© Kristin JänickeDie Tools von Restube leisten Rettungsschwimmern, aber auch Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei oder Sanität wertvolle Dienste bei der Wasserrettung.Die Tools von Restube leisten Rettungsschwimmern, aber auch Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei oder Sanität wertvolle Dienste bei der Wasserrettung.Gewässer bergen viele Risiken. Spezielle Tools von Restube unterstützen die den Ersteinsatz leistenden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei oder Wasserrettung – wirkungsvoll, für jede Zielgruppe massgeschneidert und auch beim Einsatz von Drohnen.

Geht es um die Rettung von im Wasser verunfallten ­Personen, zählen zwei Dinge: maximale Geschwindigkeit und das richtige Rettungsequipment. Das gilt vor allem dann, wenn die Ersthilfe nicht von professionellen, entsprechend ausgebildeten und ausgerüsteten Wasserrettern geleistet wird, sondern von «Laien» aus den Reihen von Feuerwehr, (Wasserschutz-)Polizei oder Sanität. Für jeden dieser Personen­kreise bietet der deutsche Hersteller Restube kompakte, leicht anwendbare und doch höchst effiziente Wasser­rettungstools an.

Restube automatic: für die Distanz- und Drohnenrettung

Restube automatic ist eine sehr kompakte, 245 Gramm ­leichte und robuste Auftriebshilfe, die am Einsatzgurt oder einer Weste mit Molle-System mitgeführt werden kann. Im Fall des Notfalles kann das Tool der im Wasser verunfallten Person einfach zugeworfen werden. Bei Kontakt mit dem Wasser wird die integrierte CO2-Patrone über einen Wasseraktivator automatisch ausgelöst (oder durch Zug am Auslöseband) und bläst den 70 Zentimeter langen und
15 Zentimeter starken, 75 N Auftrieb erzeugenden Airbag blitzschnell auf. Dieser unterstützt dann die verunfallte ­Person dabei, sich an der Wasseroberfläche zu halten. Dies ist auch ein Aspekt, der bei der Eisrettung eine grosse ­Rolle spielt. Denn meist kann sich eine im Eis eingebrochene ­Person nicht oder nur mit grösster Mühe an der Bruch­kante der Eisfläche halten – mangels Haltemöglichkeiten und weil das Eis beim Sich-Festhalten oder beim Versuch, sich hochzustemmen, bricht.

© HerstellerDas Modell lifeguard richtet sich an professionelle Wasserretter –  und kann dank Traggürtel stets mitgeführt werden.Das Modell lifeguard richtet sich an professionelle Wasserretter – und kann dank Traggürtel stets mitgeführt werden.Wahlweise kann das Tool an einer Drohne mit mindestens 900 Gramm Tragfähigkeit sowie geeignetem Abwurf- oder Ablegesystem zum Verunfallten geflogen werden. Im Fall eines Absturzes bewahrt der Airbag dabei auch die Drohne selbst vor dem Versinken (bis max. 6,5 Kilogramm Gewicht).

Nach einem Einsatz kann der Airbag durch Einschrauben einer neuen Original-CO2-Patrone und des Wasseraktivators innert Minuten wieder betriebsbereit gemacht werden.

Restube lifeguard: für Profi-Rettungsschwimmer

Für ausgebildete Rettungsschwimmer konzipiert ist das von Restube gemeinsam mit der SLRG sowie Rettungsschwimmern der RLNI, der DLRG und der Wasserwacht entwickelte System Restube lifeguard. Dieses ist mit 430 Gramm zwar etwas schwerer als Restube automatic, kann aber dank des mitgelieferten Gürtels ebenfalls bequem jederzeit mitgetragen werden. So hat man im Ernsteinsatz immer eine Auftriebshilfe dabei. Dabei stört Restube lifeguard aufgrund seiner kompakten Bauart weder beim Schwimmen noch beim Tauchen – und der Retter hat beide Hände frei und kann sich komplett auf die Rettungssituation konzentrieren. Bei Zug am Auslöser bläst sich die 80 Zentimeter lange, 13 Zenti­meter starke, knickbare, mit Zugleine, Hakensystem und Reflektoren bestückte Rettungsboje auf. Dabei gleitet das Zug- und Sicherungssystem automatisch aus der Tasche. Aufgeblasen bietet Restube lifeguard mit 75 N genug Auftriebskraft zur Sicherung einer erwachsenen Person. Das System ist durch Einschrauben einer neuen Original-CO2-Patrone wieder startklar – und mit etwas Übung sehr einfach zu packen.

© HerstellerDie Restube Case Sets sind ideal für BORS-Kräfte, die oft oder ständig an Gewässern im Einsatz stehen.Die Restube Case Sets sind ideal für BORS-Kräfte, die oft oder ständig an Gewässern im Einsatz stehen.© Kristin JänickeDas Modell automatic kann von Hand geworfen oder mit einer Drohne transportiert werden –  und bläst sich bei Wasserkontakt  automatisch auf.Das Modell automatic kann von Hand geworfen oder mit einer Drohne transportiert werden – und bläst sich bei Wasserkontakt automatisch auf.Restube Case Sets: Einsatzkoffer für Blaulichtkräfte

Für BORS bietet Restube diverse Einsatzkoffer an. Diese sind handlich und daher gut in jedem Einsatz- und Wasserfahrzeug integrierbar. Ziel ist die sofortige Handlungsfähigkeit bei Erste-Hilfe-Einsätzen in, an und auf Gewässern. Restube Case Set «1» beinhaltet vier Restube automatic sowie Tauschkomponenten für bis zu sechs zusätzliche Auslösungen. Restube Case Set «2» beinhaltet zwei Restube lifeguard und Tauschkomponenten für bis zu zwölf zusätzliche Auslösungen. Restube Case Set «3» enthält ein ­Restube lifeguard, zwei Restube automatic sowie Tauschkomponenten für bis zu vier zusätzliche Auslösungen. Alle Sets sind in robusten, 100 Prozent wasser- und staubdichten sowie nach IP67-Norm zertifizierten TOMcase-Koffern verstaut.
Infos: https://www.first-responder.ch/shop/produktkategorie/brands/restube/

© SRZDie neue E-Autodrehleiter kombiniert den Leiterpark der bewährten Rosenbauer L32A-XS mit dem Serien­chassis des vollelektrischen 4x2-Lkw Volvo FE Electric.Die neue E-Autodrehleiter kombiniert den Leiterpark der bewährten Rosenbauer L32A-XS mit dem Serien­chassis des vollelektrischen 4x2-Lkw Volvo FE Electric.Im Dezember 2022 nahm Schutz & Rettung Zürich die weltweit erste rein elektrisch betriebene Autodrehleiter (E-ADL) in Betrieb. Blaulicht nimmt die Kombination aus Volvo-FE-Electric-Chassis und Rosenbauer-L32A-XS-Leiterpark unter die Lupe.

Die Autodrehleiter gehört zu den zentralen Einsatzmitteln jeder Feuerwehr. Der Grund: Die mobile, in grosse Höhen reichende und über einen grossen Aktionsradius ­verfügende Drehleiter hat ein enorm breites Einsatzspektrum – angefangen bei der Brandbekämpfung sowie bei Personen- und Tierrettungen über Unwettereinsätze und Rettungen aus der Tiefe bis hin zu Bieneneinsätzen und anderen Hilfe­leistungen.

Klassisch werden Autodrehleitern mit fossilen Energie­trägern, namentlich Diesel, betrieben. Doch weil das ­politische Umweltziel «Netto null Emissionen» sowie ­E-Zonen und Fahrverbote für fossil angetriebene Fahrzeuge auch vor Feuerwehren nicht haltmachen, sollen Autodrehleitern künftig mit Strom statt Diesel betrieben werden.

Genau das unterscheidet die von der deutschen Spezialistin Rosenbauer entwickelte E-ADL von herkömmlichen Modellen: Anstelle von Dieselmotoren übernehmen drei von ­kapazitätsstarken Lithium-Ionen-Akkus mit Strom ­versorgte Elektromotoren den Antrieb der Autodrehleiter – bei ­ansonsten unveränderter Bedienung.

Erstmals gezeigt wurde die E-ADL von Rosenbauer an der Interschutz 2022 in Hannover. Danach stand das Fahrzeug den Mitarbeitenden der Berufsfeuerwehr für Ausbildungs- und Einführungszwecke zur Verfügung. Ende 2022 ging es dann – im Rahmen einer einjährigen Pilotphase – bei Schutz & Rettung Zürich in den aktiven Dienst, in welchem die E-ADL nun im urbanen Umfeld der Stadt Zürich sowie in der Flughafenregion ein Jahr lang unter realen Bedingungen zum Einsatz kommt.

Von dem gemeinsamen Pilotprojekt erhoffen sich Herstellerin Rosenbauer sowie Schutz & Rettung Zürich wertvolle Informationen und praktische Erkenntnisse zur Anwendung elektrisch betriebener Einsatzmittel im täglichen Einsatz einer Berufsfeuerwehr. Dies nicht zuletzt mit dem Ziel, ­Wissen für eine spätere, sinnvolle Beschaffung von Einsatzfahrzeugen mit Alternativantrieben zu generieren.

© SRZDer abneigbare Rettungskorb bietet Platz für bis zu 5 Personen,  4 Zugänge (3 vorne, 1 hinten) sowie eine entnehmbare Multifunktionssäule.Der abneigbare Rettungskorb bietet Platz für bis zu 5 Personen, 4 Zugänge (3 vorne, 1 hinten) sowie eine entnehmbare Multifunktionssäule.Gemietet statt gekauft

Die Idee zur Pilotphase entstand bei SRZ anlässlich der Notwendigkeit einer Ersatzbeschaffung für die bisherige «Fluggast-Rettungstreppe» der Berufsfeuerwehr am ­Zürcher Flughafen. Der Vorteil: SRZ mietet die E-ADL von Rosenbauer für die Dauer des Pilotprojektes. So muss die E-ADL, die mit einem Preis von etwa 1,2 Millionen ­Franken rund 20 Prozent teurer ist als eine konventionell angetriebene ADL, nicht «im Sack» gekauft werden, sondern kann kostengünstig und risikoarm während 12 Monaten evaluiert und im reellen Praxiseinsatz gründlich auf Herz und Nieren getestet werden.

Dabei soll sich zeigen, ob die E-ADL tatsächlich «ebenso funktionell, leistungsfähig und zuverlässig ist wie die bewährte Standarddrehleiter – bei gleicher Bedienbarkeit, Servicefreundlichkeit und Ersatzteileverfügbarkeit», wie Markus Zellinger von Rosenbauer Schweiz AG beim Projektstart betonte.

Technische Highlights der E-ADL

Aufgebaut ist die inklusive feuerwehrtechnischer Beladung 18 Tonnen schwere E-ADL auf dem Chassis eines Volvo FE Electric mit vollelektrischem Antriebsstrang. Dieser verfügt über zwei Elektromotoren (Heckantrieb; 2-Gang-Getriebe) mit 225 kW Maximalleistung sowie einen zusätzlichen ­E-Motor als elektrischen Nebenantrieb (E-PTO) mit 70 kW Dauerleistung (100 kW Spitzenleistung) für den Drehleiterbetrieb. Mit Energie versorgt werden die drei E-Motoren der E-ADL von drei 66-kWh-Li-Ion-Akkus mit einer nutzbaren Kapazität von 150 kWh (max. Batteriekapazität ca. 200 kWh). Ab der Schnittstelle zum E-PTO-Nebenantrieb entspricht der Hubrettungsaufbau der an die Norm DIN EN 14043/EN 1846 angelehnten L32A-XS-Gelenk-Drehleiter der «konventionellen» Rosenbauer-ADL-Serie mit klassischem Diesel-Chassis.

Entsprechend ergeben sich laut Rosenbauer weder Unterschiede zum bekannten Bedienkonzept im Drehleiter­betrieb noch hinsichtlich der Arbeitshöhe (32 Meter), des grossen Aktionsradius im Nahbereich oder der ­Funktionalität des auf 500 Kilogramm ausgelegten Rettungskorbs mit entnehm­barer Multifunktionssäule (u. a. Krankentrage am Korb­boden aufsteckbar und Schwerlasttrage bis 300 Kilogramm Nutzlast sowie RM8-Wasserwerfer am Rettungskorb).

Auch die Grösse der E-ADL ist mit 10 Meter Länge, 2,50 Meter Breite und 3,40 Meter Höhe nur wenig anders als als die einer auf einem Diesel-Chassis (Mercedes-Benz 1530 F Atego) aufgebauten ADL (10,30 x 2,50 x 3,27 Meter).

© SRZDie Drehleiter entspricht in Leistung, Reichweite,  Bedienung und Funktionalität sowie Tragfähigkeit  und Ausstattung des Rettungskorbs der bekannten,  über ein Dieselaggregat angetriebenen Variante.Die Drehleiter entspricht in Leistung, Reichweite, Bedienung und Funktionalität sowie Tragfähigkeit und Ausstattung des Rettungskorbs der bekannten, über ein Dieselaggregat angetriebenen Variante.Kalkulatorische Reichweite

Bei einem Einsatzszenario mit 8 Kilometer Hin- und Rückfahrt, zweimaligem Abstützen und zwei Bewegungszyklen sowie einer Stunde Lichtmastbetrieb können pro Vollladung der drei Akkus acht bis zehn Einsätze absolviert werden, ehe die E-ADL erneut aufgeladen werden muss. Beträgt der Weg für Hin- und Rückfahrt 20 Kilometer und werden fünf Bewegungszyklen absolviert, reduziert sich die mögliche Einsatzzahl bis zum Wiederaufladen auf drei bis vier Ein­sätze. Anders ausgedrückt heisst das: Sowohl im urbanen als auch im ländlichen Umfeld genügt die Elektropower der E-ADL auch dann, wenn zwei oder drei Einsätze innert ­kurzer Zeit absolviert werden müssen – was eher selten der Fall sein dürfte.

Zudem ist die E-ADL nach einem Einsatz rasch wieder voll einsatzbereit. Das Wiederaufladen der Akkus von 20 auf 100 Prozent dauert an einer 22-kW-Ladestation rund neun ­Stunden, an einem 150-kW-Gleichstrom-Schnelllader indes lediglich rund 1,5 Stunden.

Vorteile des Elektroantriebs

Neben den deutlich geringeren Lärm- und Abgasemissionen des rein elektrisch betriebenen Einsatzfahrzeugs sowie dessen Drehleiter bietet das E-ADL den Vorteil, dass im Gegensatz zu mit Partikelfiltern ausgerüsteten Euro-6-Dieselfahrzeugen keine Ausbrenn-/Regenerationsfahrten oder anderweitigen Bewegungsfahrten absolviert werden müssen. Zudem kann, da ausschliesslich Standardkomponenten verbaut sind, für die E-ADL dieselbe Ladeinfrastruktur verwendet werden wie für andere ­E-Fahrzeuge der Feuerwehrflotte. Und nicht zuletzt stellen zunehmend sich verschärfende rechtliche Schranken, insbesondere Zufahrtsbeschränkungen (E-Zonen), für das rein elektrische Rettungsgerät keine Hürde dar – weder heute noch morgen.

© RegaNeu auch im Rega-Stiftungsrat aktiv: FDP-Nationalrätin Petra Gössi.Neu auch im Rega-Stiftungsrat aktiv: FDP-Nationalrätin Petra Gössi.© RegaDer Tessiner Arzt  PD Dr. med. Gabriele Casso ist neu Mitglied des Rega-Stiftungsrats.Der Tessiner Arzt PD Dr. med. Gabriele Casso ist neu Mitglied des Rega-Stiftungsrats.Ende 2022 wurden die Küssnachter FDP-Nationalrätin Petra Gössi und der Tessiner Arzt PD Dr. med. Gabriele Casso in den Rega-Stiftungsrat gewählt. Zudem teilte die Schweizerische Rettungs­­­­flug­wacht Rega mit, dass sie zwischen 2024 und 2026 ihre gesamte Helikopterflotte erneuern wird.

Bei den Gesamterneuerungswahlen am 24. November 2022 nahm der Stiftungsrat der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega Ersatzwahlen für die zurücktretenden Stiftungsräte Dr. Gabi Huber und Dr. med. Marco Maggiorini vor. Neu ins oberste strategische Gremium der Rega gewählt wurden FDP-Nationalrätin Petra Gössi und PD Dr. med. Gabriele Casso.

Die 1976 geborene Petra Gössi aus Küssnacht am Rigi amtet seit 2011 im Nationalrat, war von April 2016 bis Oktober 2021 Parteipräsidentin der FDP Schweiz und engagiert sich als selbstständige Unternehmens- und Strategie­beraterin. PD Dr. med. Gabriele Casso ist Jahrgang 1971 und seit 2012 stellvertretender Leiter des Departements für Anästhesie und Intensivmedizin am Istituto Cardiocentro Ticino in Lugano.

21 neue Rettungshelikopter bis 2026
Nachdem die Rega im März 2022 neun Rettungshelikopter der neuesten Fünfblattversion des Typs H145 von Hersteller Airbus Helicopters beschafft hatte, unter­zeichnete sie im Dezember 2022 einen Kaufvertrag für zwölf weitere Rettungs­helikopter desselben Typs. Diese sollen ab 2024 als Ersatz für die bestehende, 2009 beschaffte AW109SP-«DaVinci»-Flotte auf den Gebirgsbasen der Rega im Einsatz stehen. Bis 2026 soll die Gesamterneuerung der Helikopterflotte abgeschlossen sein.

Laut Rega-CEO Ernst Kohler werde damit sichergestellt, «dass die Rega auch in den nächsten 15 Jahren zuverlässig und professionell medizinische Hilfe aus der Luft bringen kann». Überdies gingen mit dem Entscheid für eine Einheitsflotte ein reduzierter Wartungsaufwand sowie Einsparungen bei der Beschaffung und Bewirtschaftung von Ersatzteilen einher. Zugleich reduziere sich der Trainingsaufwand der Crews und Synergien könnten noch besser genutzt werden – bei gleichzeitigem Erhalt der hervorragenden Verfügbarkeit der Flotte.

© RegaVertragsunterzeichnung in luftiger Höhe im Eiger-Express: Dr. Wolfgang Schoder, General Manager Airbus Helicopters Deutschland, und Ernst Kohler, CEO Rega.Vertragsunterzeichnung in luftiger Höhe im Eiger-Express: Dr. Wolfgang Schoder, General Manager Airbus Helicopters Deutschland, und Ernst Kohler, CEO Rega.Laut Rega bietet das Fünfblattrotor-Modell des Typs H145 dank seiner ­hohen Leistung wertvolle Vorteile bei Einsätzen im Hochgebirge. Auch sei die Kabine besonders grosszügig bemessen – mit ausreichend Platz für medizinische Geräte und allfällige medizinische Interventionen, was vor allem bei Verlegungsflügen von Intensiv­patienten wichtig ist. Zudem entwickelt Hersteller Airbus Helicopters eigens für die Rega ein Navigations- und ­Avionik-System, das es erlaubt, künftig auch bei schlechtester Sicht in engen Tälern oder anspruchsvollem Terrain Instrumentenflugverfahren einzu­setzen.

Insgesamt investiert die Rega rund 200 Millionen Franken in die Beschaffung der 21 neuen Rettungshelikopter – die Kosten für medizinische Ausrüstung, Ausbildung sowie Ersatzteile eingeschlossen. Die ausgemusterten Maschinen des Typs AW109SP «Da Vinci» sowie die Vierblattrotor-Modelle des Typs Airbus H145 wird die Rega veräussern.

Seit Jahrzehnten vertraut die Schweizer Armee auf das Individuelle Verbandpäckchen IVP. Nun hat die IVF HARTMANN AG, eine Tochterfirma der PAUL HARTMANN AG, den darin enthaltenen Druckverband entscheidend verbessert – und zudem die Trauma-Box® für Ersthelfer entwickelt.

Verbandpäckchen gehören seit Jahrzehnten zur Standardausrüstung von Soldaten sowie Einsatzkräften von Special Forces aus aller Welt. Darin enthalten ist in der Regel eine «Israeli-Bandage» – ein Druckverband für die Erstver­sorgung stark blutender Wunden.

Alt und bewährt: die Israeli-Bandage

Die wegweisende Besonderheit der Ende der 1990er von Bernard Bar-Natan aus Israel ersonnenen Bandage ist ein fest aufgenähter Plastikbügel, der als Umkehrpunkt beim Wickeln der Bandage dient. Durch die Umkehrung und den Zug der flexiblen Bandage wird Druck auf die Wunde ausgeübt, um die Blutung zu stoppen – und das gelingt dank des Bügels deutlich besser als bei herkömmlichen, mit nachgiebigen Kompressen arbeitenden Druckverbänden. Entsprechend hat sich die Israeli-Bandage weltweit als Ersteinsatzmittel bei Militärs, Spezialeinheiten sowie Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr etabliert – und kommt auf Kriegsschauplätzen ebenso zum Einsatz wie bei der Versorgung von Opfern ziviler Gewalttaten oder Arbeits-, Verkehrs- und Freizeitunfällen.

© HerstellerDie TRAUMA BANDAGE sorgt für kontrollierten, gleichmässigen Druck auf die Wunde und kann einhändig angelegt werden – auch bei sich selbst.Die TRAUMA BANDAGE sorgt für kontrollierten, gleichmässigen Druck auf die Wunde und kann einhändig angelegt werden – auch bei sich selbst.Neu und besser: die TRAUMA BANDAGE

Nun, rund 30 Jahre später, lanciert die 1871 als ­Internationale Verbandstoff-Fabrik (IVF) gegründete IVF HARTMANN AG, Tochter der deutschen PAUL HARTMANN AG, eine in zen­tralen Details optimierte Version des «Bügel-Druck­verbands»: die TRAUMA BANDAGE. Diese ist zu 100 Prozent swiss made, von der Empa St. Gallen geprüft und verfügt – als zentrales Novum – über einen steifen Druckapplikator mit zwei gegenläufig angeordneten Schlitzen. Diese Neuerung sorgt für gleich drei eminente Vorteile: Erstens kann der Druckapplikator viel besser in der richtigen Position fixiert werden als ein simpler Bügel – womit der Druck exakt dort aufgebaut wird, wo es nötig ist. Zweitens gelingt die «Umkehrung» der Wicklungsrichtung der Bandage besonders einfach, auch mit nur einer Hand. Drittens erfolgt der Druckaufbau kontrollierter, gleichmässiger – und damit sicherer.

Zudem verfügt die TRAUMA BANDAGE über einen optimierten Abrollstopp. Dieser hält die Bandage zuverlässig zusammen, ermöglicht aber dennoch ein Abrollen ohne «Rucken und Zerren», wodurch die Bandage exakter gewickelt werden kann. Auch ist die robuste, gas- und wasserdichte Folienverpackung der TRAUMA BANDAGE markant leichter zu öffnen als jene des israelischen Originals. Überdies verfügt die TRAUMA BANDAGE über eine Wundauflage mit bewährter Zetuvit®-Saugkompresse. Blut und Exsudat werden dank deren Kapillareffekt schnell aufgesaugt – und die Wundauflage kann nicht mit der Wunde verkleben. Nicht zuletzt gelingt das Fixieren der Schweizer Bandage dank des Verschlussbügelsystems ebenso einfach wie sicher – und eine Schlaufe ermöglicht die Einarmanwendung für die Selbstverarztung.

Die TRAUMA BANDAGE ist ein steriles Medizinprodukt der Klasse Is, wird einzeln verpackt geliefert und eignet sich dank 4,5 Meter Länge (gedehnt) für alle Körperteile. Zudem kann sie zusätzlich zur Standardbreite von 10 Zentimetern auch in Extrabreiten von 15 Zentimetern und 20 Zentimetern bestellt werden. Muster und Angebote erhalten ­interessierte Institutionen über die E-Mail-Adresse ­Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Infos gibt’s zudem auf www.trauma-equipment.ch.

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