwyz und Winter­thur im Westen.

Volle Nachtflugfähigkeit

Zugunsten rascher Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft – am Tag innerhalb von drei, in der Nacht innert maximal 15 Minuten – steht die dreiköpfige Crew im Rund-um-die-Uhr-Dienst auf der Basis im Einsatz. Für Einsätze in der Dunkelheit verfügt der Pilot über am Helm montierbare Nachtsichtgeräte. Aufgeboten wird der Helikopter primär über die Sanitätsnotrufzentralen (Nummer 144 oder 112) nach dem «Next-Best-Prinzip». «Dieser international etablierte Dispositionsstandard, der darauf abzielt, unabhängig von Anbietern das jeweils am besten geeignete und am schnellsten verfügbare Rettungsmittel aufzubieten, hat sich bewährt», erklärte Christian Müller-Ramcke, Geschäftsführer der AP3 Luftrettung, anlässlich der Indienststellung des neuen Helikopters.

Keine Kosten für Liechtenstein

© Jörg RothweilerChristian Müller-Ramcke, Geschäftsführer der AP3 Luftrettung und Jürg Fleischmann, CEO der AAA Alpine Air Ambulance, übergaben der Crew den (Tank-)/Schlüssel für «Christoph Liechtenstein».Christian Müller-Ramcke, Geschäftsführer der AP3 Luftrettung und Jürg Fleischmann, CEO der AAA Alpine Air Ambulance, übergaben der Crew den (Tank-)/Schlüssel für «Christoph Liechtenstein».Betrieben wird «Christoph Liechtenstein», in dem stets erfahrene Fachärzte und -innen für den Notarztdienst eingesetzt werden, von der Schweizer AAA Alpine Air Ambulance AG. Diese hat gemeinsam mit der deutschen DRF Luftrettung und der österreichischen ARA Flugrettung 2017 die AP3 Luftrettung gegründet, welche nun in Balzers ihre erste Rettungshelikopterbasis installiert hat. Die Kooperationspartner investieren jährlich rund zwei Millionen Franken in den Betrieb der neuen Basis. Für das Fürstentum Liechtenstein würden dabei keine zusätzlichen Kosten entstehen, versichern sie.

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