Sechs Jahre zogen coronabedingt ins Land, ehe vom 6. bis 9. Juni 2023 in Bern zum 24. Mal die Suisse Public stattfinden konnte. Die eigene Teilnahme als Aussteller auf der Schweizer Leitmesse des öffentlichen Sektors zeigte: Das Warten hat sich gelohnt!

2015, 2017 – und dann 2023. Keine Frage: Der Rhythmus der Suisse Public wurde in der Vergangenheit gründlich durchgerüttelt. Wobei die Gründe mehrschichtig waren. Zunächst, nach der 23. Auflage der Messe anno 2017, wurde entschieden, die Messe nicht mehr im Zweijahres-, sondern im ­Dreijahresrhythmus zu veranstalten – womit der Termin 2019 auf das Jahr 2020 verschoben wurde. Dann jedoch schlug das Coronavirus zu – und letztlich dauerte es ganze sechs Jahre, ehe die 1972 als «Gemeinde» ins Leben ge­rufene Leistungsschau zum 24. Mal durchgeführt werden konnte.

Normalerweise ist, wer 72 Monate von der Bildfläche verschwindet, nicht mehr zu retten. Doch für Ikonen, zu denen es keine Alternative gibt, gelten andere Regeln – und so erhob sich die Suisse Public nach Corona und unfassbare sechs Jahre nach ihrer letzten Austragung im Juni 2023 wie Phönix aus der Asche zu neuer Grösse.

Zwar war das Ausstellungsgelände auf dem Areal der BERNEXPO kleiner als in den Jahren davor. Doch die neue Kompaktheit ersparte manchen Fusskilometer. Auch blieb die Messe mit 360 Ausstellern und rund 16’000 Besuchern ein wenig hinter den Zahlen der 23. Austragung anno 2017, als 20’000 Menschen die Produkte von knapp 600 Ausstellern sehen wollten, zurück. Doch manchmal sind weniger ­Quantität und ein Plus an Qualität kein Fehler – und in ­Summe wurden die Erwartungen (rund 300 Aussteller, 12’000 Besucher) an die Neuauflage deutlich übertroffen.

Für Messeleiter Christoph Lanz ein klares Zeichen dafür, dass «das Interesse an und die Nachfrage nach innovativen und nachhaltigen Lösungen für den öffentlichen Sektor nochmals stark zugenommen haben». Dabei standen – ­neben Nutz- und Reinigungsfahrzeugen sowie Kommunalmaschinen, nicht wenige davon mit elektrischem Antrieb – insbesondere Lösungen und Produkte-Trends aus den ­Bereichen Informatik und Sicherheit, Abfallentsorgung und Recycling, Sport und Freizeit sowie Gebäudeunterhalt und Industrie im Fokus. Und der Ausstellungsbereich der ­Feuerwehr-, Wehr- und Rettungsdienste stand ohnehin ­wieder ganz besonders im Interesse der Besucher.

In mehreren Hallen sowie auf dem Freigelände wurden zahlreiche Neuheiten für und aus dem Blau- und Gelblicht­sektor präsentiert – vom Hightech-Feuerwehrfahrzeug über moderne LED-Beleuchtungssysteme und täuschend echte Brandsimulationen bis hin zum Prototyp des ersten vollelektrischen Ambulanzfahrzeugs der Londero AG (siehe auch Blaulicht 03_2023).

Als echtes Novum der Messe machte erstmals die FireFit Europe Tour Station auf dem Berner Messegelände. In einem heissen Wettkampfformat zeigten Feuerwehrmänner und -frauen ihr Können in Sachen Kraft, Kondition und ­Schnelligkeit – und der modernste Feuerwehr-Trainingsturm Europas sorgte für Staunen.

Laut Messeveranstaltern erwiesen sich auch der neue ­Messebereich «Arbeitssicherheit» sowie die als «Messe in der Messe» organisierte Suisse Public SMART, die auf für ­Städte und Gemeinden massgeschneiderte digitale Lösungen sowie smarte Technologien fokussiert, als Publikumsmagneten.

Am Ende zogen sowohl die Aussteller als auch die Besucher und die Veranstalter ein positives Fazit. Und so gilt es derzeit als gesichert, dass vom 16. bis 19. Juni 2026 in Bern die 25. Suisse Public über die Bühne gehen wird – wenn nicht irgendetwas Unvorhersehbares dazwischenkommt.

© Christoph Gurtner

© Jörg RothweilerDie Keynote von Prof. Dr. Carlo Masala fand viel Beachtung.Die Keynote von Prof. Dr. Carlo Masala fand viel Beachtung.Am 22. Juni trafen sich in Luzern rund 80 geladene Gäste aus Wirtschaft, Industrie, Behörden und Gemeinden, um beim Swisscom Broadcast Experience Day 2023 zu erfahren, weshalb sich unser Sicherheitsverständnis im Wandel befindet – und was dagegen getan werden kann.

Corona, der Russland-Ukraine-Krieg, die Energiekrise, die China-Taiwan-Frage, die Wahlen in den USA. Keine Frage: Selten gab es mehr offene Fragen – und wohl kaum ein Mensch, der sich nicht sorgen würde. Um die persönliche Zukunft, die seiner Familie, seines Unternehmens, seiner Institution. Entsprechend gespannt waren die aus allen Lande­steilen ins Grand Casino nach Luzern angereisten Gäste auf das, was renommierte Referenten und Spezia­listen am Swisscom Broadcast Experience Day 2023 präsentieren würden.

Um es vorwegzunehmen: Der Nachmittag war spannend, vielschichtig und auch auf eine ganz spezielle Art «zwie­spältig». Denn auf der einen Seite wurde bewusst, wie ­kritisch die Lage in vielfacher Hinsicht ist – und wie komplex die Zusammenhänge und Herausforderungen sind. Auf der anderen Seite wurde aber auch deutlich: Die Politik, die Wirtschaft, die Gesellschaft und ganz grundlegend wir alle müssen aktiv werden – und jetzt (!) das tun, was getan ­werden kann und getan werden muss. Abseits von Kostengedanken, abseits von Ideologien, abseits der Parteiideologien.

Russland, die Ukraine – und China

Einen Paukenschlag gab es gleich zu Beginn, als Dominik Müller, CEO Swisscom Broadcast, nach seiner kurzen Einführung das Wort an Keynote-Speaker Prof. Dr. Carlo ­Masala übergab. Der deutsche Politikwissenschaftler mit Schwerpunkten in Sicherheits- und Verteidigungspolitik lehrt seit 2007 Internationale Sicherheitspolitik, Wehr- und Völkerrecht an der Universität der Bundeswehr München, ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Politik (ZfP), der Zeitschrift für internationale Beziehungen (ZIB) sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und des NATO Defence Colleges – und seit ­Monaten einer der gefragtesten Experten für Analysen und Betrachtungen zum Kriegsgeschehen in der Ukraine. Zudem ist er, das erfuhren die Gäste ebenfalls, ein brillanter, bisweilen enorm schneller Redner – mit klugem Kopf, einer gesunden Portion Humor sowie bestechendem Fachwissen.

In seiner 30 Minuten kurzen Keynote «Der Krieg in Europa und seine Auswirkungen auf unser kollektives Sicherheitsverständnis» zeichnete Masala ein teils erschreckend ­akkurates Bild der Lage – und dessen, was noch kommen ­könnte.

Zunächst erläuterte Masala, weshalb der Russland-­Ukraine-Krieg auch die Schweiz betrifft: «In den Konflikt involviert sind die beiden flächenmässig grössten Staaten Europas. Und einer davon ist eine Nuklearmacht. Zwar scheint der Krieg manchen weit weg. Doch die neoimperialistische ­Expansionsstrategie des russischen Regimes – Putin ist beileibe nicht allein – betrifft nicht nur die Staaten des ­Baltikums, sondern uns alle. Wenn nicht heute, so doch in Zukunft.»

Immerhin, so Masala weiter, habe der Krieg konkrete ­globale Auswirkungen. Auf die Lebensmittelversorgung in Afrika und Lateinamerika, auf Liefer- und Produktionsketten, die Weltwirtschaft und die Börsen, auf das weltweite Sicherheitsgefühl, die bevorstehenden US-Wahlen, die Europa­politik und auf die Erwartungshaltung sowie das künftige Agieren Chinas.

Laut Masala befinden wir uns «aktuell an einem womöglich entscheidenden Wendepunkt der Weltgeschichte. An einem, in dem es um nicht weniger geht, als darum, ob es revisionistischen Staaten wie Russland und China gelingen kann, die im ­Westen etablierte, liberale Weltordnung zu kippen.»

«Wir stecken mitten in einem neuen kalten Krieg», betonte Masala. In dieser Situation müsse sich auch der ­letzte ­Optimist «von der Idee verabschieden, dass auf absehbare Zeit wieder so etwas wie normale Beziehungen zu Russland möglich sein könnten». Die Sanktionen des Westens, die aktuell noch nicht ihr Maximum erreicht haben, würden für viele Jahre bestehen bleiben. «Alle Beziehungen werden heruntergefahren – bis auf null. Russland wird leiden. ­Bereits jetzt ist das BIP auf das Niveau Spaniens abgesackt. Zudem bröckelt Russlands Macht im Süden, da es nicht mehr die Ressourcen hat, dort als Ordnungsmacht aufzutreten. Das weckt Abspaltungsgelüste und Übernahmegelüste.» Daher geht Masala davon aus, dass Russland territorial schrumpfen wird. «Die russische Föderation wird kollabieren, unter Ausbruch vieler, auch blutiger Konflikte. Und letztlich wird Russland kaum noch mehr sein als Chinas billige Tankstelle.»

© Jörg RothweilerDie Podiumsdiskussion zum Thema Strommangellage zeigte auf: Der Winter 2023/2024 wird schwierig.Die Podiumsdiskussion zum Thema Strommangellage zeigte auf: Der Winter 2023/2024 wird schwierig.China, Taiwan – und die USA

Als zweites, noch grösseres Problem von geopolitischer Bedeutung nannte Masala die Taiwanfrage: «Momentan wartet – und hofft – China auf die bevorstehenden US-­Wahlen. Danach entscheidet Peking, wie es weiter vorgehen wird. Klar ist: China will Taiwan bis spätestens 2049 ein­gliedern – egal wie.»

Dabei, so Masala, hänge viel vom Verhalten der USA ab, die derzeit sehr zielgerichtetes Derisking betreiben, um ihre gefährliche Abhängigkeit von China abzubauen. Im Gegensatz dazu sei Europa auf dem besten Weg, mit China denselben Fehler zu wiederholen, der in Bezug auf Russland gemacht wurde. «Daher», so Masala, «sollten auch wir ­Derisking betreiben. Denn sollte China unsere Versorgung mit Halbleitern, Telekom-Produkten, PV-Panels, Akkus und anderem blockieren, gehen bei uns die Lichter aus – schnell und für lange Zeit!»

Vier wichtige Lehren

Aus den genannten Gründen formulierte Masala ein Fazit in Form von vier Lehren, welche die Politik, aber auch Unternehmen ziehen müssten:

1. Das bisherige «Prinzip der Hoffnung», das auf der ­Annahme basiert, der schlimmste Fall werde schon nicht eintreten, muss beendet werden – schnell und rigoros.

Stattdessen müsse das «Prinzip der bestmöglichen Vorbereitung auf den Worst Case» etabliert werden. «Natürlich ist es opportun und verständlich, darauf zu hoffen, dass alles gut gehen wird, und Worst-Case-Szenarien am liebsten zu negieren», erklärte Masala. Doch die Vergangenheit habe gezeigt, dass dieses Vorgehen zum Scheitern verurteilt sei. So habe Deutschland 2012 ebenso wie die Schweiz 2014 den Fall einer globalen Pandemie durchgespielt und festgestellt, dass das Land völlig unvorbereitet sei. «Doch da alle dachten, dass es eh nie eine Pandemie geben würde, wurde getrödelt und gezögert. Bis wir 2020 durch Corona eines Besseren belehrt wurden.» Spätestens seither ­müsse doch klar ­geworden sein: Prävention ist durch nichts zu ersetzen. ­Ausser durch noch bessere Prävention. Auch, wenn es viel Geld kostet.

2. Unternehmen müssen zwar wirtschaftlich, ­ aber verstärkt auch geopolitisch denken.

In Kombination mit einem Mehr an Prävention müssten ­Unternehmen lernen, verstärkt geopolitisch zu denken, ­forderte Masala. «Immerhin bestimmt die Geopolitik ­darüber, welche Möglichkeiten, Chancen und Risiken heute und ­morgen in welcher Weltregion in welcher Ausprägung existieren.» Entsprechend könne nur taktisch und strategisch kluge Entscheide treffen, wer geopolitisch auf dem Laufenden bleibe.

3. Wirkungsvolle und effiziente Krisenfrüherkennung ist überlebenswichtig.

Angesichts der genannten Krisen, die uns jeweils kalt ­erwischt haben, müsse jedem klar geworden sein, wie eminent wichtig eine wirkungsvolle Krisenfrüherkennung sei, sagte Masala: «Nur wer eine sich anbahnende Krise rechtzeitig erkennt, kann diese im Idealfall noch abwenden – oder sich zumindest bestmöglich auf ihr Eintreten vorbereiten.»

4. Ein Denken in rein militärischen Szenarien greift zu kurz, selbst mitten im Krieg.

Dabei müsse in puncto Krisenvorbereitung heutzutage sehr breit gefächert gedacht werden, betonte Masala. «Der Russland-Ukraine-Konflikt zeigt, wie hybrid, also vielschichtig, moderne Kriege geführt werden – mit Waffen, Bildern, Fake-Informationen, Cyberattacken und mehr.» Zudem sei Konflikt an und für sich weniger militärischen als vielmehr ideologischen Ursprungs. «Putin spricht der Ukraine ihre Daseinsberechtigung ab. Für Putin gab es nie einen ukrainischen Staat. Er deutet die Geschichte auf seine Weise – und strebt nicht weniger an als die Vernichtung der ukrainischen Identität», ­führte ­Masala aus. Dabei decke der hybride Charakter des Konfliktes schonungslos unsere eigenen Schwächen auf. «Die Achillesferse unserer Gesellschaft sind schlechte Vorbereitung und mangelnde Resilienz», kritisiert Masala. «Zwar können wir Krise in dem Sinn, dass Deutschland in Rekordzeit Flüssiggasterminals errichten konnte und die Schweiz sehr schnell ein Gaskraftwerk betriebsfertig stellte. Das heisst aber noch lange nicht, dass wir mit Krisen umgehen können, diese ­lange durchhalten können – oder gar krisenresistent wären.»

Daher, so Masalas Schlusswort, sei es von grundlegender Bedeutung, Resilienz und Redundanz aufzubauen – für Staaten ebenso wie für Unternehmen und jeden Einzelnen. «Nur so werden wir in einer wirklich heftigen Krise nicht kollabieren.»

© Stadtpolizei St.GallenSie kommen zum Einsatz, wenn es kritisch wird: Mitglieder der SE S.T.E.P. üben das Aussteigen aus dem Helikopter.Sie kommen zum Einsatz, wenn es kritisch wird: Mitglieder der SE S.T.E.P. üben das Aussteigen aus dem Helikopter.1974 gründete die Stadtpolizei St.Gallen mit der Sondereinheit S.T.E.P. («Spezielle Taktische Einsätze der Polizei») eine eigene Polizeigrenadier-Gruppe. Diese hat sich im Laufe der Jahre stets weiterentwickelt und kooperiert aus guten Gründen eng mit der Rettung St.Gallen und der Berufsfeuerwehr der Stadt St.Gallen.

Die SE S.T.E.P. der Stadtpolizei St.Gallen wurde 1974 aufgrund vermehrter Anschläge, Entführungen und politischer Morde in Europa gegründet. Sie ist gemäss Zuständigkeitsregelung für die sicherheitspolizeilichen Aufgaben auf dem Stadtgebiet zuständig und zählt aktuell knapp zwei Dutzend Mitglieder, die jährlich rund 20 bis 25 Einsätze leisten. Dabei sind die speziell ausgebildeten und ausgerüsteten Polizisten für Einsätze vorgesehen, bei denen ein besonderes Risiko besteht, also insbesondere Amokdrohungen,­ ­risikoreiche Verhaftungen mit einer gewaltbereiten oder bewaffneten Täterschaft sowie Interventionen bei erhöhten Gefährdungslagen. Zudem sind die Grenadiere der SE S.T.E.P. regelmässig auch als Personenschützer im Einsatz, beispielsweise am jährlichen World Economy Forum WEF oder bei anderen Konferenzen.

Im Milizsystem organisiert – der vielen Vorteile wegen

Die SE S.T.E.P. ist seit ihren Anfängen im Milizsystem organisiert. Das bedeutet: Die meisten Angehörigen der Einheit arbeiten im Schichtbetrieb auf den Dienstsektionen – unmittel­bar an der Front. Ihre Aufgabe als Grenadiere nehmen sie als Zusatzfunktion wahr. Lediglich der Leiter und sein Stellvertreter sind zu 100 Prozent im Tagesdienst tätig. Weitere fünf Mitglieder arbeiten zu 60 Prozent als In­struktoren und zu 40 Prozent im Schichtbetrieb.

Dieses System erachten die Stadtpolizei St.Gallen und der Stadtrat als besonders wertvoll, wie Sascha Landis, seit 2014 Leiter der Abteilung Spezialformationen (L SF) bei der Stadtpolizei St.Gallen, erklärt: «Durch das Milizsystem ergibt sich eine enge Verflechtung der SE S.T.E.P. mit dem Sektionsdienst einerseits sowie mit dem Bereich Ausbildung andererseits. Beides trägt nachhaltig zu einer hohen Sicherheit und Qualität im Frontdienst bei.» Allem voran, so Landis, garantiere der regelmässige Frontdienst der Milizangehörigen der SE S.T.E.P. zum einen den Transfer und die Verankerung des erweiterten Know-hows der Grenadiere im Patrouillendienst. Zum anderen ergebe sich daraus ein steter, aktueller Bezug zur polizeilichen Praxis, wodurch insbesondere der Aspekt der Verhältnismässigkeit geschärft werde.
«Ein weiterer, eminenter Vorteil», so Sascha Landis, «ist die Tatsache, dass sich in heiklen Situationen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial, die zwar noch unterhalb der Schwelle des Einsatzes der SE S.T.E.P. liegen, aber dennoch ein unverzügliches Handeln erfordern, sehr schnell ein erstes Element aus speziell geschulten Polizeikräften mit Orts-, Personen- und Milieukenntnissen bilden lässt, das mit vertiefter Ausbildung und zusätzlicher Ausrüstung einschreiten kann.»

© Stadtpolizei St.GallenAnlässlich des 25-Jahr-Jubiläums «Hauptquartier Vadianstrasse 57» demonstrierten Angehörige der SE S.T.E.P. die Überwältigung eines Gewalttäters unter Einsatz eines Diensthundes.Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums «Hauptquartier Vadianstrasse 57» demonstrierten Angehörige der SE S.T.E.P. die Überwältigung eines Gewalttäters unter Einsatz eines Diensthundes.Enge Zusammenarbeit mit Rettung und Feuerwehr

Teamwork ist für jede Sondereinheit ein wichtiger Erfolgsfaktor. Dabei geht die SE S.T.E.P. einen entscheidenden Schritt weiter – über die eigene Organisation hinaus. «Bei speziellen Einsätzen sind häufig auch medizinisches Knowhow oder das spezielle Fachwissen von Feuerwehrleuten gefragt», erklärt Sascha Landis. «Daher haben wir ­Konzepte für eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Rettung und der Berufsfeuerwehr der Stadt St.Gallen entwickelt, die bei risikoreichen Einsätzen ein Vorgehen im Verbund er­mög­lichen.»

Konkret wurden zwei spezielle taktische Elemente ge­schaffen: das auf die medizinische Versorgung von Personen ­fokussierte «Taktische Medizinische Element (TME)» und das auf Einsätze, bei denen das Fachwissen von Feuerwehrleuten gefragt ist, spezialisierte «Taktische Feuerwehr-Element (TFE)». Die Mitglieder der beiden Elemente ­stammen aus den Reihen der Rettung sowie der Feuerwehr der Stadt St.Gallen und treten im Sondereinsatz im Verbund mit der SE S.T.E.P. an.
«Wie die Mitglieder der SE S.T.E.P. sind auch die Einsatzkräfte des TME und des TFE mit entsprechender Schutzausrüstung inklusive ballistischer Überziehweste sowie Helm ausgerüstet. Zudem tragen sie zugunsten des Persönlichkeitsschutzes im Einsatz eine Strumpfmaske», erläutert Sascha Landis. «Im Ereignisfall rücken sie gemeinsam mit den Kräften der SE bis in die gelbe Zone vor. Da dies ein abgestimmtes taktisches Vorgehen und gegenseitiges Verständnis erfordert, finden mehrmals im Jahr gemein­same Trainingssequenzen statt.»

Taktisches Medizinisches Element (TME)

© Stadtpolizei St.GallenAngehörige des Taktischen Medizin Elements TME bei einer Übung.Angehörige des Taktischen Medizin Elements TME bei einer Übung.

Das Taktische Medizinische Element (TME) besteht seit 2018 und ist im 24/365-Modus abrufbar. Es dient der medizinischen Absicherung der Grenadiere sowie Dritter bei Ein­sätzen mit besonderem Risiko und wird automatisch aufgeboten, sobald es in der Stadt St.Gallen zu einem Einsatz der Sondereinheit kommt. Aktuell besteht das TME aus zwei Rettungssanitäterinnen und 16 Rettungssanitätern der ­Rettung St.Gallen. Zusätzlich zu Einsätzen mit der SE ­S.T.E.P. wird das TME auch bei risikoreichen Ordnungsdienstein­sätzen wie Sportveranstaltungen eingesetzt. Jährlich ­kommen die TME-Kräfte auf 20 bis 30 Einsätze. Zudem ­geben sie ihr vertieftes medizinisches Fachwissen in Schulungen an die anderen Mitglieder der SE S.T.E.P. weiter, damit auch diese in der Lage sind, einfache medizinische Versorgungen durchzuführen.

Taktisches Feuerwehr-Element (TFE)

Der Umgang mit Feuer, Brand- oder Explosivfallen, Rauch- oder Gasentwicklung sowie Brand- oder Säurewurfge­schossen erfordert spezialisiertes Know-how. Daher wurde 2022 das Taktische Feuerwehr-Element (TFE) mit Angehörigen der Berufsfeuerwehr der Stadt St.Gallen geschaffen. Im Einsatz tragen die Kräfte des TFE zusätzlich zur Schutz­ausrüstung nötigenfalls auch Atemschutzgeräte, womit sich das Gewicht der persönlichen Ausrüstung auf etwa 45 Kilogramm aufsummiert! Die Mitglieder des TFE kommen zum Einsatz, sobald Spezialwissen aus dem Feuerwehrbereich eminent ist – etwa, wenn suizidale Personen mit dem Einsatz brennbarer Flüssigkeiten drohen. Überdies stehen sie parat, wenn es darum geht, eine Tür aufzusägen, ein Sprungkissen zu stellen oder Grenadiere beim Abseilen zu unterstützen.

Heiklen Einsatz gemeinsam bewältigt

Ein Beispiel der erfolgreichen Zusammenarbeit liefert ein Einsatz im Juli 2022: Ein Mann auf einer 100 Meter hohen Brücke wollte seinem Leben ein Ende setzen und hielt sich bereits im Auffangnetz der Brücke auf, als die Meldung bei der Stadtpolizei St.Gallen einging. Die Polizisten nahmen vor Ort Kontakt mit dem Mann auf, der im Verlauf des Einsatzes drohte, er habe eine Faustfeuerwaffe dabei. Die Heraus­forderungen – Bergung mit entsprechender Sicherung, ­Anhaltung, eventuelle medizinische Betreuung – waren vielschichtig und bargen ernst zu nehmende Risiken für die Einsatzkräfte. Entsprechend kamen Spezialisten der ­SE S.T.E.P., des TME, des TFE sowie der ­Verhandlungsgruppe zum Einsatz. Während Letztere mit dem Mann Gespräche führte, gelangten Mitglieder der SE, des TME und des TFE in dessen Nähe. Rund sechs Stunden nach Meldungseingang erklärte sich der Mann bereit, über eine durch das TFE ­gesicherte Leiter zur Brücke aufzusteigen. Dazu liess das TFE einen Klettergurt hinunter und leitete den Mann an, diesen korrekt anzulegen. Auf der Brücke angekommen, ­wurde er durch Mitglieder der SE arretiert und durchsucht. Eine ­Waffe konnte nicht gefunden werden. Eine medizinische Betreuung war in ­diesem Fall nicht notwendig, das TME ­hätte aber jederzeit und auch bei erhöhtem Risiko entsprechend eingreifen können.

Dieses Beispiel zeigt den Mehrwert der SE, der beiden Sonderele­mente sowie der Verhandlungsgruppe – und illustriert die Wichtigkeit guten Teamworks. «Dieses funktionierte einmal mehr sehr gut – nicht zuletzt, weil sich die involvierten ­Spezialkräfte durch gemeinsame Trainings bereits kennen, wodurch auch das nötige gegenseitige Verständnis vorhanden war», betont Sascha Landis.

© zVgMithilfe von IoT-Sensoren, einer IoT-Plattform sowie der mioty®- Basis­station m.BASE können viele Überwachungs- und Messaufgaben im Bereich der öffentlichen Sicherheit automatisiert werden.Mithilfe von IoT-Sensoren, einer IoT-Plattform sowie der mioty®- Basis­station m.BASE können viele Überwachungs- und Messaufgaben im Bereich der öffentlichen Sicherheit automatisiert werden.Die neue mioty®-Basisstation m.BASE der Schweizer Alarmierungsspezialistin Swissphone ermöglicht die autarke, bidirektionale Kommunikation von Sensoren zu IoT-Plattformen. Wir haben beim Hersteller nachgefragt, für welche Bereiche der öffentlichen Sicherheit die Lösung prädestiniert ist – und welche Neuerungen sie beinhaltet.

Offene Fenster oder Türen von Gebäuden, die Pegel von Gewässern, die Luftqualität im Bahnhof oder der Füllstand des Treibstofftanks beim Notstromaggregat. Im Bereich öffentliche Sicherheit und kritische Infrastrukturen müssen zahlreiche Parameter kontinuierlich überwacht werden. An immer mehr Orten übernehmen intelligente IoT-Sensoren (IoT = Internet of Things) diese Aufgaben – und erleichtern damit Blau- und Gelblichtkräften, allen voran Feuerwehr, Sanität, Rettung oder Zivilschutz, die Arbeit.

Neben den passenden IoT-Sensoren sowie IoT-Plattformen für das Management der Sensordaten, die diverse Her­steller für verschiedenste Anwendungen (siehe Box) entwickeln und produzieren, ist dabei vor allem entscheidend, dass die ­Signale der Sensoren sauber erfasst und absolut zuver­lässig an die zuständigen Institutionen übermittelt werden.

Sichere Übertragung von IoT-Signalen

Genau hier, bei der Datenübertragung, lauern aber bisher vielfach Probleme: Klassische Kurzdistanz-Übertragungstechnologien wie WiFi oder Wireless HART greifen im wahrsten Wortsinn zu kurz – und auf den gängigen Langdistanz-Kanälen wie dem LoRa-Netz der Swisscom kommt es angesichts der exponentiell wachsenden Zahl weltweiter IoT-Verbindungen (laut Schätzungen von heute 15 auf 30 Billionen im Jahr 2026) immer öfter zu Störungen in der Datenübertragung, womit die Fehler- und Ausfallrisiken steigen.

Die Swissphone Wireless AG aus Samstagern, bekannt für verlässliche Alarmierungs- und robuste Funkinfrastruktur-lösungen, hat nun die mioty®-Basisstation m.BASE auf den Markt gebracht. Raphael Wirz, Produktmanager IoT bei Swissphone: «Mit mioty® bieten wir eine auf IoT-Funktechnologie basierende Lösung an, die es den im Bereich öffentliche Sicherheit tätigen Organisationen und Institutionen erlaubt, Infrastrukturen sicher zu überwachen und bei kritischen Zuständen schnell und sicher zu alarmieren – dank einer besonders robusten und zuverlässigen bidirektionalen Kommunikation, die auf der LPWAN-Technologie (Low Power Wide Area Network) mioty® basiert.»

© zVgDie mioty®-Basisstation m.BASE sorgt für eine robuste, sichere Daten­übertragung über grosse Distanzen – energiesparend und sogar für mobile Anwendungen.Die mioty®-Basisstation m.BASE sorgt für eine robuste, sichere Daten­übertragung über grosse Distanzen – energiesparend und sogar für mobile Anwendungen.Patentierte Telegram-Splitting-Technologie

Bei dieser Technologie, erläutert Raphael Wirz, handle es sich um eine patentierte, besonders störungsresistente Konnektivitätslösung, die im lizenzfreien Frequenzband ­arbeite. «Während bei herkömmlichen Systemen immer komplette Datenpakete übermittelt werden, splitten wir diese beim mioty®-System in kleinere Subpakete auf. Diese werden über ein paar Sekunden sowie über das gesamte Frequenzband hinweg verteilt verschickt. Dank der ausgeklügelten Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) benötigt der Empfänger nur 50 Prozent der Subpakete, um die Informationen vollständig zu rekonstruieren. Daher funktioniert das System auch bei mobilen Anwendungen. Und zwar bis zu Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h – also Autobahntempo.»

Grosse Reichweite, kleiner Energieverbrauch

Zusätzlich bietet das mioty®-System aufgrund der Leistungs­stärke der Basisstationen eine enorme Abdeckung von bis zu 5 km im städtischen und bis zu 15 km im ländlichen Raum. «Dennoch ist der Energieverbrauch dank des von uns verwendeten Protokolls kleiner als bei anderen Übertragungstechnologien – und die kompakten Batterien bieten eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren», erklärt Raphael Wirz.

Skalierbar und konform zum neuen ETSI-Standard

Ein weiterer Vorteil von mioty® sind dessen Skalierbarkeit und die Offenheit gegenüber Produkten unterschiedlicher Hersteller, betont Raphael Wirz: «In ein mioty®-Funknetz können enorm viele Sensoren eingebunden werden, die insgesamt bis zu 3,5 Millionen Nachrichten täglich übertragen – und zwar pro Basisstation. Zudem ist unser System nicht wie andere proprietär, sondern mit dem neuen ETSI-Standard konform. Das macht es mit den meisten Hardware-Varianten kompatibel. So können Anwender ihre Netzwerk­investitionen skalieren und an sich veränderte Anforderungen anpassen.» Und natürlich können auch Notruftaster problemlos mit der mioty®-Basisstation gekoppelt werden.

Ergänzend zur mioty®-Basisstation m.BASE plant die Swiss­phone Wireless AG künftig die Entwicklung von optimal auf die Technologie abgestimmten Komplementärlösungen.

Mehr Informationen erhalten Interessierte bei der Swissphone Wireless AG, 8833 Samstagern, www.swissphone.com/solutions/technologies/mioty/

© Stadtpolizei St.GallenSeit 25 Jahren ist die Stadtpolizei St.Gallen in diesem Gebäude an der Vadianstrasse 57 stationiert.Seit 25 Jahren ist die Stadtpolizei St.Gallen in diesem Gebäude an der Vadianstrasse 57 stationiert.Vor 220 Jahren, anno 1803, beschlossen die Regierungsräte des Kantons St.Gallen die Aufstellung eines Landjägerkorps, um die Sicherheit der Bevölkerung im gesamten Kantonsgebiet zu erhöhen. Am 23. September 1803 verfasste der Kleine Rat die Vollzugsverordnung über die Aufstellung und Organisation des Landjägerkorps – und am 29. Dezember 1803 wurde Hauptmann Josef Stierli erster Kommandant des damals 115 Mann zählenden Landjägerkorps.

In der Stadt St.Gallen sorgten aber nicht die Landjäger, ­sondern die Stadtpolizei für Sicherheit. Deren erste beide bekannte Standorte befanden sich von 1831 bis 1846 an der Marktgasse, im Bereich des Heiliggeistspitals. Ergänzend zur Hauptwache gab es rund zehn über das Stadtgebiet verteilte Polizeiposten, welche die Nähe zur stark wachsenden städtischen Bevölkerung gewährleisteten.

1846 übersiedelte die Stadtpolizei ins St.Galler Rathaus an der Marktgasse und 1877 ins Kaufhaus auf dem Bohl (Waaghaus).

Im August 1885 lehnte der Gemeinderat die vom Regierungsrat des Kantons angeregte Zusammenlegung der Stadt­polizei und des kantonalen Landjägerkorps ab. Allerdings standen ab September 1887 zivil gekleidete Landjäger – sogenannte «Detektive», die kriminalpolizeiliche Aufgaben übernahmen – auf dem Stadtgebiet im Einsatz.

© Stadtpolizei St.GallenDie Präsenz, die die Stadtpolizei St.Gallen an den Tag legt, wird von einer Mehrheit der Bevölkerung als «genau richtig» eingestuft.Die Präsenz, die die Stadtpolizei St.Gallen an den Tag legt, wird von einer Mehrheit der Bevölkerung als «genau richtig» eingestuft.1919 übersiedelte die Stadtpolizei St. Gallen ins Amtshaus in der Neugasse – und 1921 erhielt sie das erste Einsatzfahrzeug, das für Erstversorgungen, Krankentrans­porte und Diensteinsätze genutzt wurde. 1930 ­wurde die ­Mobilität der Stadtpolizei mit der Anschaffung von vier Autodroschken und drei Motorrädern nachhaltig gesteigert, ­woraufhin einige Polizeiposten in den Quartieren aufgehoben wurden. Da sich aber rasch zeigte, dass die Bevölkerung die gewohnte Nähe zur Polizei vermisste und sich weniger sicher fühlte, wurden ab 1983 Kontaktbeamte eingesetzt. Diese waren jeweils für ein Quartier ­zuständig und pflegten den Kontakt mit der Quartierbevölkerung. Bis heute sind in den acht Quartieren der Stadt Quartierpoli­zis­ten tätig. Diese sorgen, flankiert von Onlineangeboten und ­Social-Media-Kanälen, für eine hohe Bürgernähe der Stadtpolizei St. Gallen.

Mitte der 1970er-Jahre – unter dem Eindruck des Olympia-Attentats in München anno 1972 – gründeten die Stadtpolizei St.Gallen und die 1954 gegründete, aus den Landjägern hervorgegangene Kantonspolizei jeweils eine eigene Polizeigrenadiergruppe (heute: Interventions- respektive Sondereinheiten).

1979 wurde die Stadtfahndung der Stadtpolizei St.Gallen in die Kantonspolizei St.Gallen eingegliedert, die seither sämtliche kriminalpolizeilichen Aufgaben auf Kantons- und Stadtgebiet wahrnimmt.

1998 übersiedelte die Stadtpolizei zusammen mit der kriminalpolizeilichen Abteilung der Kantonspolizei ins heutige Gebäude an der Vadianstrasse 57.

Aufgaben der Stadtpolizei St.Gallen

Der Stadtpolizei St.Gallen obliegen alle Aufgaben der Verkehrspolizei (mit Ausnahme der Stadtautobahn) sowie der Sicherheitspolizei im gesamten Gebiet der Stadt St.Gallen. Bei sicherheitspolizeilichen Vorkommnissen mit besonderem Gefahrenpotenzial kommt die Sondereinheit «SE S.T.E.P.» zum Einsatz (siehe gesonderter Artikel in dieser Ausgabe). Zudem verantwortet die Stadtpolizei alle gemeindepolizeilichen Aufgaben, was vor allem diverse Arten von Bewilligungen – beispielsweise für Veranstaltungen im ­öffentlichen Raum, Patente für Gastrobetriebe, aber auch Parkbewilligungen – umfasst.

Einsatzraum der Stadtpolizei St.Gallen

St.Gallen ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Ostschweiz. Eingebettet in die hügelige Landschaft erstreckt sich die Stadt im Höhenbereich von 496 bis 1’074 m ü. M. über eine Fläche von rund 39,4 Quadratkilometern. Mit rund 80’000 dauerhaften Bewohnern liegt die Einwohnerdichte bei etwa 1’950 Personen/km2. In der Hochschul- und Wirtschaftsmetropole verfügt knapp jede dritte Person nicht über das Schweizer Bürgerrecht. In der Agglomeration der Stadt leben, die Gemeinden Gossau, Herisau und Rorschach mitgezählt, rund 165’000 Menschen.

Die Stadt ist seit der Stadtverschmelzung 1918 in drei Stadtkreise und (je nach Zählweise) acht Quartiere mit je einem Quartierverein aufgeteilt.

© Stadtpolizei St.GallenDer historische PolizeipostenDer historische Polizeiposten

St.Galler Stadtpolizeigeschichte zum Anfassen

Anno 2007 entdeckte der ehemalige Stadtpolizist Josef Eberhard bei Recherchen über die Geschichte der Stadtpolizei St.Gallen an der Unterstrasse 45 in St.Gallen einen alten Polizeiposten. Dieser wurde in den Jahren danach von der IG Historischer Polizeiposten in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege der Stadt liebevoll restauriert. Am 13. Juni 2016 wurde der Historische Polizeiposten eröffnet – und kann seither im Rahmen der jeweils im September statt­findenden St.Galler Museumsnacht sowie auf Anfrage (über www.stadtsg.ch/histpp) besichtigt werden. Die Besucher erwartet eine Zeitreise in den Alltag der Stadtpolizei in den Jahren 1907 bis 1933 – Gefängniszelle inklusive.

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