© zVgFirefighter Gin wird in schlichten, mit Feuerwehrschlauch umhüllten Glasflaschen ausgeliefert. Wahlweise gibt es ihn auch in einer Nachfüllflasche.Firefighter Gin wird in schlichten, mit Feuerwehrschlauch umhüllten Glasflaschen ausgeliefert. Wahlweise gibt es ihn auch in einer Nachfüllflasche.Seit gut zweieinhalb Jahren gibt es den von Feuerwehr-Fan Peter von Arx aus Walperswil kreierten Firefighter Gin. Der schmeckt erfrischend anders, setzt ökologische Massstäbe und ist neuerdings auch ausserhalb der Schweiz erhältlich.

Nicht selten entstehen gute Ideen in trauter Runde – spät in der Nacht –, um dann langsam zu reifen, ehe sie wahrhaft Gestalt annehmen und zur Erfolgsgeschichte werden. So war es auch beim Firefighter Gin, dem einzigen Gin der Schweiz, der sich im Namen mit der Feuerwehr identifiziert.

Zweites Leben für Feuerwehrschläuche

Hinter der Idee steht Peter von Arx aus Walperswil. Der Seeländer, dem man seine 60 Lenze nicht ansieht, ist zwar selbst kein aktiver Feuerwehrmann, fühlt sich dieser aber gleich doppelt verbunden: Als Gemeinderat für öffentliche Sicherheit der Gemeinde Walperswil amtet er zugleich als Verbandsrat in der Regio Feuerwehr Aarberg – und als Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit der Gemeinde Ostermundigen steht er ebenfalls im regelmässigen Austausch mit der dortigen Feuerwehr. Dabei agiert er nicht nur mit Worten, sondern packt bis­weilen auch selbst mit an – beispielsweise, wenn altes Feuerwehrmaterial aussortiert und zur Entsorgung parat gestellt ­werden muss. «Bei einer dieser Aktionen, anno 2019, holten wir etliche ausgediente Feuerwehrschläuche aus dem ­Magazin – und ich dachte, dass es eigentlich schade ist, diese einfach wegzuwerfen, anstatt sie einer sinnvollen Zweitverwendung zuzuführen», erinnert sich Peter von Arx.

Diese Gedanken waren die Initialzündung für ein Projekt, das er heute nonchalant als «Hobby» bezeichnet, das ihn aber viele Stunden Arbeit und Hirnschmalz gekostet und ihm wohl auch manch schlaflose Nacht beschert hat.

«Ich diskutierte mit Angehörigen der Feuerwehr sowie ­Kollegen aus dem privaten Umfeld, was man mit den alten Feuerwehrschläuchen Schlaues anstellen könnte. Dabei reifte zwischen mir und einem Kollegen, der im Seeland eine Brennerei betreibt und Gin ebenso liebt wie ich, der ­Gedanke, einen speziellen Gin zu lancieren, der Leistung und ­Tradition der Feuerwehr mit der Handwerkskunst des Destillierens vereint», erzählt Peter von Arx.

Heraus kamen das Einzelunternehmen Peter von Arx Spirits und der Firefighter Gin. Ein Getränk, so klar wie das Löschwasser im Tank eines TLF, destilliert in kleinen Chargen, mit einzigartigem Geschmack, abgefüllt in von Hand mit Feuerwehrschlauch überzogene, nummerierte Flaschen.

© zVgDas Duo hinter Firefighter Gin: Peter von Arx, Ideengeber sowie Gin- und Feuerwehr-Fan, und Stefan Marder, Feuerwehrangehöriger und Destiller.Das Duo hinter Firefighter Gin: Peter von Arx, Ideengeber sowie Gin- und Feuerwehr-Fan, und Stefan Marder, Feuerwehrangehöriger und Destiller.74 Millimeter Durchmesser müssen es sein

Wobei es genau diese Flaschen waren, die Peter von Arx zunächst ziemlich viel Kopfzerbrechen verursachten. «Feuer­wehrschläuche sind bekanntlich äusserst robust und nicht besonders dehnfähig. Also mussten die ­Flaschen exakt zu den Schläuchen passen – wofür ein Durchmesser von exakt 74 Millimetern nötig ist», erklärt er.

Die Suche nach solchen 74-mm-Flaschen gestaltete sich dann derart verzwickt und langwierig, dass Peter von Arx beinahe geneigt gewesen wäre, das ganze Projekt zu beerdigen, noch ehe es überhaupt beginnen konnte. Doch seine Hartnäckigkeit machte sich bezahlt. Sechs Monate nach den ersten Recherchen hielt er die perfekte Flasche in der Hand – und erlebte wenig später eine deftige Überraschung. «Als ich zu meinem Brenner-Kollegen eilte, um ihm die Flasche stolz zu präsentieren, lachte der – und holte aus einem Schrank exakt dieselbe Flasche hervor», schmunzelt Peter von Arx. Man mag sich sein Gesicht und seine Gemütsverfassung in jenem Moment gar nicht vorstellen ...

Wacholder, Kräuter und Melisse

Rund ein Jahr dauerte anschliessend der Entwicklungs­prozess für den Inhalt der Flaschen – und Mitte 2021, nach vielen Stunden des Tüftelns, Brennens und Verkostens, war es endlich so weit: Die erste Charge Firefighter Gin, destilliert aus feinsten Wacholderbeeren, gewürzt mit frischen Kräutern und einem Hauch Zitronenmelisse, konnte in die 74-mm-Flaschen abgefüllt werden. Parallel dazu wurden ein Markenlogo und eine Website inklusive Webshop ­erschaffen. «Alles, was noch fehlte, war die Kundschaft», sagt Peter von Arx lachend.

© zVgDie wichtigsten Zutaten des Firefighter Gin sind Wacholder (Foto), Kräuter und ein Hauch Zitronenmelisse.Die wichtigsten Zutaten des Firefighter Gin sind Wacholder (Foto), Kräuter und ein Hauch Zitronenmelisse.Die freilich kam – einmal über die Marktneuheit informiert – in rasch zunehmender Zahl. «Bis heute haben wir bereits rund 2’500 Flaschen Firefighter Gin verkauft – und in Zukunft könnten es wohl deutlich mehr werden», sagt Peter von Arx. Der Grund: Die Spirituose ist seit Kurzem auch in Deutschland erhältlich.

Schützenhilfe leistet dabei Stefan Marder, Feuerwehrmann und – in dritter Generation – Inhaber der 1953 gegründeten, im Südschwarzwald angesiedelten Destillerie «Marder Edelbrände». Er zeichnet neuerdings auch für die Produktion des Firefighter Gin verantwortlich – und hat dessen Rezeptur nochmals verfeinert, ohne dem Getränk freilich dessen ganz eigenen Charakter zu rauben. «Stefan und mich eint die Begeisterung für edle Spirituosen sowie für die Feuerwehr. Wir haben uns gesucht – und 2023 gefunden», sagt Peter von Arx. «Stefan war von der Idee des Firefighter Gin begeistert – und er hat Geschmack und Qualität unseres Gins optimiert, ohne das Grundrezept anzutasten oder das Produkt zu verfälschen. So schmeckt Firefighter Gin immer noch herb und erfrischend, ganz unverwechselbar, aber halt noch feiner.»

Ebenfalls noch recht neu ist die Möglichkeit, den Firefighter Gin in einer «Nachfüllflasche» zu kaufen. Die Idee dazu kam Peter von Arx, als er feststellte, dass viele Kunden den Gin kaum je anrühren – weil sie die Flasche nicht hergeben wollen. Deshalb verzichtet die Nachfüllflasche zugunsten eines silberfarbenen Etiketts auf den von Hand angebrachten Feuerwehrschlauchmantel – was sie bei identischem Inhalt einige Franken günstiger macht. «Man kann so die Originalflasche unangetastet lassen und doch echten Firefighter Gin geniessen – oder diesen einfach jeweils in die Originalflasche umfüllen, sobald diese leer ist. Das spart Ressourcen, schont Umwelt und Portemonnaie», erklärt Peter von Arx.

Die dritte Neuerung ist, dass Peter von Arx künftig einen Teil der Einnahmen aus dem Gin-Verkauf für ­Projekte im Bereich Jugendfeuerwehr-Arbeit einsetzen will. Zudem denkt er über eine Erweiterung der Produktpalette nach. «Fondue mit Gin oder mit Gin gefüllte Schokokugeln stehen auf meiner Wunschliste. Und Stefan Marder hat auch so ­einige Ideen», sagt Peter von Arx. Allerdings will er nicht überhastet agieren, sondern überlegt und zielgerichtet. «Der Firefighter Gin ist mein Hobby. Ich verdanke ihm viele schöne Begegnungen und unvergessliche ­Momente. Es ist diese erlebte Freude, die mich motiviert. Sie ist das Wichtigste, alles andere kommt von allein», sagt er.

Wer nun Lust hat, den Firefighter Gin zu kosten, oder eine Flasche davon verschenken will, findet mehr Infos und die Möglichkeit zum Online-Kauf auf:
www.firefightergin.ch

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